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Der Israelit · 1872-07-24 · Heft 30 (24.7.1872) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
13 (1872)
Issue
Heft 30 (24.7.1872)
Date
1872-07-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Xm. Jahrgang. JV 30. Der Israelit. Ein Henlrat - Grgan für das orthodoxe Iudenthum. Herausge-ebr» »o» v» Lehman» in Mainz. Mittwoch, den 24. Juli 5632 (18 7 2). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwoch», i» mindesten« 2 Bogen. Preis de» Jahrgangs S Thlr. pr. C. oder fi. S. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehme» B»- strvungen an. Inserate 2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cour«. Directe Frascoz« sendung unter Streifband pr. Jahrgang 4 Thlr. pr. <5. oder 6 fi. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitender Artikel: Dre Gründung eines Waisenhauses rn Jerusalem. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Köln. Mühlhausen. — Schweiz: Gens. — Oe st.. Ungar Monarchie: Hermannstadt. — Rumänien: Bukarest. — Frankreich: Paris. Paris. Besan?on. — England: London. London. — Türkei: Konstantinopel. Feuilleton: Der Fürst von Coucy. Anöakt der Aeikage: Leitender Artikel; Religiöse Belehrung im jüd. Familien» kreise. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen Deutschland: Mainz Magdeburg. Lüneburg. Kaltennordheim. Hamburg. Colmar. — Oest.-Ung. Monarchie: Wien. Eibenschütz. Krakau. — Italien: Mailand. - Frankreich: Paris. Paris. Paris. Türkei: Konstantinopel. — Amerika: New-Iork. — Lei1e«der Artikel. Air Gründung eines Waiftuhanfts in Jerusalem. Mainz, 11. Juli. Wir haben am Schlüsse der Besprechung der Grätz'- schen Dellkschrist in Nr. 27 d. Bl. es ausgesprochen, daß wir gern bereit sind, die Gründung von Waisenhäusern und andern wohltätigen Anstalten im heiligen Lande zu befördern. „Der Vorstand des Vereins für palästinensische Angelegenheiten in Berlin" hat nun den nachstehenden Aufruf erlassen: |!d’OT rn morn btnttn wix v-e | Unter den vielfachen, traurigen Verhältnissen, wel-! chen unsere Brüder im heiligen Lande noch unterliegen,! ist das betrübendste „die leibliche und sittliche Verwahrlosung des, j „nicht unbeträchtlichen TheileS der Jugend, - „welchem das herbe Loos zu Theil geworden,! „die Eltern zu verlieren." l dkach jetzigem Brauch übernehmen, wie glaubwüri dig berichtet, die betreffenden Gemeindegruppen, j nur dann die Pflicht der Waisenerziehung, wenn durchaus kein Verwandter sich der armen Verlassenen ange-! nommen.; Daß diese Art der Unterbringung aber nicht allein i in Betreff der geistigen Pflege, sondern selbst in Bezug auf die nächsten, leiblichen Bedürfnisse ungenügend ist, bedarf für denjenigen, welcher auch nur oberflächlich dortige Zustande kennt, keiner Auseinandersetzung. So erklärt sich die betrübende Erscheinung, daß häufig jene unglücklichen Kinder die willkommene und leichte Beute seelenkäuserischer Missionäre werden, welche sie in ihre Schulen aufnehmen, kleiden, pflegen und zum Abfall vom väterlichen Glauben vorbereiten. Eine wirksame Abhilfe dieser, nur in allgemeinen Zügen geschilderten, in der Wirklichkeit oft herzzerreißenden Uebelstände, kann nur durch Errichtung gut geleiteter Waisenhäuser verschafft werden. Es würden diese nicht nur dem Nothftande abhelfen, sondern bei correctester religiöser Erziehung zugleich Pflanzstätten geistiger Cuttur und sittlicher Hebung für Palästina werden, in denen die Zöglinge gründlich und methodisch in der Kenntniß der jüdischen Lehre wie auch

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