Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 13 (1872)
- Issue
- Heft 47 (20.11.1872)
- Date
- 1872-11-20
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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979 Nekrolog. | Wenn ein Frommer stirbt, sagen die Weisen, soll man trauern. Einen der edelsten, besten, frömmsten Männer, an dem Gott und die Welt sich erfreuten, haben wir heute am 13. Marcheschwan zur letzten Ruhestätte geleitet, v'pbdr?r»w npb ’D 'ttn '28 -u pjirp *an Nathan Flörsheim aus Heddernheim ist nicht mehr, der liebe Gott nahm ihn zu sich. Dieser Mann war ein 'n nji btt lim »<->' tsr» mbv f)iiii OivV anw, sein Losungswort war stets rua 'h onowa »nno». Fünf Monate konnte er das Bett nicht verlassen, indem er an Alterschwäche darniederlag. Doch raffte er sich mit aller Gewalt am "noa O" auf, ging in's wa ncuan, wo er noch den ganzen Tag daselbst verweilte und fastend noch sämmtliche n?ru ruiaa rv.rrto vortrug. Durch 25 Jahre gab er in unserer nwan rva nHanin vn/pt p'i *u Weit und breit bemächtigte sich Trauer und Bestürzung Aller, die ihn gekannt haben. Trotz des schlechten Wetters versammelte sich heute eine große Menschenmenge bei seinem Begräbniß, darunter die achtbarsten Männer Frankfurts, und noch unzählige Christen begleiteten den Leichenzug bis zum Friedhofe, wo dieselben trotz anhaltender Regengüsse verweilten bis zur Beendigung der Grabrede. Möge Nathan Flörsheim in Frieden ruhen, und sein Beispiel möge fortwirken in unserer Gemeinde. iY'a'Wn. BV Bekanntmachung. Der Verein für Beschaffung von ritueller Kost für die jüd. Soldaten des Großh. Hessen hat in seiner jüngsten Comitv - Sitzung, um dem Vereine seinen Bestand zu sichern und ihn vor Mißbrauch zu schützen, den Beschluß gefaßt: „daß von nun an nur Söhne der Mitglieder unterstützt werden; diejenigen aber, die dem Vereine innerhalb 4 Wochen nicht beitreten, der Nachtheil trifft, erst nach dreijähriger Mitgliedschaft das Vereinsbeneficium beanspruchen zu können. Unser Rendant, Herr L. Haas, nimmt Beittittserklärungen und Gelder in Empsang, weitere Auskunft ertheilt der Vorsitzende Dr. Marx. Darmstadt, 12. November 1872. in Engros- und Fabrikgeschäft am Niederrhein sucht einen Volontair resp. einen angehenden Commis. Franko-Offerten unter 0. 2416 besorgt die Expedition dieses Blattes. Vacante Lehrerstelle. Die hiesige Elementar- und Religionslehrer-, sowie Vorsänger- und Schächterftelle ist zu besetzen. Fixer Gehalt Thlr. 200. Nebeneinkommen ca. Thlr. 50. Bewerber wollen sich gefälligst-melden beim Vorstand M. Wallach» Zwesten (Reg.-Bez. Cassel), im Lctober 1872. 'TNie vacant gewordene Rabbinerstelle hiesiger Gemeinde '■w soll wieder besetzt werden, und ist dafür ein jährliches fixes Gehalt von 1000 Thlr. außer den gewöhnlichen Neben-Emolumenten bestimmt worden. Bewerber, die ihre Befähigung im talmudischen und rituellen Fache durch Zeugnisse von großen Autoritäten, sowie ihre akademische Ausbildung nachzuweisen im Stande find, wollen die betreffenden Zeugnisse dem Unterzeichneten Vorstande einfenden, und convenirenden Falls die Einladung zur persönlichen Vorstellung Behufs Vernehmung des rhetorischen Talents derselben gewärtigen. Jnowraclaw, 14. November 1872. Der Vorstand hiesiger Synagogen-Gemeinde: Raphael Schlesinger. Jüdisches Pensionat In Berlin. Gestützt auf die wärmsten Empfchlungen der größten Rabbiner aus Konin, Lodz, Thorn, Herrn Rabb. vr. Hildesheimer in Berlin wie Herrn Dr. Poplauer, Berlin, empfehle ich dem geehtten Publikum mein streng religiöses Pensionat. Außer allen hebräischen Objecten wird auch die Nachhilfe in den übrigen Schulwiffenschasten gegeben. M. Elias Hirsch, Bischofsstt. 17. Unterzeichnete sucht sofort eine tüchtige, religiöse ti Köchin (israelit. Confession) gegen hohen Lohn und ausgezeichnete Behandlung. Th. Hopfens, israelit. Restauration, München. ei I. Bödeker in Iserlohn ist soeben erschienen: „Was wir im neuen Jahre wünschen und vom Herrn erflehen sollen?" Rede, gehalten am Neujahrsfeste 5633 von Ohlenburg, Pred. der Synagoge-Gemeinde Iserlohn. Preis 6Sgr. (Separat-Abdruck, Theile I.—III. enthaltend, 4 Sgr) Die Predigt kann auch gegen 6 resp. 4 Sgr. in Briefmarken vom Verfasser franco bezogen werden.