Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 13 (1872)
- Issue
- Heft 49 (4.12.1872)
- Date
- 1872-12-04
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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1027 daß sie, ähnlich wie in Rumänien, einen Juden als Consul dorthin schicke, der dann am Geeignetsten wäre, nach entsprechender Zeit ein richtiges Ilrtheil abzugeben. A m t r t f a. Baltimore, 12. Nov. Wenn ich je mit Vergnügen die Feder zu einem Berichte ansetzte, so ist es in diesem Augenblicke, da ich Ihnen und den geschätzten Lesern Ihres Blattes einen schönen Act von Menschenliebe und echt israelitischer Wohlthätigkeit mitzutheilen habe. Herr William S. R ayner, einer der gebildetsten und reichsten hiesigen Israeliten, hat nämlich ein prachtvolles, in einer gesunden und romantischen Lage stehendes Gebäude zu einem israelitischen Waisenhause geschenkt. Das palastähnliche Haus liegt in einer geringen Entfernung von der Stadt, ist durch eine Pferdeeisenbahn leicht zugänglich und besitzt alle Erfordernisse, die es zu einem Waisenhause geeignet machen. Ein großer Garten und ein Spielplatz umgeben das Gebäude, und der hochherzige Geber hat mit bedeutendem Kostenaufwande dasselbe höchst dauerhaft und geschmackvoll renoviren lassen. Allgemein mird der Werth des Geschenkes auf 30— 40,000 Dollar angeschlagen. Da bereits ein Fond von 18,000 Dollar vorhanden ist, der durch hochherzige Gaben der hiesigen Israeliten in den letzten Monaten angewachsen ist, so ist zu hoffen, daß mit dem nächsten Frühjahre das Waisenhaus eröffnet werden wird. Niemand hätte geglaubt, daß dieses Institut so bald einen gesicherten Bestand erhalten würde; und Herrn Rahner gebührt in hohem Grade die Anerkennung und der Dank aller Menschenfreunde. Auch Madame Rayner, der edlen Wohlthäterin vieler Armen, muß ein Theil des Verdienstes ihres Gemahls zugeschrieben werden. Baltimore besitzt nun zwei großartige Wohlthätigkeitsanstalten, nämlich das israelitische Hospital im äußersten Osten und das Waisenhaus im äußersten Westen der Stadt. Von beiden aus werden nun bald nicht nur Lobpreisungen des Höchsten ertönen, sonderu auch Segenswünsche für die edlen Stifter. Und da Wohlthätigkeit Gottesdienst ist, so können auf die hiesige Stadt mit Recht die Worte des Psalmisten angewendet werden: oter ^no lsne i'j mß: (Jew. Tim). ANZEIGEN. Buchtstrassc 02 (früher in Kiel) hält einem geehrten reisenden Publikum sein neu eingerichtetes Hotel und 1EQ KeZtoumtiou bestens empfohlen. rCin junger Mann (Jsr.), der die Eisenbranche erlernt hat, sucht als angehender Commis Stelle, gleichviel, welcher Branche. Offerten unter D 2505 an die Exped. d. Blattes. Unterzeichnete empfiehlt sich in ech ten Goldstickereien, als: TO'nS und ^n^-Mäntelchen u. f. w. Frau Rosa Kahn in Bingen am Rhein. ein lediger vnw mit bewährten Zeugnissen. Näheres bei A. Braunschweig, Bad Homburg. Arieskasten der Ftedaction. Herrn A. S—z in Niederst : Richtig erhalten; wird demnächst veröffentlicht.