Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 16 (1875)
- Issue
- Heft 35 (1.9.1875)
- Date
- 1875-09-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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774 getragen werden und intervenirte. Er sistirte den Talmudisten und fragte in dem Hause nach, ob sein Verdacht gerechtfertigt sei. Die Antwort fisl so aus, daß der Schutzmann keinen genügenden Anhaltspunkt zur Festnahme bekam und sich selbst dahin äußerte, daß wenn der Rabbi nicht gebettelt, dessen Freilassung erfolgen werde, die Verantwortung falle aber auf die Gefragten zurück. Gleichwohl fand er es für rathlich, doch den Rabbi, welcher 300 Thlr. bei sich hatte, behufs Durchsicht seiner Papiere beim Commissär zu fistiren. Beim Hinweggehen drückte ihm ein Comptoirist ein Markstück in die Hand, weßhalb der unberufene Geber der Bestechung angeklagt ist rnd nach Antrag der Staatsanwaltschaft mit 20 Mark gestraft werden sollte. Herr Dr. Geiger führte aus, daß nicht im Geringsten festgestellt sei, daß der Beklagte bei der Dahingabe des Markstückes die Absicht gehabt habe, den Schutzmann zu einer pflichtwidrigen Handlung zu veranlassen. Der Angeschuldigte habe wohl annehmen können, daß der Verhaftete, auf Grund der Aussage nicht gebettelt zu haben, sofort freigelassen werden würde. Die Spendung der Mark sei mehr als eine Gratification dafür aufzufassen, daß der Schutzmann den Angaben des Angeklagten sofort Folge geleistet habe. Der Thatbestand des §. 331 sei demnach nicht gegeben und es habe deßhalb Freisprechung einzutreten. Der Gerichtshof schloß sich dieser Ansicht an und sprach frei. Berichtigung. Regensburg. Meinen Bericht in Nr. 33 bitte dahin zu berichtigen, daß hier außer den Bediensteten keine 10 Mann zu finden sind, die nicht .i2->v essen, während hingegen von den 100 Familien wohl über zwei Drittel eine koschere Haushaltung führen. A N Z E_I_G E K Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich Israel. Verein zur Colonisation Palästina's. Mitglieder-Anmeldungen, Spenden und Beiträge werden fortwährend bei dem Unterzeichneten angenommen und quittirt. Frankfurt a. M., im Jahre 5635. Der Vereins-Präsident und Cassier: Anselm Kahn, 2169]_Töngesgasse 13 in Frankfurt a. M. in frommer Mann sucht eine Stelle als Hilfsvorbeter auf bevorstehenden n'“i u. d'1 in der Nähe von Mainz, Frankfurt, Wiesbaden oder Worms gegen mäßige Vergütung. Franco - Offerten sub Nr. 2173 nimmt die Expedition d. Bl. entgegen. in ordentlicher, fleißiger und ehrlicher Bäckergeselle findet sogleich eine Stelle. Adressen unter Chiffre 8. D. Nr. 2171 besorgt die Expedition d. Bl. Briefkasten der Expedition. Herrn I. Walter in Königsberg in Preußen: Brief mit Offerten an Sie (weil unbekannt) zurückgekommen. Bitten um Ihre Adresse. Soeben erschien: Catakog der reichhaltigen Sammlung hebräischer und jüdischer Bücher und Handschristen aus dem Nachlasse des seligen vr. G. B. C a r m o l y, welche am Montag, 28. Oktober 1875, und folgende Tage zu Frankfurt a. M. gegen baare Zahlung öffentlich versteigert werden durch Jos. Baer & Co. und I. Kanffmann, Roßmarkt 18. Bornheimerftraße 13. Frankfurt a. M. Auf gef. Verlangen versenden obigen Catalog gratis und franco Jos. Baer & Co., I. Kanffmann, 2152] Frankfurt a. M. (Vch suche für meine Weinhandlung einen Lehr- -yj ling mit den nöthigen Vorkenntnissen. Eintritt Ende Oktober. ö'»i ros? geschlossen. Hermann Heymann 2175] in Cöln.