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Der Israelit · 1872-07-03 · Heft 27 (3.7.1872) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
13 (1872)
Issue
Heft 27 (3.7.1872)
Date
1872-07-03
Page
– (sequence 19)
Language
German
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607 Lügend stammt aus derselben Quelle, wie alle anderen Tugenden: von Gott. Ich stelle daher mit Veränderung des Antrags des Baron Chaurand folgendes Amendement: „Die Minister des Kriegs und der Marine haben durch Reglements dafür zu sorgen, daß den Militärs aller Waffen die nöthige Zeit und Freiheit gesichert bleibt, ihre religiösen Pflichten an nach ihren respectiven Bekenntnissen geheiligten Festtagen zu erfüllen Diese Reglements sind in der Gesetzsammlung zu veröffentlichen." Graf Rampont erklärt sich in verwirrter Rede unter allgemeinem Gelächter für das Amendement des Bischofs von Orleans. (Lebhafter Beifall.) Kriegsminister de Ciffey: Auch die Regierung ist mit dem Anträge einverstanden: nur darf diese Bestimmung nicht etwa ein Vorwand für Jndisciplin und Ungehorsam werden. Ich mache also ausdrücklich den Vorbehalt, daß, wenn es die Erfordernisse des Dienstes erheischen, man die Truppen auch an den erwähnten Tagen unter den Waffen behalten wird. Es ist übrigens sehr ungerecht, zu sagen, daß die Armee eine Schule des Unglaubens sei. Wer vermöge seines Berufes beständig dem Tode ins Auge blickt, der ist auw gern geneigt, zu glauben, daß er auf dem Schlachtfelde nicht wie ein Hund verendet. (Beifall) Man bemerkt, daß Gambetta durch die Reihen der Linken geht und ihre Bedenken gegen das Amendement zu zerstreuen sucht. Zur nicht geringen Ueberraschung der konservativen Parteien wirö in Folge dessen oas Amendement Dupanloup mit 589 Stimmen einstimmig angenommen. ANZEIGEN. Neueingetretenen Abonnenten werden Nummern 24, 25 und 26, welche die Anfänge der Erzählung „Vor fünfzig Jahren" enthalten, franco und gratis zugesandt, sobald sie dieselben mittels frankirter Briefe von uns verlangen. _Die Expedition des „Israelit"._ rf&in in Berlin ausgebildeter Cantor, ]in, der zugleich ein praktisch - religiöser Schächter und Religionslehrer mit guten Zeugnissen versehen, sucht um sich zu verbessern, eine andere annehmbare Anstellung 511 erhalten. Der betreffende Bewerber ist jung, verheirathet, ohne Familie; demselben wäre es sehr lieb, wenn er im Bayrischen oder in West- oder Ostpreußen eine gute stelle bekäme, so daß man dessen Religiosität und guten Fähigkeiten als?:n nicht mißbillige. Franco- Offerten befördert die Erped. d. Bl. sub Nr. 145 t. ^ür die hiesige jüdische Elementarschule wird ein gefj Prüfter Lehrer, der anck kt.? fein muß, gesucht. Wünschensmerth, aber nicht Bedingung, wäre es, wenn derselbe auch D’jnij '2' vp nnn» "vs nb’sn wäre. Gehalt 300 bis 350 Thlr. In letzterem Falle mehr. Meldungen nimmt der Unterzeichnete Vorstand entgegen. S oh rau, O.-Schl., im Mai 1872. S. Hamburger. ^^ie israelitische Religionslehrer, Vorbeter- und Schächtcrstelle, bei der isr. Gemeinde zu Reichelsheim im Kr. Lendenfels ist sofort zu besetzen. Firer Gehalt fl. 400 nebst fl. 150 Accidenzen mit Einkommen des Friedhofs, wozu noch mehrere Gemeinden gehören. Reflekttrende wollen sich bei dem Unterzeichneten Vorstand baldigst melden, und ihre Zeugnisse einschicken. Reichelsheim, den 30. Juni 1872. Der Vorstand: Salomon Joseph Mayer. Inserat. Ein junges Mädchen aus achtbarer Familie, dem die besten Referenzen zur Seite stehen, das in der Correspondcnz geübt ist und bei geringer Anleitung die Buchführung erlernen würde, wünscht in einem Tapisserie -, Kurz -, Weißwaaren - oder Manufacturgeschäft, welches Sonnabends und Feiertage geschlossen ist, oder als Gesellschafterin in einem anständigen Hause placirt zu werden. Gefällige Offerten werden durch die Exped. d. Bl. sub Nr. 1350 erbeten. hiesige Stelle eines jüdischen Lehrers, S ch ä chrers und Vorbeters ist am Juli cr. vacant. Gehalt 300 Thlr. und Neben-Einnahmen. Meldungen nimmt entgegen der Vorstand der jüdischen Corporation in Grabow (R.-B. Posen). 138131

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