Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 13 (1872)
- Issue
- Heft 35 (28.8.1872)
- Date
- 1872-08-28
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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751 chenbegängniß aus sanitätlichen Gründen -am Sabbat statt. 'Ob man nicht noch drei Stunden hätte warten können? In keinem Falle hätte der Rabbiner am Grabe sprechen, hätten zwei Israeliten die Leiche in die Gruft senken dürfen! — Red.) Aerzen (Provinz Hannover), 19. August. Der jüdischen Gemeinde Aerzen, Prov. Hannover, fehlt es an den einer i-arael. Gemeinde so nöthigen Institutionen einer Tvpv und an einem geeigneten Schullokale. Durch die wahrhafte Frömmigkeit des Vorstehers Moses Frankenberg, der schon länger als ein Vierteljahr- Hundert Vorstand der kleinen Gemeinde ist, wird dem Nothstande abgeholfen. Es läßt dieser Herr nämlich ein Gebäude aufführen, in welchem das Fehlende eingerichtet wird, und soll das Ganze komnlenden Herbst der Gemeinde zur Benutzung übertragen werden. - Gott lohne dem edlen Wohlthäter seine Gntthal, die nicht die einzige ist, welche er seinen Mttbrüderu erzeigt. und vergelte ihm den frommen Sinn, der Sorge trägt, daß nicht nur er und sein Haus, sondern auch seine Gemeinde Gott dienen können, cm -L> nin möge ihm und seiner tugendhaften Gattin zu Gute kommen. n"i. Oeste r r. - U n g a r. BL o n a r ch i e. Lrnz. Vor nicht ganz drei Decennien war es dem Inden kaum erlaubt. jü) länger als 24 Stunden in Linz aufzuyatten, und heute bereits wird von beiläufig achtzig Familien in Linz ansässiger Inden eine respectable Cnltusgemeinde gebildet, und der Bau eines Tempels unternommen. Es wurde zu diesem Behuse bereits ein Grundstück augekauft, und soll mit den» Bane begonnen werden, sobald die erforderlichen Mittel beisammen sind. Türkei. Konstantinopel. Das türkische Journal „Zebra" schreibt: Jüngst wurde unter den Mitgliedern der jüd. Gemeinde in Vilayct eine Subscription zur Errichtung > eines neuen jüdischen Schulgebäudes eröffnet. Für einen! Theil der eingegangenen Sunune wurden mehrere kleine! Häuser gekauft und niedergerissen, um auf diesem Platze ein neues Gebäude aufzurübreu. Das Eigenthumsrecht dieser Häuser wurde ciuf den Namen des Israeliten Fano-Effendi, Sekretärs der jiidischen Gemeinde eingetragen. Als man diese Häuser, deren Kaufpreis im Ganzen 1500 Piaster ausmachte, niedcrriß, fand man eine mit Eisen beschlagene Kiste, welche eine große Summe alter türkischer Münzen, in Konstantinopel und Cairo geprägt, im Werthe von 200.000 Piaster enthielt. Die Summe wurde sofort der Regierung übergeben. Der „Divane Temyez" in Vilayet, vor den die Sache zur Aburthcilung gelangte, bestimmte, daß nach dem bisherigen Gebrauch, der Schatz Demjenigen gehöre, der zur Zeit der Entdeckung desselben, Besitzer des Hauses gewesen ist, und das Geld wurde auch Herrn Fano- Essendi übergeben. Dieser verthcilte die Summe folgendermaßen : Ein Drittel erhielt die Kunstschule zu Bagdad, ein Drittel die jüdische Schule zu Vilayet und den Rest die früheren Besitzer der abgerissenen Häuser. A u st r a l i e n. Neu-Seeland. Herr P. A. Philipps wurde auch in diesem Jahre zum Mayor von Auckland erwählt. Er wurde auch zum Magistrats-Präsidenten ernannt, mit welchem Posten noch die Stelle eines Friedensrichters verbunden ist. Herr Philipps ist der erste Jude in den Australischen Colonien, dem solche Posten anvertraut worden sind. Zur Errichtung einer neuen Synagoge wurde eine Sammlung veranstaltet, bei der 12000 fl. erzielt wurde. Schon vor mehreren Jahren hatte Herr Philipps von der Regierung einen großen passenden Bauplatz für die neue Synagoge zum Geschenk erhalten. Von der Victoria-Colouie ging für die Hungernden in Persien über 10,000 sl. ein. (Jew. Ehr.) ANZEIGEN. Unterzeichneter nimmt bei dem heranrückenden WinterfCiit junges Mädchen, welches einen kleinen Haushalt Semester jüd. Schüler in Kost und Logis aus. dieselbstständig zu führen versteht, und streng religiös fleckauten wollen sich gefälligst baldigst meiden Bamberg. A DamrheLmer. kocht, wird zum baldigen Antritt zu engagiren gesucht. Gefäll. Offerten J. C. poste restante Gera erbeten.