Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 13 (1872)
- Issue
- Heft 48 (27.11.1872)
- Date
- 1872-11-27
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Der Israelit. E in Hentrat - Hrgan für das ortßodore Iudenlhum. HerauSgegebev von Vr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 2 7. November 5633 (187 2). Diese Leitung «scheint wöchentlich einm«l, Mittwoch», in mindesten» 2 Bogen. Preis de» Jahrgang» 3 Thlr. pr. L. »v« fi. 5. IS kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postamt« nehmen BesteSungm au. Inserate 2 Sgr. die Petitzrile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cour». Direkte Francozusendung unter Streifband pr. Jahrgang 4 Thlr. pr. C. vdn 6 fl. öfter,, an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Lritrnde Artikel: Tie Reform des Gottesdienstes in München. — Leitangsnachrichten und Corresponderizen: Deutschland: Darmstadt. Darmstadt. AuS Württemberg. Stuttgart. Ulm. Berlin. Dresden. Straßburg. Metz. — Oesterr.-Ungar. Monarchie: Wien.— Rumänien: Jassy. - Belgien : Brussel. — Algier: Konstantine. — HeutlketvNt Da» restameM».^» Anhalt der ersten ASettage: ' Leitender Artikel: Religiöse Belehrung im jüd. Familienkreise, gettungsnachrrchten undEorrespondenzen:Deutschland: Darmpadt. — Rußland. — Feuilleton: Die Makkabäer, ihre Kumpfe und ihre Famikiengrust. Anyatt der zweiten Aeilage: Leilunasnachrichten und Eorrespondenzen: Deutschland: Aus Mainz. Darmsladt. Breiten. Berlin. Mecklenburg-Schwerin.- — Oesterr.-Ung. Monarchie: Brünn.— Frankreich: Paris. — Amerika: R-w-Bork.— Egypten: Cairo. Leitender Artikel. Die Reform des Gottesdienstes in München. Mainz. 17. Nov. II. Wir haben in voriger Nummer ein wenig die geistige und wissenschaftliche Capacität der Männer beleuchtet, welche sich erkühnen, das Judenthum zu resormiren — Männer, die so wenig Hebräisch verstehen, daß sie zusammengeleimten llufinn sich erst aus Hannover verschreiben müssen, Männer, die auf einer so niedrigen Stufe allgemeiner Bildung stehen, datz sie deutsche Gebete acceptiren, die von Trivialitäten, Geschmacklosigkeiten, grammatischen Fehlern und blühendem Unsinn winnneln. Wir wollen nunmehr dazu schreiten, die Resounen selbst ein wenig zu beleuchten. An der Spitze derselben steht — die Einführung der Orgel. Wir haben in diesen Blättern bereits so oft und ausführlich über dieses Thema gesprochen , datz wir uns hier kurz fassen dürfen. Die Einführung der Orgel in die Synagoge ist aus folgenden Gründen verboten-. 1) ist an Sabbat- und Feiertagen jede Jnstrumeutalmusik untersagt (Erubim f. 104, Orach Chajim C. 338). Wie strenge suchten doch unsere Weisest jegliche Entweihung des Sabbats zu verhüten, so daß sie das Schofarblasen am Sabbat untersagten, wenn das Neujahrsfest auf einen solchen fällt! (Vergleiche die Commentatoren zu Orach Chajim C. 588, ß. 5.) ‘ 2) ist es unjüdisch, das Gebet mit Instrumentalmusik zu begleiten. Im heiligen Tempel, für den übrigens ganz andere Normen als für unsere Synagogen statthatten, ward am Hüttenseste die eigentliche Instrumentalmusik nur an denHalbseiertagen executitt. (Vergleiche Suka f. 50, Maimonides Hilch. Lul. C.8, 8. 13.) 3) ist die Einführung der Orgel in die Synagoge auf's Strengste verboten, weil diese Einführung eine Nachahmung nichtjüdischen Gottesdienstes ist »un npin. (Joreh Deah C. 178, §. 1, Amn. des Rema das. T*jn p"s {"t) Nach Aben Esra steht dies sogar ausdrücklich in der Thora, V. B. M. C. 12, V. 30 und 311 „Hüte dich ... zu sprechen: wie diese Völker ihren Göttern dienen, so will auch ich also thun: du sollst nicht also thun dem Ewigen, deinem Gotte." Hiezu bemerkt Aben Esra: cicr, rmajp .»jn d: p nitryeti p r.ffyn rrp ntpyn o 3ic-nm, d. h. wenn du den