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Der Israelit · 1875-11-10 · Heft 45 (10.11.1875) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
16 (1875)
Issue
Heft 45 (10.11.1875)
Date
1875-11-10
Page
– (sequence 1)
Language
German
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M LS. XVI. Jahrgang. Der Israelit. Ein Gentral - Hrgan für das ortßodore IudeuMnn. HrrauSgrtzrben von vr. Lehmann m Mainz. Mittwoch, den 10. November 5636 (1 87 5). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs - Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Pctitzeile oder deren Raum.— Oesterreichische Banknoten laut Gaurs. — Dirccte Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 12 Reichs-Mark ober 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitende Artikel: Herr Rabb. Dr. Joel in Breslau uud die Lasker'sche Resolution. — Literarischer Bericht. — Zeitungsnachrichten und CorrespontzLnzen: Deutschland: Mainz. Mainz. Berlin. Cöln. — Oesters-Ungar. Monarchie: Wien. — Holland. — Belgien: Brüssel. — Frankreich: Paris. Paris. Paris. — England: London. London. London. — Rußland: Warschau. — Rumänien: Bukarest. — Feuilleton: Haus Ebers. Znyatt der erste« Metknge: Leitender Artikel: Reisebriefe. Zeitungsnachrichten und Eorrefpondenzen: Deutschland: Nürnberg. Nürnberg. Berlin. Berlin. Düsseldorf. Düsseldorf. — Italien: Verona. — Feuilleton: Bilder aus dem alten Prager Ghetto. Anstatt der zweite« Nettage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Schweiz: Bern. Leitender Artikel. Herr Rabbiner Ar. Zoll in Arcslan und die Mbrr'sche Nestlntion, beleuchtet von S. Nachdem da» hohe Abgeordnetenhaus zu Berlin die Zulässigkeit des Austritts aus der Synagogengemeinde nun zum dritten Mal durch Annahme der verstärkten Lasker'fchen Resolution bejaht, nachdem diesen Beschlüssen nicht allein eine eingehende Discussion, sondern auch eine Berichter- Mattimg seitens einer Commission vorangegangen, welche alle Parteien des Hauses entnommen, sich dem Studium der Frage mit wahrer deutscher Gründlichkeit unterzogen, nachdem die Frage durch die Betheiligten in einer Unmasse von Petitionen, Broschüren, Zeitungsartikeln rc. rc. besprochen und nachdem all dieses Material dem Abgeordnetenhause Vorgelegen: hat Herr Rabbiner Dr. Joel noch die Stirne, dieses hohe Haus in seiner die „LaSker-Resolution" betitelten Broschüre als ein schlecht informirtes zu bezeichnen, das besser zu informiren. er sich zur Aufgabe setze. Wohl ist diese Frage sehr genügend besprochen, allein die selbstgefällige Art und Weife, in welcher der Herr Rabbiner, wie er meint in der zwölften - Stunde, die Waage zu Gunsten seiner Ansicht bestimmen zu können glaubt, veranlaßt uns, nochmals das Wort zu ergreifen, um den mit so vieler Sicherheit ausgesprochenen Sätzen entgegenzntreten. Die Lage, in welche die Preußische Jndenheit durch die LaSker'sche Resolution gekommen, habe, meint Herr Rabbiner Dr. Joel, etwas so DemüthigendeS, namentlich wenn man bedenkt, daß auf der einen Seite fast die ganze officielle Vertretung der Preußischen Juden, auf der anderen Seite nur Herr Dr. LaSker und Herr Dr. Hirsch, der Rabbiner einer Privatgemeinde in Frankfurt a. M. stehe. Auch wir halten es nicht allein für demüthigend.

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