Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 16 (1875)
- Issue
- Heft 44 (3.11.1875)
- Date
- 1875-11-03
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XVI. Jahrgang. 7 t \ Der I M m. {7 Ein Kentrat - Grgan für das orlhodore Iudenlhum. Heraurgegebe» von ff % AI Heraurgegebe» von Dr. Lehmann ttt "M ainz. Mittwoch, den 3. November 5636 (1 875). Diest Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis deS Jahrgangs 10 ReichS-Mark. Man avonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum.— Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusmdung unter Streifband pro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitende Artikel: Die göttliche Vorsehung. — Reisebriefe. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Butteawiesen. Bödighetzn. Berlin. Berlin. Ehrrnfeld-HKln. — Amerika: Memphis. — Süd-Amerika.— Feuilleton: HauS EberS. )»-«kt der erste» Aeikage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: DeutschMh^ Wesel. Aachen. Danzig. — Oesterr. - Ungar. Monarchie: Wien. — Rußland. - Feuilleton: Bilder aus dem alten Prager Ghetto. Arrhatt der zweite« ISeikage: Feuilleton; Herzfeld Vater und Sohn. Artikel. Pie göttliche Vorsehung. (Zu Paraschath Lech Lecha.) Mainz, 27. Oktober. Eine der Grundlehren unserer heiligen Religion ist die Lehre von der göttlichen Vorsehung. Der Gedanke , die feste Ueberzeugung, daß Gott thätig eingreift in die Geschicke der Menschen und Völker, daß Er es ist, der beschützt und behütet und bewahrt, belohnt und bestraft, das feste, unerschütterliche Bewußtsein des stete» Gottesschutzes, der ununterbrochenen göttlichen Leitung und Lenkung muß dem Juden stets und immer grgeuwärtig sein — und dieser Gedanke findet in der Gej schichte Abrahams tie lebendigste Darstellung.! inc ~3in -b pD d-qn fiO’p v». „Fürchte dich nicht, Abraham, Ich bin dir ein Schild, dein Lohn ist sehr viel." (1. B. M. Cap. Id, B. 1.) Hier ist es deutlich ausgesprochen, daß Gott fürsorglich für den Menschen wacht, ein Schild ist dem Frommen und ihn behütet Und zugleich ihn belohnt und beglückt ob seines frommen Wandels. Sicherlich haben auch wegen der Wichtigkeit dieses Gedankens die Männer der großen Synode denselben an die Spitze unserer heiligsten Gebete gestellt, deren erster Segensspruch stets mit dem Preise des b.tok jjd, des erhabenen Beschützer- Abrahams schließt. All' die Versuchungen, welche Abraham überwunden, sie sind nur ein Beleg für die schützende, rettende, helfende Vorsehung Gottes, und die größten Thaten unseres ersten Stammvaters gipfeln darin, daß er der Welt die Ueberzeugung vom Walten der göttlichen Vorsehung zM^Kewußtsein gebracht hat. So zieht er hinfortr^W^em Vaterhause in ein fremdes Land, v<W^W>^dem göttlichen Beistände, so zieht er mit tWWW Knechten gegen vier siegreiche Könige in den^^crieg, vertrauend der göttlichen Hilfe, die sich wunderbar bewährte. Da er aus diesem Kampfe zurückkehrt, bringt ihm Malki Zedek, König von Salem, Brod und Wein, und er war ein Priester dem höchsten