Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 16 (1875)
- Issue
- Heft 5 (3.2.1875)
- Date
- 1875-02-03
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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96 ^ine sehr schwache, so daß sich das Consistorium eranlaßt sah, die Beerdigungen gegen 12 Uhr Mittags vorzunehmen, um, wie gesagt, die Besucher der Caföhäuser in ihren Spielen u. dgl. nicht zu hindern. Für die Leser bemerke ich, daß der Franzose nach dem Mittagsmahle tagtäglich sein bestimmtes Cafb besucht und sich in dieser Gewohnheit durchaus nicht beirren läßt. Dürfte man aber in dem oben angedeuteten Falle, bei Bestattung eines Todten, keine Ausnahme machen? Von andern bei der Beerdigung vorkommenden Unzuträglichkeiten will ich ganz schweigen und hoffen, daß der Herr Rabbiner Bigard, der erst einige Monate der hiesigen Gemeinde vorsteht, mit ihnen, sowie mit vielen andern Mißbräuchen und Jnconvenienzen gänzlich aufräumt. Noch will ich bemerken, daß Fremde, welche eine Leiche hier der Erde übergeben wollen, den dazu nöthigen Raum sehr theuer bezahlen müssen, trotzdem die Gemeinde den Platz billig erworben hat, und daß die Bestattungskosten eine horrende Höhe erreichen. (Fortsetzung folgt.) A N ZEIG E N. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich Nicht zu übersehen! Die hiesige israel. Vorbeter- und Schächterstelle ist vacant und kann sogleich oder bis Ostern besetzt werden. Jahresgehalt baar aus der Cultuskasse 275 fl. Garantirte Casualien . . . 50 fl. Wohnhaus und Garten - Anschlagpreis 25 fl. 350 fl. Lusttragende wollen sich persönlich oder schriftlich an den Vorstand wenden. Herschberg bei Zweibrücken in der bayr. Pfalz. Der Vorstand: 150] S. Weis. CJ*;ür ein hübsches, junges und gebildetes Mäd- O chen aus hochfeiner, streng religiöser Famile, mit einem disponiblen Vermögen von 18,000 Mark, wird eine passende Partie gesucht. Es wird auf einen angestellten Rabbiner, Prediger oder gulsituirten Kaufmann orthodoxer Richtung besonders! reflectirt. Anträge mit Ausschließung von Verj Mittlern befördert die Exped. d. Bl. sud P. 202. i Diskretion Ehrensache. ^Offene Lehrlingstellen. Wir suchen für unser Tuch- und Manufacturwaarengeschaft zwei junge Leute (Israeliten) unter ganz annehmbaren Bedingungen zum alsbaldigen Eintritt. Max & Leopold Hamburger in Aschaffenburg. Die Anstellung eines Vorbeters und Religionslehrers für die israel. Cultusgemeinde Lambsheim, im Bezirksamte Frankenthal, wird unter Anberaumung eines Meldungstermins von 3 Wochen von heute an zur Bewerbung ausgeschrieben. Die Gehaltsbezüge bestehen: a. baar aus der israel. Cultuskasse 300 fl. b. für Beheizung.25 fl. c. die Schlächtergebühren und Casualien, welche sicher ertragen . . . 100 fl. zusammen 425 fl. Außerdem erhält der Anzustellende schöne geräumige Wohnung im Synagogen-Gebäude. Bewerber um diese Stelle wollen ihre Gesuche, mit Zeugnissen belegt, im angegebenen Termine persönlich bei dem Unterzeichneten einreichen. Lambsheim, den 19. Januar 1875. Der israel. Synagogen-Vorftand. 142] gez. H. Kahn. israel. Religionslehrer-Stelle zu Weiskirchen, Kreis Offenbach a. M., mit einem jährlichen Gehalte von 514 Mark 29 Pf. ist vacant und kann alsbald vergeben werden. Bewerber wollen sich mit ihren Zeugnissen an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Weiskirchen, am 27. Januar 1875. Der Vorstand: M. Meyer. 217] 213]