Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 16 (1875)
- Issue
- Heft 18 (5.5.1875)
- Date
- 1875-05-05
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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401 ihres neuen Friedhofes, der etwa 11 Werft von hier an der Nikolai-Bahn gelegen ist und einen Theil des Preobrashenskischen Vegrübnißplatzes bildet. Vormittags 11 Uhr führte ein Extra-Zug einige der vom Gemeindevorstande eingeladenen Gäste unserer Stadt und die Gemeingeglieder dorthin. Das am Eingang auf den Friedhof aufgeführte kleine und bescheidene, aber geschmackvoll, im Maurischen Styl erbaute Gotteshaus nahm die eingeladenen Gäste auf, und hinter denselben drängte sich ein äußerst zahlreiches Publikum, das schon zwei Stunden früher mit dem gewöhnlichen Morgenzuge eingetroffen war, um der Einweihung dieser Ruhestätte beizuwohnen. Gegen 12 Uhr begann der Gottesdienst; der Kantor und der wohlgeschulte Chor sangen einige Gebete, die theils aus verschiedenen entsprechenden Psalmen zusammengesetzt, theils eigens für diese Gelegenheit verfaßt waren; sowohl der Text der Gebete — unter die Anwesenden waren Blätter vertheilt worden, die den Text in hebräischer Sprache und russischer Uebersetzung enthielten — als die denselben vorzüglich angepaßten Weisen, die, wie wir gehört hatten, zum Theil vom Kantor Spitzberg com'pouirt sind, waren tief ergreifend und lockten aus manchem Auge Thränen der Rührung hervor. Der ehrwürdige Rabbiner, Herr Dr. Neumann, hielt eine kurze Rede, die ihre Wirkung nicht verfehlte und mit einem Gebete für Se. Majestät den Kaiser, für den Staat, die Stadt und die Gemeinde schloß. Nach beendetem Gottesdienste begaben sich die Gäste in eins der Nebenzimmer des Gebäudes, wo ein Toast auf das Wohl S. M. des Kaisers ausgebracht wurde, dem mehrere andere auf das Emporblühen der Stadt, ihrer Verwaltung, der Gemeinde, ihres Vorstandes rc. folgten. Der weihevolle Gottesdienst schien mehrere der anwesenden Nichtjuden ganz außerordentlich überrascht zu haben, wie wir namentlich aus einer im Waggon während der Rückfahrt geführten Unterhaltung, die wir anhörten, schließen konnten. (St. Petersb. Ztg.) ANZEIGEN. Für den folgenden Theil ist die Reduction nicht verantwortlich. Annonce. Ein Samstags und Feiertage geschloffenes Gladbacher Ln Zros-Geschäft sucht unter günstigen Bedingungen einen Lehrling von achtbaren Eltern, der die nöthigen Kenntnisse besitzt, für sofort. Selbstgeschriebene Franco-Offerten nimmt die Exped. v. Bl. unter Ch. »7. II. 9'.‘5 entgegen. Qum 15. Mai c. wird ein junger Mann (Jsraelit) gesucht, der mit der Manufacturbranche und Buchführung vollständig vertraut ist. Entsprechendes Salair wird zugesichert. Samstags geschlossen. Offerten wolle man unter Chiffre S. K. 1021 an die Exved. d. Bl senden._ <Leyrlings-Hesuch. In meinem gemischten Maaren - Geschäfte (Samstag und Feiertage geschloffen) findet ein Lehrling aus guter Familie Stelle. Kost und Logis im Hause. Abraham Sichel 1032s in Schlüchtern. l^ür ein feingebildetes, echt jüdisch erzogenes O Fräulein (gesetzten Alters) wird eine Stelle gesucht, in welcher sie der Hausfrau zur Stütze und Gesellschaft sei. Nur aus eine echt jüdische Familie, in der es eine familiäre freundliche Behandlung hat, wird reflectirt; auf Salair wird weniger gesehen. Reflectirende wollen sich an die Exped. d. Bl. sud Nr. 1002 wenden. ür unser Engros- und Detail-Geschäft suchen wir einen Lehrling mit den nöthigen Vorkenntnissen. Gebr. Reifenberg, Langgaffe 11, 942s Wiesbaden. /Qin junger Mann, mit guter Schulbildung, sucht eine Lehrstelle, womöglich in einem größeren Detailgeschäft der Eisenbranche. Kost und Logis im Hause wird verlangt. Offerten unter Chiffre 7. B. E. 981 nimmt die Exped. d. Bl. entgegen.