Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 16 (1875)
- Issue
- Heft 17 (28.4.1875)
- Date
- 1875-04-28
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XVI. Jahrgang. M 17. Der Israelit. Gin Henlrat - Grgan für das ortkodore Iudenlhum. Herausgegeben von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 2 8. April 5635 (1 87 5). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitender Artikel: Das Omer. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Nürnberg. Aus der Pfalz. Kippenheim. Pleschen. — Oesterr.-Ungar. Monarchie: Preßburg. Lemberg. — Italien: Rom. — Frankreich : Vesoul.— England: London. —Schweden: Stockholm. — Palästina. — Afrika: Algier. — Feuilleton: Ein Almosenier. A»h»tt brr erste» Netk»ge: Leitender Artikel: Die Idee des Judmthums. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Berlin. Berlin. Frankfurt a. M. — Oest.-Ungar. Monarchie: Wien. Pesth. — Anstatt der zweite« Ztetkage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Marburg. Kalmar. — Oest.-Ung. Monarchie: Pesth. — Frankreich: Paris. — England: London. — Afrika: Algier. — Anstatt der Krtra - Meikage: Spenden-Verzeichnisse. ZSkStter für jüdische Wissenschaft «ad Pädagogik: Frankel's Jerujchalmi. — Die Lehrer- und Vorsängerbildung und Fortbildung. — Literatur. — Leitende* Wttitei. Mainz. 19. April. I. Wann diese Zeilen vor das Auge des geehrten Lesers treten, dann befinden wir uns bereits in der Omer-Zeit, da wir die Tage und Wocheb zählen vom zweiten Tage des Peßachfestes bis zum Lchabuothfeste, vom Feste der Befreiung aus der Sklaverei bis zum Feste der Offenbarung und der dadurch erlangten geistigen Freiheit, p u»d» nnnl nDDn eoziji ^11.1, „Zu zählen unsre Tage thue uns kund, damit wir erlangen weises Herz!" Es ist eine wunderbar schöne Einrichtung, daß wir verpflichtet sind, eine Zeit laug die Tage und Wochen zu zählen, damit wir die Flüchtigkeit der Zeit beachten und den Werth derselben würdigen lernen. Wir wollen zunächst das Omer und die Art und Weise seiner Darbringung naher betrachten. In Palästina beginnt schon im Monate Niffan das Früh-Getreide, die Gerste, zu reifen, und da hat die Thora bestimmt, daß von der neuen Frucht »in zunächst ein Opser dargebracht werden soll dem Ewigen im heiligen Tempel zu Jerusalem; bis dahin ist es verboten, von dem neuen Getreide zu genießen. Gewöhnlich wurde die zum Omer-Opfer bestimmte Gerste Ln der Nähe von Jerusalem ge- I schnitten. Der Grund dafür wird verschieden angegeben; einmal, weil die Gerste sein mußte, das heißt 1-2 n'pto roi noch nicht ganz ausge- Lrocknet, sondern feucht; wenn man sie nun fern von Jerusalem schneiden würde, so würde sie unterwegs trocken werden. Der andere Grund ist mmi i'i'opO prr, daß man nicht aus der Ferne hole, was man in der Rahe haben kann. War je-! doch in der Nähe von Jerusalem keine reise Gerste