Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 16 (1875)
- Issue
- Heft 13 (31.3.1875)
- Date
- 1875-03-31
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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XVI. J.hrg--g. Jfä 18, E in Central-Organ des orthodoxen Jndenthums. Herausgegeben von vr. Lehma«» in Mainz. Mittwoch, den 3 1. März 5635 (1 8 7 5). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-DÄM Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut CourS. — Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Ja mit de« 1. Aprit 1875 ei» neues Hnarlak beginnt, fo erkanke« wir «ns, die geehrte« jUto«- «<«te« darauf aufmerksam m machen, daß «ameutkich Sei der 'Kost das A0o»«e<Wtt frühzeitig erneuert «erde« muß, damit die Versendung Leine Itnterörech««g erleide. S « h « I U Leitender Artikel: Die israelitische Rcligionsgesellschaft zu Frankfurt a. M. Zeitungsnachrichten und Eorrespondenzen: Deutschland: Main;. Berum Aus Kempen. Koschmin. — England: London. — Afrika: Damaskus. — Feuilleton: Vereinsamt. A»st«tt der erste« «<{(*§*: Leitender Artikel. Die Idee des Judenthums. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. AuS Baden. Würzburg. Hürben. Schippenbeil. — Schweif: Bremgarten. — Afrika: Algier. — Feuilleton: Jerusalem und die dortigen Deutschen. Anhalt der zweite» zsettnge: Zeitungsnachrichten und Eorrespondenzen: Deutschland: Laupheim. Anstatt der Hrtra-Neikage: Spenden-Verzeichnisse. Leitender Artikel. Pit israelitischk Neligioiugkstilj'chast j« /rankfart «. M Mainz, 24. März. Ein Viertel-Jahrhundert ist verflossen, seitdem 11 Männer in Frankfurt a. M. den Plan faßten, eine orthodoxe Separatgemeinde zu bilden. Wie waren doch damals die jüdisch-religiösen Verhält- . nisse in Deutschland so trübe, so traurig! Und i speciell in Frankfurt a.M.! Leopold Stein, der, , wie er später selbst veröffentlichte, sich einschloß, um hinter verschlossenen Thüren Gottes Gebote zu : übertreten, war — Rabbiner!!! Die meisten Fleischhändler ent oeiheten öffentlich den Sabbat. In j der von fast 1000 Kindern besuchten jüd. Schule, s der sogenannten Philanthrop;«, wurden die Kna- I den und Mädchen systematisch zum Abfalle vom Judenthum erzogen. Ein Anti-Beschneidungsverein j verpflichtete seine Mitglieder, ihre Kinder nicht I beschneiden zu lassen. Der Rabbiner (!), Herr Stein, segnete die Kleinen in das Judenthum ein und nahm sie durch das unblutige Wort in den Abrahamsbund auf. Die fremden Talmudlehrer! und Talmudjünger hatte man durch die Polizei ausweisen lassen; die für Talmud Thora bestimm- | ten Vermächtnisse der Vorfahren hatte man der j Philanthropin zugewandt. Brautpaare, die sich I nicht vom Reformrabbiner trauen lassen wollten, > mußten in'S Ausland wandern. 25 Jahre sind seitdem verflossen und unter göttlichem Beistände ist eine große, herrliche Gemeinde, eine Mustergemeiude entstanden, deren Institutionen es dem gesetzestreuen Juden ermöglichen, dem Gesetze Gottes gemäß zu leben und seine Kin-