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Der Israelit · 1875-01-20 · Heft 3 (20.1.1875) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
16 (1875)
Issue
Heft 3 (20.1.1875)
Date
1875-01-20
Page
– (sequence 2)
Language
German
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42 einem unserer Brüder, dessen Herz ihn befähigt, an der Beförderung der genannten Zwecke theilzunehmen. Jedem Freund und Wohlthäter Israels sind jetzt verschiedene Gelegenheiten geboten, seine Liebe für Zion zu manifestiren, sei eS ducch Beförderung des Ackerbaues und von Handwerken, oder durch? Ermuthigung von commerciellen Unternehmungen. Nicht weit von Safed ist ein Dorf, Namens Pekee—in (Bokea), in welchem Juden seit mehreren Jahren Ackerbau treiben. Bei meinen frühern Besuchen des h. Landes habe ich selbst einige derselben gesehen; sie sind in dem von dem „Oornittse vk tbe kalestme Dxplvration-k'unä" (Quärtely Statement Oct. 1872 p. 181) veröffentlichten Bericht unter dem Namen Jew-felakteen erwähnt, und in Safed allein sind nicht weniger als 140 Personen, welche ernstlich um Beschäftigung in Ackerbau bitten. Land zum Ankauf wird gegenwärtig in jedem Theile Palästinas zu einem mäßigen Preis angeboten, und es würde leine Schwierigkeiten bieten, gegenwärtig sich so viel Land zu sichern, als für dieses Unternehmen nöthig ist. Wir haben in den vier h. Städten Handwerker verschiedener Art; was sie gebrauchen, ist, eigne Handwerkszeuge, eine gute materielle Unterstützung, um ihre Arbeitgeber zu befriedigen und ihren eignen Verdienst zu sichern, und passende Wohnhäuser, deren der größte Theil der Bevölkerung des h. Landes sehr nöthig hat. In jeder der vier h. Städte sind Männer von großer Geschicklichkeit in commerciellen Unternehmungen , die den Consuln als unbescholten bekannt sind; ein Vorschuß einer mäßigen Summe würde sie in den Stand setzen, sich und ihre Genossen in leichter Weise zu erhalten. In nicht langer Zeit wird eine Staatsstraße, wenn nicht eine Eisenbahn Palästina mit Syrien, Egypten und anderen angrenzenden Provinzen verbinden, und, nach den Worten des Propheten „werden sich die wüsten Städte mit Schaaren von Menschen fällen, wie zu den hohen Festtagen Jerusalem voll von Schafen war." niznnn D’-iyn nj«nn p nHjnoa DPtffn’ jmsd .'n ’j« 'D ij/ti Di« ja«! Ich gebe mich der freudigen Hoffnung hin, daß Sie diese günstigen Gelegenheiten nicht unbenutzt vorübergehen lassen werden. Möge Jeder von uns einen kleinen Theil von den Segnungen, welche Gott so reichlich über viele unserer Häuser auSgeschüttet, zur Besserstellung der Lage Israels hergeben. Mögen jene, die durch ihr Wort und ihren Rath die Kraft haben, Andere zu veranlaffen, daß sie an dem großen und heiligen Werke Theil nehmen, eifrig und kräftig die Sache Jerusalems befördern. Zeigen wir uns Alle kräftig in der unaufhaltsamen Thätigkeit für unsere Brüder und für die Städte unseres Gottes, und der Herr wird thun, was ihm gut scheint, nry 'm uppN ny nyai im« lys ptro prn .''3'p2 2'1371 Mit den besten Wünschen für Ihre und Ihrer Familie Wohlfahrt und mit den ernsten Gebeten für die baldige Herstellung von Zions Ruhm, bin ich, geehrter Herr, Ihr aufrichtiger Moses Montefiore. Aus der großen Reihe von Antworten in obengenanntem Buche, welches Sir Moses Montefiore uns mitgesandt, ist fast durchgängig der dringende Wunsch der jüdischen Bevölkerung Palästinas nach Arbeit in Ackerbau, durch Handwerke und Handel zu erkennen; in einer wird der Betrieb von Ackerbau wegen der im Lande noch herrschenden Unsicherheit, in einer andern aus religiösen Bedenken für noch nicht zeitgemäß erklärt. Zeitungsnachrichten & Correspoudenzen. Deutschland. Mainz, 14. Januar. Wir haben vor einiger Zeit «nserm liefinnigen Schmerz über die zahlreichen Judentaufen, welche den Veröffentlichungen des preußischen Consistoriums zufolge in den altpreußischen Provinzen im Jahre 1873 stattgefunden haben sollen, Ausdruck gegeben. Die politischen Tagesblätter veröffentlichten einen Auszug aus jenem Artikel, der nur die nackten Zahlen enthielt und in Folge dessen einen ganz eigentümlichen Eindruck machte. Die liebenswürdige all— gemeine Zeitung des — Herrn Philippson läßt sich nun die Gelegenheit nicht entgehen, uns darob mit den ordinärsten Schimpfereien zu überhäufen. Freilich, diese traurigen Erscheinungen, für welche im letzten Grunde die Herren Holdheim, Geiger, Philippson und ihre zahlreichen Genossen die Verantwortlichkeit tragen, müssen allerdings den großen Reformator Ph. schwer treffen und ist es am Ende erklärlich, daß er sich eine wenn auch nur geringe Erleichterung durch das Schimpfen auf die jüdische Orthodoxie zu verschaffen sucht. Von solchen wahnsinnigen Schimpfereien wimmelt wieder einmal die jüngste Nummer der Philippson'schen Zeitung. Lassen wir dem unglücklichen Manne,

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