Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1872-08-21 · Heft 34 (21.8.1872) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
13 (1872)
Issue
Heft 34 (21.8.1872)
Date
1872-08-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2446951-2447551-2447585--10779-2466534
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

XIH. Jahrgang. M «L. Der Israelit. Gin Kenlrat - Hrgan für das orthodore Iudenthum. Herausgegeben von Vr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 21. August 5632 (1872). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. E. oder fl. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Directe Francozusendung unter Streifband pr. Jahrgang 4 Thlr. pr. <£, oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitender Artikel: Die gegen die Wiener Reformbeschlüffe gerichteten rabbinischen Gutachten. ZeiLungsnachrichten und Correspondenzen:Deutschland: Au8 Bayern. Stuttgart. Rieneck. Berlin. Berlin. Posen. BreSlau. Altona. Altona. Altona. Oppeln. Gebweiler. AuS Elsaß-Lothringen. — Oesterr.-Ungar. Monarchie: Wien.Wien.ProSniß. — Holland: Amsterdam. — Amerika: Baltimore. — Rumänien: Bukarest. — Feuilleton: Der Fürst von Coucy. Eingesandt: Anstatt der Netrage: ZeitungnacHrtkSten und Correfpondenzen: Deutschland: Babenhausen Straßburg. — Oesterr.-Ungar. Monarchie: Wien. Wien. — Rumänien: Bukarest.— Frankreich: Paris. — Amerika: New-Nork. New-Nork. New- Nork. Washington. — Straßburg. — Anstatt der pädagogische« Freitage: Der Schulbesuch am Samstag von Seiten jüdischer Schüler. — Die Judenmission in der Volksschule. Pädagogische Aphorismen. — Recensionen. — Leitender Artikel. Dir gegen die Wiener Nesormbeschlnsse gerichtete» rabbinischen Gutachten. Wir haben bereits vor einiger Zeit der Gutachten erwähnt, welche 400 Rabbinen aus Deutschland, Oesterreich, Rußland und Ungarn in Bezug auf die Wiener Reform abgegeben haben und welche darin gipfeln, daß, da diese Reformen die Gebete um die Sendung des persönlichen Messias, um die Wiedervereinigung des jüdischen Volkes in: heiligen Lande und um die Wiederherstellung des in der Thora gebotenen Opfercultus aus dem öffentlichen Gottesdienste entfernt, der gesetzestreue Jude in einem solchen Gemeindeverbande nicht bleiben kann und darf und daß daher jede Steuerleistung an eine Religionsgemeinde, deren Vertreter solche, die göttlichen Verheißungen verleugnende Beschlüße gefaßt und deren Institutionen nicht auf der Basis des im Schulchan Aruch codificirten Religionsgesetzes stehen, verboten ist. Herr Rabbiner Salomon Spitzer '"j in Wien, der diese Gutachten veranlaßt, gesammelt und durch den Druck veröffentlicht hat, verwahrt sich in der denselben beigegebenen Vorrede dagegen, daß etwa diese Gutachten dazu dienen sollen, um in Bezug auf eine Meinungsdivergenz Klärung zu bringen. Es kann nämlich in Bezug auf die Wiener Reformbeschlüffe eine Meinungsverschiedenheit überhaupt nicht stattfinden. Selbst diejenigen, die sie gefaßt und theilweise allsgeführt haben, find wohl selbst überzeugt, daß dieselben von dem Standpunkte des jüdischen Religionsgesetzes aus betrachtet unstatthaft sind. Es handelte sich hiebei einzig darum, die gesetzestreuen Israeliten Wiens zu überzeugen, daß t°w nicht länger in einen: Gemeindeverbande bleiben dürften, wecher thatsächlich den Standpunkt des Judenthums verlassen bat, daß sich demnach für sie die Nothwendigkeit herausgestellt, ein eigenes jüdisches orthodoxes Gemeinwesen zu gründen Herr Rabbiner Spitzer gibt darauf einen Rückblick auf die Eutstehung der in Rede stehenden Reform

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.