Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 16 (1875)
- Issue
- Heft 40 (6.10.1875)
- Date
- 1875-10-06
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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'/ t XVI. Jahrgang. / . / 7\/hsy * Der Israelit. . </ G in Kentral - Hrgan für das orthodoxe Iudentymn. HerauSgegeben von Dr. £ebmamt in Mainz. :'i Mittwoch, den 6. Oktober 5636 (187 5k Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs - Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Dirccte Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitende Artikel: Unsere Zeit, ihre Bestrebungen, ihre bewußten und unbewußten Ziele. — Reisebriefe. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Leipzig. — Oesterr. - Ungar. Monarchie: Wien. — Frankreich: Paris. Pari'?. — Butzland Riga. — Türkei: Konstantinopel. - Palästina. — Afrika: Algier — ~- Feuilleton: Haus Ebers. 3«ß*ft btt erste« Netrage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Dresden. Straßburg. — Oesterr. - Ung. Monarchie: Pesth. — Holland: Amsterdam. — Prankreich: Paris. — England: London. — Feuilleton: Bilder aus dem alten Prager Ghetto. Inhalt der zweite« ISeikage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz- — Amerika: New-Pork. — t Leitende Artikel. Unsere Zeit, ihre Destrcbungeo, ihre bewußte« und unbewußten Ziele. XVI. Mainz, 28. September. Indem wir fortfahren, unsere Zeit und ihre mannigfachen Bestrebungen zu charakterisiren, wollen wir zunächst einen Gedanken zum Ausdruck bringen, den wir in einem hebräischen Buche gefunden, welches dieser Tage hier in Mainz, 53 Jahre «ach! dem Ableben des Verfassers, die Presse verlassen j hat. Das genannte Werk, das wir an einer andern Stelle ausführlich besprechen werden, Heißt um mn und ist ein von dem hochberühmten Main > zer Rabbiuen, Rabbi Herz Scheuer yp'Ys",, verfaßter. Commentar auf das hohe Lied on»BM. Der Schwiegervater des Herausgebers dieser Blätter, Rabbi Samuel Bondi hat das Buch zum Drucke befördert und aus Eigenem viel Werthvolles hinzugefügt. In diesem kostbaren Werke voller Gottesfurcht, Weisheit und Lebensheiligung fanden wir im Namen eines älteren Weisen den Gedanken ausgesprochen, daß die einstige Vernichtung des bösen Triebes (mn nsn nö’nff) in nichts Anderm bestehen werde als darin, dEGott seinen Namen b» von Vrevv trennen wird, so daß! nichts als OO, das ist man qd, übrig bleibt; denn das Böse hat nur dann Gewalt über die Men-! schen, wenn es sich selbst mit dem Heiligen verbinj bet und heilsame Zwecke anzustreben vorgibt. Wenn! aber das Böse von allem Guten losgetrennt er- > scheint, wenn es in seiner nackten Schändlichkeit l und Bosheit sich darftellt, dann wird alle Welt sich von ihm abwenden, und es wird seine Herrschaft | über die Menschen verlieren. Wir wollen das Gesagte an einem Beispiele j aus der Zeitgeschichte erläutern. In der „vorkrachlichen" Periode des Gründungs - Schwindels! da konnte man oft genug Loblieder auf das unbegrenzte Streben nach Reichthümern hören und lesen. „Keine Leidenschaft," sagte man, „hat der / IW