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Der Israelit · 1872-06-19 · Heft 25 (19.6.1872) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
13 (1872)
Issue
Heft 25 (19.6.1872)
Date
1872-06-19
Page
– (sequence 11)
Language
German
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555 In Sachen des Deutsch-Israelitischen Oemeindeöurrdcs erhalten wir Dem Verstands desselben nachstehendes Schreiben: Leipzig, am 11. Juni 1872. An die Redactiou der Wochenschrift „Der Israelit"? „In dein „ Leitenden Artikel" Ihrer Nr. 22, betitelt: „Der Deutsch-Israelitische Gemeindebund slllI" befindet sich ein längeres Naisonnement über die Tendenzen des Gemeindebundcs mit der Bemerkung abgedruckt, daß es einem an mich gerichteten Brief, der Ihnen abschriftlich zugesandt worden sei, entnommen ist. Ich erkläre hierdurch, daß ich einen derartigen Brief weder zur Zeit des Erscheinens Jbrer Nr. 22 , noch ribervaupt bis heute empfangen habe, und ersuche Sie, nach tz. 26 des Paßgesetzes, diele thalsächliche Berichtigung in Ihrer nächsten Nummer ebenfalls an Leitartikel- Stelle zum Abdruck zu bringen. „Ergebener Moritz Kohncr." (Auf eingezogenc Erkundigung hin theilt uns der im Rede stehende Herr Correspondent mit, daß er in der That jenen Brief nicht an Herrn K. abgesandt, sondern demselben seine Ideen durch den „Israelit" zur Kenntuiß bringen wollte. Die Sache selbst wird dadurch nichl rangirt. Herrn Moruz Kohner hat sich übrigens der Herr Correspondent nachträglich genannt. — Red.) Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Mainz, 14. Juni. Wir haben soeben wiederum 100 1. dt. an den Loarä olllepmies (Präsident Sir Moses Montefiore), zur Unterstützung der vom Huugcrtodc bedrohten Glaubensbrüder in Persien, nach London geschickt. Die Gesamintsumme der boil uns zu diesem Zwecke gesammelten und übermittelten Gelder beträgt nunmehr 2,147 1. st. 8 sh. 7 p. (iuct. Auslagen 26,219 fl. 2 kr ) Mainz, 14. Juni. Vor uns liegen die Gutachten von vierhundert gcsetzcstreuen Rabbinen Deutschlands, Oesterreich-Ungarns und Rußlands, gesammelt und herausgegeben von dem ehrw. Rabbinen, Herrn Salomon Spitzer in Wien. Sie alle erklären eines Sinnes und einer Ueberzeugung, daß die Streichung oder Weglassung der Stellen aus dem Gebete, welche sich auf die Ankunft des Messias oder die Wiederherstellung des Opferdienstcs beziehen, eine Leugnung göttlicher Verheißungen invol- . vire und daß es nicht gestattet sei, einem Gemeindeverba nde anzugehören, innerhalb welchem eine solche Verstümmelung unserer Gebete angeordnet wurde. — Mögen diese zahlreichen Gutachten, deren Aussteller die geehrteften und geachtelten Namen des heutigen Israel tragen, dahin führen, daß sich die orthodoxe. israel. Gemeindc in Wien aut festester Grundlage constituire und daß dadurch den verderblichen Ausschreitungen auf jüdischreligiösem Gebiete ein Damm entgegengesetzt werde. Die o’ö durchbrechen woh? manchmal die Dämme, überflutben und verwüsten die Saatfelder — bald aber müssen sie wieder znrücktreten, und die Fluren erblühen auf's Neue in segenbringender Schöne. .DPiyp Dip’ irpv?« -cn COlingen a. N. Das Jubiläum Liebmann's wird aus Rücksicht auf die „neun Tage" nicht, wie jüngst berichtet wurde, am 5., sondern erst am Donnerstag den 15. August c. gefeiert werden. Am Tage vorher soll die ordentliche Jahresconferenz der israel. Lehrer, deren Vorstand auch der Gefeierte ist, in Stuttgart abgehalten und in derselben neben der pädagogischen Tagesfrage über den hebr. Unterricht in der Volks¬ und Religionsschule, auch das israel. KirchenverfassungSftatut ft'ir Württemberg zur Sprache gebracht werden, insoweit dasselbe die Lehrer und Vorsänger berührt. Laupheim. Die hiesige n"n man, welche bereits 92 Jahre besteht, besitzt, nach der am letzten r. p'v, als dem Jahrestage des Vereins publicirten Rechnung, ein Vermögen von 4000 fl., incl. der 1000 fl., gestiftet von Herrn Hirsch Mayer zum Zwecke der Talmud-Thora-Schule. Da die Mitgliederzahl sich stets um 40 herum bewegte, die Einkünfte und Ausgaben allzeit ungefähr die gleichen waren, jetzt aber die Kosten bedeutend höher zu stehen kommen als früher, zufolge der seit 10 Jahren in's Leben gerufenen Talmud-Thora-Schule und Heuer noch besonders durch den Ankauf einer m*:> ~£:d , so scheint es gewiß auffallend, wenn wir bemerken, daß in den ersten 72 Jahren, von 1780—1851, das Vermögen sich nicht höher als auf 490 fl gehoben, während in den letzten 20 Jahren, von 1852—1872, dieses kleine Cavital, wie oben erwähnt, auf die Summe von 4000. fl. angewachsen ist. Das Gedeihen des Vereins ist namentlich der sorg- V

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