Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 13 (1872)
- Issue
- Heft 38 (18.9.1872)
- Date
- 1872-09-18
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Der Israelit G in Kentrat - Grgan für das orthodore Iudenthum. Hnau»gegeben von Br. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 18 S e p t e m d e r 5 6 3 2 (1 8 7 2). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwoch», in mindesten» 2 Logen. Preis de» Jahrgang» 3 Thlr. pr. E. oder st. v. IS kr. rh. Man abvnnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oestcrreichifche Banknoten laut Cour». Directc Francozusendung unter Streifband pr. Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. au die Expedition franco einzusenden. Da mit dem k. Oetob r eiu neue» Quartal beginnt, io erlauben wir uns, die geehrte» «bvuneuten daraus aufmerksam zu mache», daß namentlich bei der Post da» Lbouacment frühzeitig erneuert werden muh» damit di« Versendung keine Unterbrechung erleide. 3 irlr<r I t. Jettende Artikel: Die Versuchung. — Religiöse Belehrung im jüd. Familienkreise. — Zeitungsnachrichten und Evrrespondenzen: Deutschland: Ridda. Memel. Müblhausen. — Rumänien: Bukarest. — — Fra nkre ich: Paris. — Palästina: Jerusalem. — Amerika: Cincinnati. — Afrika: Bone. — U.müeton: Der Fürst von Coucy. Anhatt der Meitage: Zeitungsnachrichten und Corretvvnden;en: Deutschland: Aus der bayrischen Pfalz. Leipzig. — Oesterr.-Ungar. Monarchie: Wien. - Amerika: New-Bork. — Feuilleton: Jerusalem. snkatt der pädagogische« Aeikage: Der praktische Schulmann. — Pädagogische Zeitungsliteratur. — Reneenflon. — Notiz. — Leitender Artikel. Pie Nkrsllchuog. (Zum Neujahrsfeste.) I. Mainz, 10. September. Das Neujahrsfest, der hohe und furchtbare Tag des Gerichts, naht heran, und uns rür den Tag des Herr» vorbereitend, ertönt tagtäglich der Cchofarton, uns gleichjam zurufend: Erwache, warum schläfst Du? Der Gchefarselbst^ tnrnurt uns an die große und schreckliche Versuchung, in welche Gott den Abraham i führte, da er ihm gebot, seinen Sohn Jizchak zum Opfer; zu bringen. pns’ Psr iKx dd's "iirrw VN pp •jst crypn: „Und ihr sollt vor mir blasen mit einem Widderhorn, so werde ich euch gedenken des anstatt Jizchaks dargebrachten Widders." Auch wir wollen uns vorbereiten für den Tag des Gerichts, indem wir jener Versuchung uns erinnern, die Abraham so heldenmüthig überwunden hat, und indem wir uns vergegenwärtigen, wie und in welcher Weife die Versuchung auch an uns herantritt und wie wir dieselbe überwinden können. orrcx nx hdj cv'n.ii n\vn n’-a-r: "NX w: „Es war nach diesen Begebenheiten, da versuchte Gott den Abraham." Die erste Frage, die sich uns beim Lesen dieser biblischen Erzählung ansdrängt, ist wohl die: Warum hat Gott unfern Vater Abraham in Versuchung geführt?! Ist doch der Mensch, s.lbst der weiseste, beste, edelste,! gar schwach und hat doch Abraham selbst es ausge-! sprechen, daß er nur Staub und Aiche sei! “^y Warum also hat Gott ihm so Schweres ausgej legt, zum Opfer dazubringen den einzigen, geliebten i Sohn, an dess n Leben nnd Gedeihen sich für Abraham j die wundervollsten Verheißungen knüpften? Und wenn! nun Abraham diese Verittchung nicht überwunden hätte, E wie ja später ein nicht minder großer, edler, tugeud-