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Der Israelit · 1872-06-11 · Heft 24 (11.6.1872) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
13 (1872)
Issue
Heft 24 (11.6.1872)
Date
1872-06-11
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Xm. Jahrgang. WW J\f 2«. Der Israelit. Ein Emirat-Hrgan für das orthodore Iudenthum. Herausgegeben von Df. Lehmann in Mainz. Dienstag, den 11. Juni 5632 (187 2). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis bei Jahrgang« 3 Thlr. pr. E. »der p. S. 15 kr. rh. Man adonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bepestungen an. Inserate 2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Courl. Directe Franco)» sendung unter Streifband pr« Jahrgang 4 Thlr. pr. 15. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. bettende Artikel: Zum Veste der Gesetzgebung. — Die Reorganisation de« Jeschibawesen«. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Stuttgart. — Frankreich: Pari«. Pari«. — Amerika: Lima. — Feuilleton: Bor fünfzig Jahren. Znhatt der Notlager Zeitungsnachrichten und Correspvndenzen '.Deutschland: Mainz. Mainz. Frankfurt a. M. Altona. — Spanien: Madrid.— England: London. London. — Rumänien: Bukarest. Jassy. — Asien: Bomby. Antiochia. — Leitende Artikel. Zunr Jeste der Kesehgeöung. D. Wenn wir in einigen Tagen zum dreitausend einhundert und zweiundnetmzigften Male den Tag feiern, an weichem Gott uns erwählt vor allen Völkern und sein Gesetz uns gab, wenn wir auf's Neue uns für die heiligste aller Aufgaben begeistern, dieses Gesetz unverkürzt und unbeirrt durch die feindtrchen Strömungen einer erregten Zeit weiter und weiter zu verbreiten, mitkten in solch' freudige Begeisterung drängt sich immer wieder die ernste Frage: „Wie lange denn dieser fast zwemnddreiMIahxhunderte währende Kampf noch »eiter gÄKmpft^ hMden>>folle, £>b denn die Thauwh noch immer nicht ze^WmW^-r^' doch nein, diese Frage hat in einer jüdisch fühlender Bruflckeinen Raum — aber ob denn die Zeiten sich noch nicht thoragemätz gestalten' wollend Wie lange denn das sehnliche Verlangen, mit welchem wir dem Feste unserer Gesetzgebung enlgegeugezählt, noch unerfüllt bleiben solle, das Verlangen „nach der Gnade, dem Segen, der Erleuchtung Gottes, um kund zu thun der Welt seine Wege, allen Völkern seine Rettung, damit ihn Völker anerkennen, damit ihn anerkennen alle Völker." Wie lange dieser Wunsch auch noch Wunsch bleiben möge, es zweifelt doch , kein jüdisch fühlendes Herz an seiner endlichen Realisirung und an der heiligen Pflicht, lein Scherflein, so winzig es auch sein möge, diesem hohen Zwecke weihen zu müssen, diesem Zwech> der nur durch den immer wieder und wieder erneueten Hinweis auf den Stempel der Göttlichkeit erlangt wird, welche aus jedem Schriftzuge dieses Feuergesetzes leuchtet, und Alles tausendfach überstrahtt, was sich ihm ebenbürtig an die Seite stellen will. Mögen immerhin blindes Vornrtheil und plumpe Unwissenheit unser ewig neues, ewig junges Gottesgesetz als veraltetes, orientalisches, von unserer erleuchteten Zeit längst überflügeltes Wahngebilde stigmatisiren, möge rohe Gewalt und frivoler Leichtsinn diesem Gesetze die blotze Berechtigung seiner Existenz rundweg absprechen wollen; ein einziger Blick auf die Erscheinungen und Probleme unserer neuesten TagesgeschiOe und auf die diesbezüglichen Bestim-

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