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Der Israelit · 1875-07-07 · Heft 27 (7.7.1875) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
16 (1875)
Issue
Heft 27 (7.7.1875)
Date
1875-07-07
Page
– (sequence 1)
Language
German
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V'W“* <7' C7 XYI. Jahrgang. M 27. / Der Israelit. Ern Kentrar - Grgan für das orthodore Judentum. Herausgegeben von Vk Lehmann in a i nz. Mittwoch, den 7. Juli 5635 (1 67 5). /\ Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum.— Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitender Artikel: Unsere Zeit, ihre Bestrebungen, ihre bewußten uud unbewußten Ziele. Zeitungsnachrichten und Eorrefpondcnzen : Deutschland: Aus Kur- Hessen. Höchst a. M. Hamburg. Königsberg. — Oest.- Ungar. Monarchie: Prag. Gaya. — England: London — Rußland: Mitau. — Afrika: Constantine. — Feuilleton: Haus Ebers. Zuhatt der erlle« Aeikage: Leitender Artikel: Reiseskizzen aus Ungarn. Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Ebelsbach. L-chopfloch. Vom Schwarzwald. Breslau. — Frankreich: Paris. — Arr-att der zweite» Ateikage: Zeitungsnachrichten und Corrcspondenzen: Deutschland: Berlin. Berlin. Frankfurt a. M. Gartz a. O. Leipzig. Beuchen. Aus Dortmund. — Schweiz: Bafel. — Spanien: Madrid. — England: London. London. — Türkei. — Seiteuber Artikel. Anscrc Zeit, ihre Bestrebungen, ihn bewußten unb unbewußten Mt. m. Mainz, 29. Juni. Wir haben am Schluffe des vorigen Kapitels darauf hingewiesen, daß die sogenannte, wissenschaftliche Üeberzeugung der Gegenwart schon vor Jahrtausenden ihren Ausdruck in der Religion und in der Cultur uralter Völker, die längst untergegangen, gefunden. Wir wollen das im Folgenden näher aus führen. Wir haben gesehen, daß die ältesten Culturvölker fämmtlich Chamiten waren. So mannigfach sich auch deren Religionen und Anschauungen gestalteten, so ging doch durch sie alle ein Grundgedanke : die Vergötterung der Natur, des Wirkens und Schaffens innerhalb derselben. Beschäftigen wir uns zunächst mit Aegypten. Die Hauptgottheiien der Aegypter waren Osiris, Isis und Typhon. Osiris galt als die zeugende, Isis als die gebührende, Typhon als die zerstörende Naturkraft. Zu dem geschlechtlichen Dualismus tritt das Geborenwe.den, Leiden und Sterben der Gottheit. Osiris und Isis, Zwillingsgeschwister, lieben sich schon im Mutterleibe, beglücken, selbst stets kämpfend und leidend die Welt, bis sie durch Typhon den Tod finden; dieser aber erliegt dem Horos, dem Sohne des Osiris und der Isis, der dann, ein neuer Osiris, die Welt beherrscht. Der Gedanke dieser Göttersagen ist nichts Anderes, als die in der Natur wirkende, in Liebe zeugende und gebührende, durch stete Kämpfe leidende und durch Tod und Vergehen hindurch neues Leben schaffende- Kraft. Dieselbe Kraft wurde von den Aegypterrr in den hervorragenden Erscheinungen des thierischerr Lebens ersaßt. So wurden denn aus allen Thiergattungen Repräsentanten derselben als Götter verehrt. Von den Jnsecten ein Käfer, der Skarabäus, von den Amphibien Krokodile und Schlangen, von den Vögeln der Ibis und der

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