Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 13 (1872)
- Issue
- Heft 44 (30.10.1872)
- Date
- 1872-10-30
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Xm Jahrgang. WjssknschaMcheGeilageMtlr.44des Israelit. Literarischer Bericht. d n *? x a x n a, der Brief von Rabenu Me'ir halevi Sohn des Rabenu Todros hat. ausTolitohah (Toledo), bekannt unter dem Namen Abualavia, an die Rabbinen in Frankreich. Herausgegeben von Jechiel Bril, Paris 5631 (z. Z. Redacteur des jua7 in Mainz). Mit der Herausgabe dieses in jeder Beziehung wichtigen Werkes hat der bekannte Kenner der hebräischen Literatur und Sprache der jüdischen Wissenschaft Bedeutendes geleistet, wobei noch die wichtigen historischen und literarischen Noten des Herausgebers dessen Verdienst erhöhen. Die bekannte Opposition gegen die Worte des ca "eh ist in diesem Briefe deutlich dargestellt. Zuerst schreibt Rabenn Me'ir den Rabbinen in Frankreich seine ganze Correspondenz mit den ’can. Hierin greift er mehrere in halachischer Beziehung wichtige Stellen von nprm -p an. Unter Anderem tritt er rV's naupn 'n D2"En entgegen, der das jenseitige Leben als ein reines Seelenleben ohne körperliche Bedürfnisse und Genüsse bezeichnet, wozu die Talmudstelle Berachoth *6' r6’ax xp g px an"yn einen genügenden Beweis liefert. Die Rabbinen in Lunel baten nämlich den La"rn um Auskunft über einige schwierige halachische Partien. Nun widerlegt R. Meir die Antworten des du" ei und fügt noch mehrere ihm in nptnn t auffallende Schwierigkeiten hinzu. So z. B. in Betreff des Kalenderwesens am n’jjptp und Hungersnothjahr, der ruiiz.-, des jode ipr, der rv?'D Dirjmjx rc. Darauf antworten ihnl nun die Rabbinen in Lunel, deren Wortführer Rabenu Ahron bar R. Meschulom ist. Diese geißeln ihn in scharfen Ausdrücken ob seiner Selbstüberhebung und Selbstüberschätzung. Sie halten es für eine nicht zu verantwortende Sünde gegen. G3"En, den sie Rabina und R. Aschai gleichstellen, aufzutreten und rächen ihm, fernerhin oor solchem Wagniß und solcher Kühnheit sich zu hüten. Dabei widerlegen sie in einem zweiten Briefe seine Einwendungen gegen die Entscheidungen des 02 Interessant ist in dem ersten Briefe S. 36 die Partie, wo sie die Ansicht desv2"En in Bezug auf das reinste Seelenleben als auf 27-."-p o^nnn ~nx sich beziehend erklären, wobei dieselben den Satz aufstellen/daß die agadischeu Erklärungen im Talmud nicht auf gewöhnliche Wsise aufgefaßt werden dürfen. Rabenu Me'ir begnügte sich jedoch nicht mit der Antwort aus Lunel; er bringt wiederholt Beweise für seine Ansichten und halachischen Entscheidungen gegen cg "eh und will besonders den Grundsatz, daß die Agadah nicht int gewöhnlichen Sinne verstanden werden kann, nicht acceptiren, wobei er Rabenu Sadjah Gaon in ni’TSxn 122 als Gewährsmann citirt (S. 57). Wir machen hier auf die Worte des Herausgebers S. 61 besonders aufmerksam, wo derselbe die Talmudftelle Sanhedrin 90 x:y-p 7xgej pi rix xeeei enDBiki Pxb^ *o uw herrlich erklärt. Sehr amüsant ist (S. 91—102) die Art und Weise, wie R. Me'ir den R. Ahron auf die grammatikalischen Fehler in dessen Briefen aufmerksam macht und sie corrigirt. Die Rabbiner: in Frankreich, deren Haupt Rabenu Schamschon den Abraham ist, beantworten nun das Schreiben in einer den R. Me'ir recht befriedigenden Weise. R. Schamschon gibt dem R. Meir Recht' gegen D2"a-i, er stimmt demselben fast in allen Angriffspunkten gegen Maimonides bei. In dem zweiten Brief des R. Schamschon verwirft er auch consequenter Weise den Grundsatz des R. Ahron aus Lunel, daß die Agadah nicht im gewöhnlichen Sinne aufgefaßt werden darf, wozu derselbe sehr viele Beweise bringt. Richtig scheinen uns zwei Noten des Herausgebers (S. 136), die die Erklärungen zweier Talmudstellen geben. R. Sch. beweist aus Tal. Baba bathrah 75, Synhedrin 10o, wo die Geschichte erzählt wird; ein Schüler des Rabbi Jochanan hatte gespottet über dessen Erklärung des Verses Jesaias 54 mpx ’32xt> “jnyctn, daß Gott in Zukunft aus Edelsteinen und Perlen von 30 Kubik (wahrscheinlich das talmudische Maß v'iisv gemeint d) die Mauern Jerusalems aufbauen wird je., daß die Stellen der Agadah im wörtlichen Sinne genommen werden müssen, indem er fragt, warum der Schüler gespottet habe; wenn es wahr ist, daß die Agadah sehr oft nur X2M ist, kann doch R. Jochanan ebenfalls nur xom gesagt haben. Der Herausgeber meint jedoch, daß hier von xvm gar nicht die Rede sein konnte, denn R. Jochanan bewies seine Erklärung aus der Ausdrucksweise des Verses. Es heißt hier 'Z2X7 mpx, wo man ’jaxo erwartet. Das 7 soll nun die 30 Kubik andeuteu. Da kann doch Niemand an asm denken. Ferner die Stelle Chulin 90 (ibiä). Rabbi Simon b. Nachmeni sagt, daß an drei Stellen unsere Weisen 'xe7, sprechen. R. Schamschon fragt nun, wenn unsere Weisen auch anderswo ihre Worte nicht im wörtlichen Sinne aufgefaßt wissen wollten, nach der Ansicht des R. Ahron aus Lunel, so gibt es doch noch