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Der Israelit · 1872-09-04 · Heft 36 (4.9.1872) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
13 (1872)
Issue
Heft 36 (4.9.1872)
Date
1872-09-04
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XIII. Jahrga»-. ,¥ »«. Der Israelit. E in Hentrat-Hrgan für das orthodoxe Iudenthum. Her»usgegeben von Dr. Lehmann in Main z. Mittwoch den 4 September 5632 (187 2). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Dogen. Preis dcS Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. oder fl. 5. 15 kr. rh. Man adonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Befteklungen an. Inserate 2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours« Direkte Francozusendung unter Streifband pr. Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitender Artikel: Einige Worte über die Erziehung der weiblichen Jugend und das Familienleben. Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Berlin Fulda. — Holland: Amsterdam. — Oesterr.- Unqar. Monarchie: Agram — Serbien: Belgrad. — Rumänien: Piatra. — .Frankreich: Paris. — Rußland : Wilna. — Schweden: Stockholm. — F.Uilleton: Der Fürst von Couch. Anhalt ersten der Meltaue: Aeitangsnachrichtcn und Korrespondenzen: Deutschland: Berlin. Berlin. Hannover. Straßburg. — Oesterr.-Ungar. Monarchie: Wien. Wien. Prag. — Rumänien: Bukarest. — Frankreich: Paris.— En gland: London. London. — Asien: Ans Jemen. — Feuilleton: Die-Neßiim von Narbvnne im Mittelalter. — Anhalt der zweiten ZSeilage r Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: König im O Aus Bayern. Oest.-Ung. Monarchie: Wien. Wien. Aus Tischnowih. — Rumänien: Bukarest. Leitender Artikel. Eisige Worte über die Eyiehsag der wribiiche» Äugend «ud das /awilieulebe». Die Absicht dieser Zeilen ist durchaus nicht, die hnrtzutstgq so beliebte Frage über Frauenemancipation einer UÄersuchung zu unterwerfen; denn über diese haben wir vom biblischen Standpunkt aus ein endgiltiges Urtheil. Die Bibel spricht sich gegen die Emancipalion der Frauen aus; sie rälinrt dem Weibe zwar eine ehrbare Stellung im socialen Leben ein, stellt es jedoch nicht aus die Stufe des Mannes mit Zeinen Pflichten und Rechten. Die Pnucipien Lee Sittlichkeit, die im Judeuthume immer die leitende Ursache der reliaiösen Schranken sind, vertragen sich nicht mit dem steten Ringkampie im praktischen Leben zwischen Mann und Frau. Das gemeinsame Streben nach einem urtd demselben Ziele, dasselbe Ringen und Kämpfen von beiden Seiten, würde alle Schranken niederreißen, welche das göttliche Gesetz zur Erlangung der höchsten sittlichen Vollkommenheit nothwendig befunden. Gleiche Rechte mit gleichen Pflichten für beide Geschlechter wäre daher eine Unmöglichkeit. Wir wollen uns jedoch bei Erörterung dieser Frage, die wir durch die Bibel als schon entschieden hingestellt haben, nicht länger aushalten. Die Frage über die Erziehung der weiblichen Jugend, über die Pflichten der jüdischen Frau im socialen Leben, in der Familie sowohl, als auch außerhalb derselben, scheint uns viel wichtiger und für das jüdische Leben von mehr Interesse zu sein. Die Erziehung muß hier wie immer besonders in's Auge gefaßt werden. Gleiche Vorsorge für geistige Entwickelung und sittliche Vervollkommnung muß bei Mädchen, wie bei Knaben getroffen werden. Es ist daher eine unabweic' Nothwendigkeit. daß dem Mädchen schon in ft. h 'uzend das Verständniß des Judenthums un |ci:u göttlichen Gesetze bcigcbracht werde. Gerade ir %'färit, in welcher die Einflüsse von Außen, I' . ereill'smus und Jrreligiösität, den jugendlichen Geist ^eirrc^, müssen besonders die ewigen Wahr-

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