Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 16 (1875)
- Issue
- Heft 38 (22.9.1875)
- Date
- 1875-09-22
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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m**; p «wjr XVI. Jahrgang. M 38. •>M s H Vor Der Israelit. Gin *o* Hentrat - Hrgan für das orthodore Zudenthum. HerauSgegebrn von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 2 2. September 5635 (187 5). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile ober deren Raum.— Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. au die Expedition franco einzusenden. Pa mit dem 1 Hct. 1875 ei« neues Hnartak beginnt, fo ertauben wir «ns, die geehrte» Abonnenten darauf aufmerksam zu mache«, daß namentlich bei der Aast das Abonnement frühzeitig erneuert werden wnß, damit die Versendung keine Itnterbrechnng erleide. Irrhalt. Leitende Artikel: Unsere Zeit, ihre Bestrebungen, ihre bewußten und unbewußten Ziele. — Reisebriefe. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Frankfurt a. M. Gera. — Oest.-Ungar. Monarchie: Gaya. — England: London. — Feuilleton: Haus Ebers. Anhalt der erste« zteilage r Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Regensburg. Hellbronn. — Oest-Ung. Monarchie: Wien. — Frankreich: Paris. — Feuilleton: Bilder aus dem alten Prager Ghetto. Inhatt der zweite« ZSeikage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Afrika. Leit««»« «rtikrl. Unsere Zeit, ihre He-rebnugen, ihre bcwaßten md unbewußten Ziele. XIV. Mainz, 16. September. Wir haben es bereits im ersten Kapitel dieser Abhandlung hervorgehoben, daß die Haupterrungenschaften Miserer Zeit in der Ausbeutung der Erde, in der Kenntniß der Naturgesetze und der dadurch ermöglichten Herrschaft über die Natur bestehen. Dampfboote, Dampfwagen und Telegraphen haben die Schranken der Meere aufgehoben, die Entfernungen der Länder von einander beseitigt. Unsere Zeit hat Wunderwerke aufzuweisen, gegen die die berühmten Weltwunder des Alterthums bedeutungslos erscheinen. Die Locomotive braust durch mächtige, durchstochene Berge, über gewaltige, überbrückte Ströme, die die Meere trennenden nnd dadurch den Verkehr hemmenden Landengen werden durchstochen, der Schienenstrang wird aas die Spitze der Berge geführt, die ehemals daS Saumthier nur mühsam zu erklimmen vermochte. Durch das Alles hat sich ein mächtiger Umschwung im Leben der Völker und Menschen vollzogen. Länder und Welttheile, die sich sonst unbekannt waren, sind nunmehr einander nahegerückt, Völker, sonst geschieden durch weite Räume, lernen sich gegenseitig kennen; die Vorurtheile verschwinden, und die Söhne der verschiedenartigsten Nationen treten in friedlichen Verkehr miteinander. In Folge dessen steigen die Produkte der einzelnen Länder, die nicht mehr bloß den Eingeborenen, sondern der ganzen Welt zu Gute kommen, ganz ungeheuer im Werthe; Händel und Gewerbe blühen; zugleich wachsen die Bedürfnisse, die Ansprüche an den