Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 13 (1872)
- Issue
- Heft 23 (5.6.1872)
- Date
- 1872-06-05
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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522 jüb. Elementarschulen, die wir wohl, wo es nur irgendwie angeht, für höchst ivänscyens- und erstrebenswerlh Hallen, die aber nicht immer absolut nothwendig und an vielen Orten unerreichbar sind. Wir meinen vielmehr im weiteren Sinne den Mangel auch an Religionsunterricht überhaupt, selbü da, wo die Zahl der schulpflichtigen Kinder, sei es Rner Gemeinde, oder sei es mehrerer hart nebeneinander liegender Ortschaften , einen solchen gemeinsamen Unterricht erheischt. Einer unbefangenen Beobachtung kann es nicht entgehen, daß dieser große Mißstand weniger aus dem Mangel an Opferwilligkeit als aus dem Mangel an pecuniären Mitteln hervorgeht. — Fast immer ist es da der Geldpunkt, an dem die besten Absichten scheitern. — Häufig zeigt sich hier die Lhay'ache, datz Gemeinden, die als ' solchefür Gemeindezwecke leistungsfähig und leisturigswil- I lig sind, für Schulzwecke Nichts oder nur sehr Unzureichen-! des zu leisten vermögen, weil gerade oft dle bemit-! teilen Mitglieder kinderlos oder keine schulpflichtigen; Kinder mehr haben. j Herr D;\ Horowitz schlägt daher, um diesen Nebeln mit | Erfolg entgegentreten zu können, in seinem Circular die 1 Bildung „eines Vereines zur Ucberwachung und Förderung des Schulwesens im CrefelderRabbinats-Sprengel"! vor; der Entwurf ist bereits von der seiner Zeit zur! Wahrung der Interessen des Crefelder Oberrabbinats-! Sprengels gewählten Commission gut geheißen worden! und sollen demnächst die geeigneten Schritte ausgeführt werden, um den Verein ins Leben zu rufen. ANZEIGEN. Heiraths-Antrag. Eine junge gebildete Dame, schlank von Wuchs und angenehmen Aeußern, welche ein sehr gutes Manufactur-Geschäft besitzt, mit der Mutter, welche Wittwe ist, allein lebt, sucht einen jungen Kaufmann von Bildung mit mindestens 2—3000 st. Vermögen. Franco-Offerten sub Nr. 1244 nimmt die Expedition d. Bl. entgegen._ /Lin religiöses Mädchen gesetzten Alters oder kinderlose ^0/ Wittwe, wird als Köchin und zur sonstigen Hausarbeit von einer kleinen Familie (Vater und zwei erwachsene Kinder) in einer Stadt am Rhein jetzt oder etwas später gesucht. Franco-Offerten sub 1235 nimmt die Expedition dss. Bl. entgegen. /Lin junger Mann, der seine Lehrzeit in einem Manufactur-Geschäft beendigt hat, sucht einen Platz als Commis in ähnlicher Brauche, wo Sabbat und teststage geschlossen ist. Offerten beliebe man sub hisste K. 1215 an die Expedition dieses Blattes zu richten. Stell--Gesuch. Ein junger Mann, Israelit, welcher verschiedene Jahre in einem Manufacturwaaren - Geschäft eu gros in einer der größten Städte Rheinlands thätig war, sucht Stelle als Commis oder Reisender in einem Geschäft nämlicher Branche. Reflectircnden belieben sich unter Litra Nr. 1223 an die Expedition dieses Blattes zu wenden. /Line Lehrerin für 3 Kinder, welche auch musikalisch ist, wird vom 1. August c. ab von E. Ohm in Neuenburg (Westpreußen) gesucht. Meldungen unter Beifügung von Zeugnissen werden erbeten. k>ür mein Luch- und Manufacturwaaren-Geschäst, O welches am rate und u“- streng geschlossen ist, suche ich einen Lehrling mit guten Schulkenntnissen zum sofortigen Antritt. Solche, die Kenntnisse der polnischen Sprache besitzen, erhalten den Vorzug. I. Alexander in Löbau (Westpreußen). ISriefkasterr der Redaktion. Herr L in C.: Gewiß ist es unerlaubt, abgekochte Kartof fein im nichtsüdischen Gasthvfe zu essen. Herrn B. in W.: Ob Simon Levi (in der Erzählung: Maaßer) nicht unrecht gethan, die Auswärterin direct anzu' weisen, nach dem Feuer zu sehen unv das Licht zu putzen. Sicherlich war das nicht recht. Allein, Sie werden schon aus dem Verlaufe der Erzählung ersehen haben, daß Simon Lm vom Erzähler durchaus nicht als eine mustergiltige Persönlichkeit dargestellt ist. Herrn Kreisrabbiner W. tn G.: Sie haben vollkommen Recht in Bezug auf wird cccs rn. Soball aber die Käsbereitung ohne genügende Aufsicht, so ist auch rfrnui rbji psne rrm wp wahrscheinlich. Da die Sache sclv>r also nicht tangirt wird, so hielten wir eine berichtigende Am merkung nicht für nothwendig — Ihre geschätzten Bemerkungen werden wir stets dankbar entgegennehmen. Herrn B. St. in P.: Aufsatz zur Annahme nicht geeignet. Ihren Vorschlag werden wir zur Zeit zur Sprache bringen-