Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 13 (1872)
- Issue
- Heft 26 (26.6.1872)
- Date
- 1872-06-26
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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Gesicht und ich fand, daß derselbe in der nnv.B, mit Bezugnahme auf nrD und i"o t<"r> 'd i"i' y"ip den '"r< ”jy den Vorzug vor i">'y "^y einräumt, ohne je-, doch des V'yO Y& und n''2 Erwähnung zu thun. Vielleicht ergänzt sich dies durch die daselbst angeführten Responsen des 'D D"rn. Jedenfalls wollen wir mit den Worten des V'jn py-i"no i"3"i a-in schließen: ,n’ya bi Sv ,nY r\v ksp o'aer eo* 'IN' ppyn innPy nt nom >"k ”jya n» p?p' xs -.“Pd ny ny “iSm cn^ \t -»eso rpoy!:D3 .ns 3i N»njwi> PuyD dhjo ßine ßonjectur. Vom Herausg eber. In der wissenschaftlichen Beilage Nr. 41 und 42 des 8. Jahrganges dieser Blätter hat Herr vr. Aron Hirschfeld in Posen die Frage aufgeworfen, wer wohl der in Midrasch Echah Nabba als der nächst Bileam größte Philosoph gepriesene Abinimos ha Gardi ('Tun ou:\r2N), der sonst in der Geschichte vollständig unbekannt ist, gewesen sein mag. Herr I)r. H. hat in ihm den Feldherrn und Geschichtschreiber Alexanders des Großen Eumenes ausCardia in Thracien zu finden gemeint und diese Behauptung Herrn Rabbiner D e u t s ch in Sohrau gegenüber, der in Nr. 3 der w. Beil des 9. Jahrg. Stellen anführte, nach denen Abinimos ein Zeitgenosse der Tanaim und namentlich des N. Melr gewesen, aufrecht erhalten, indem er mit Recht darauf hinwies, daß es ja Mehrere dieses Namens gegeben haben kann Wenn auch Herr vr- H. aus Berichten griechischer und römischer Historiker nachweist, daß Eumenes ein sehr bedeutender Mann gewesen, so erklärt das aber noch nicht, wieso der Midrasch dazu kömmt, ihn nächst Bileam als den größten aller Weltweisen zu feiern. Finden wir dagegen eine Persönlichkeit, auf die der Name paßt, die gleich Bileam in übernatürlichen Künsten erfahren, von der die staunenswerthesten Dinge erzählt werden, so sind die Worte des Midrasch gerechtfertigt. Eine solche Persönlichkeit glauben wir gefunden zu haben. In der Sitzung vom 6. Mai 1871 hielt Herr Professor Hofmann in München in der Akademie der Wissenschaften einen Vortrag über Jourdain de Blaies etc., der uns gedruckt vorliegt. In diesem Vorträge weist Herr Prof. H. auf die schwierigen Verse im II. Buche der Chr. 2, 2. und 4,16. hin. Herr Professor Hofmann meint, daß Chiram Abi oder Ab iw der Name des Erbauers des heiligen Tempels gewesen, den König j Chiram dem König Salomo geschickt habe. Diese Ansicht findet sich schon im Biur zu li. B. der Chr. 2,12. Nach Menander (angeführt von Josephos im V. Cap. der jüd Alterthümer), der die Lyrischen Urkunden aus dem Phönizischen ins Griechische übersetzte, hieß der weise Mann von Tyrus, der die Räthsel löste, welche Salomo dem Hiram sandte, A b d e m o n, und an anderer Stelle (contra Appion lib. I. 17. 18.) Abdemonos, wofür zwei Handschriften sogar Abinos haben. Prof. Hofmann glaubt demnach diesen Abdemonos oder Abinos mit Chiram Abi, den Erbauer des Tempels, identificiren zu dürfen. Vergleichen wir nun, was die Midraschim an vielen Stellen, namentlich zu Ezechiel 28. im Jalkut, von dem Erbauer des Tempels erzählen, daß er viele hundert Jahre alt geworden, daß er sich im Meere einen Palast gebaut, der hoch in die Wolken ragte und die sieben Himmel darstellte, daß er sich eine Sonne cvnstruirte rc, bis er sich, ein Gott zu fein, dünkte, so wird es einleuchten, daß dieser Mann dem Bileam an die Seite gestellt zu werden verdient. Daß aber aus den beiden Namen Abdemonos und Abinos mit Leichtigkeit Abinimos hat werden können, ist selbstverständlich. Der Beiname „Gardi" wäre dann hier nicht mit „Weber", sondern mit „Baukünstler", „Zimmermann" oder „Polirer" zu übersetzen Vergleiche Sabbath 7 b. mr.ü cvL'v 2»-n rnza hdYd ’tsfjo <* nuon ferner Erubirr 19 b. ij'*n (•• wt.u ws pw. Endlich Baba Mezia 86 b. yw 'in Pp-ri sTvix, wozu Nascht bemerkt ppn yn püp. Aus den angeführten Stellen ergibt sich, daß das Zeitwort -n.i „polaren", das Hauptwort einen abgehauenen Baumstamm bedeutet, so daß ganz gut Zimmermann, Polirer oder auch Baukünstler im Allgemeinen bezeichnen kann. Es ist uns jedoch unverholen, daß dieser Conjectur gar Vieles entgegensteht: 1. ist die Jdentificirung des Herrn Prof. Hofmann eine sehr kühne und gewagte; 2. war nach der Tradition der Erbauer des Tempels ein Israelit aus dem Stamme Naphtali, dessen Vater nur deßhalb ein Tyrier genannt wird, weil er in Tyrus gewohnt hatte; 3. bezieht sich die Prophetie des Ezechiel und demgemäß der Midrasch zur angeführten Stelle auf den König Chiram und nicht auf den Architekten dieses Namens; 4. ist nicht einzusehen, warum, wenn der Midrasch wirklich Chiram meinen sollte, er ihn nicht bei seinem allgemein bekannten Namen nennt — Erwägungen, die noch der Aufklärung bedürfen. 0 Nach der L sart des Aruch; in unfern Ausgaben steht -nm. *) deßgl. heißt es Verantwortliche Redactton: Dr. Lehmann. — vertag der Le Roux'fchen Hofduchhandlung. I. Gottsleben's Buchdruckeret in Main».