Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 16 (1875)
- Issue
- Heft 17 (28.4.1875)
- Date
- 1875-04-28
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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372 berichte zählt der Verein 478 Mitglieder — unter ihnen 40 Gemeinden — welche jährlich an 6000 fl. beitragen, und besitzt ein vom Gründer der Anstalt gesammeltes Stammvermögen von 140,000 fl. in Papieren, nebftdem ein Capital von 17,400 fl. Silberrente als Unstützungsfonds für die nach einer achtjährigen Lehrzeit aus der Anstalt tretenden Zöglinge. Interesse erregten die ausgestellten Arbeiten der Zöglinge, Körbe aller Größen von zierlichster Form, bunte Tischdecken, feine Strohgeflechte, Bürsten aller Art, Stickereien, Häkeleien, Hauben, Leibchen, Makasser u. s. w. Pesth. Am 17. Febr. starb in Varannv der Israelit Samuel Berkovics in dem seltenen Lebensalter von 104 Jahren. Bis zum letzten Momente munter und rüstig, legte der Greis noch vor einem Jahre Strecken von 2 bis 3 Meilen zurück, ohne im Geringsten zu ermüden. Als gotteSfürchtiger Mann las er feine täglichen Gebete mit ungeschwächter Sehkraft ohne Beihilfe von Augengläsern. Mit größter Ruhe traf er vor seinem Tode noch alle Anordnungen bezüglich der nöthigen Sterbekleider und ließ sich einen Grabstein anfertigen. (Ung. JSr.) A N Z E I G E N. Für den folgenden Thell ist die Redaction nicht verantwortlich. Die zum ersten April neueintretenden Abonnenten erhalten die Nummern, in denen sich die Anfänge der Erzäblung „Vereinsamt" befinden, gratis und franco, sobald sie dieselben bei uns bestellen. Die Cxpe-ittorr des »Israelit-. selbst auch I Jahr als Gehilfe thätig war, wünscht in einem gleichen Geschäfte, wo Samstag geschlossen, Stellung. Ansprüche bescheiden, gute Referenzen stehen zur Seite. Offerten sud A. Z. Nr. 963 besorgt die Exped. d. Bl. Ausfchreiben. Literarische Anzeige. Unter dem Titel: Nachdem unser bisheriger Lehrer, Herr Eschw e g e, als HilfSpräparanden-Lehrer von Kgl. Regierung versetzt wurde, ist nunmehr die hiesige Stelle eines Vorsängers, Religionslehrers und Schächters bis zum 15 Mai l. I. zu besetzen. Gehalt an Fixo 350 fl., freie Wohnung und freies Holz. Ertrag an ncmar 200 fl. mindestens, ohne Einrechnung nicht unbedeutender Nebenaeeidentien; auch ist dem s. Z. Lehrer Gelegenheit geboten, sich durch Ertheilung von Privatunterricht gute Verdienste zu erwerben. Reflectanten wollen Franco-Offerten mit Zeugnissen längstens bis zum 15. Mai l. I. an die unterfertigte CultuSverwaltung einsenden. Wanfurt bei Haßfurt, am 11. April 1875. Die CultuSverwaltung. 967] Schloß. in junger Mann, der seine Lehrzeit in einem Kurzwaaren-Geschäft eu gros erstanden, dort- „Der Freitagabend" erscheint in Lieferungen eine „Sammlung von Synagogengesängen" für denselben in ein-, zwei-, drei- und vierstimmigen Chören nebst Soli und Rezitative für den Cantor, componirt von Max Weintraub, Cantor in Frankfurt a. Main. Die in dem Werke vorkommenden einstimmigen Gesänge sind so eingerichtet, daß fie sich auch zum Vortrage für den Cantor allein eignen. Die erste Lieferung, welcher in kurzfaßlicher Darstellung die Anfangsgründe des theoretischen Theiles der Musik, sowie Andeutungen über die wichtigste Akkorde vorausgeht, hat bereits die Presse verlassen und ist zu beziehen durch die Musikalienhandlung C. A. Andre, „HauSBeethoven", durch die Bnchhandlng von I. Kanffmann in Frankfurt a. M. oder durch den Componisten. Der Preis der ersten Lieferung ist 1 Thlr. 5 Sgr. — 3 Mark 50 Pf. 1 fl. 95 kr. öst. Währg. s866.