Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 13 (1872)
- Issue
- Heft 19 (8.5.1872)
- Date
- 1872-05-08
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
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428 die ihnen nur Schaden bringen konnte, zu hüten, dainit das Volk nicht, wie es wohl öfter vorgekommen, die in Getreidearten bestehenden Priester- und Levitenabgaben neben die heiligen Bücher lege, wähnend, daß jetzt erst diese Abgaben recht heilig würden (Tr. Sabbat 14 a.): das Alles haben wir oben sch-n nachgewiesen. (Schluß folgt.) gilt Druckfehler. ££ Druckfehler haben, oft schon zu gelehrten Disputationen Anlaß gegeben und viel Schönes und Gelehrtes zu Tage gefördert, wenngleich bei Hellem Licht besehen, das Ganze aus Jrrthum geschah und auf Sand gebaut war. Wir haben es jetzt freilich mit keinem hinterlistigen Druckfehler zu thun, sondern mit einem sich offen zeigenden, der aber dennoch den gelehrten „Rödelheimer" in seinem xipon rurn zu xipo irreführte, so daß er den berühmten p"r P:m n"-i, den Verfasser des ^ixa zu -.2D eines so groben Jrrthums zeihen konnte, einen p^dd falsch angeführt zu haben, um scheinbar seine Erklärung damit durchführen zu können. Ich würde diesen Gegenstand zu veröffentlichen für zu unwichtig halten, da sicher schon Mancher diesen Fehler gefunden haben wird, wenn ich nicht dadurch künftige Herausgeber des tpoin mit -r.xa aufmerksam machen wollte, doch nicht leichtsinnig nachzudrucken, wie es gerade bei diesem Falle vis jetzt geschehen, und doch wenigstens die Correctur durch einen Sachverständigen vornehmen zu lassen. Der -v«o zu dem ersten ptos von top’i stellt nämlich den Grundsatz auf: Uebcratl, wo xnp’i mit folgendem V'd’p steht, ist der Gerufene entfernt von dem, der ihn rafft, resp. rufen läßt; wo aber Px *np'i vorkommt, ist der Gerufene anwesend, oder doch ganz in der Nähe. Zur Erhärtung dieses Satzes führt er eine Menge betreffender Stellen an. Für den letzteren Fall, wenn nämlich der Gerufene in der Nähe ist, citirt er den Vers 0"to V'd nw); nro P x x-pi ’y’DZM DV3. Es folgt nun eine weitere Auseinandersetzung, wobei der eben angeführte Vers wiederholt wird, aber durch einen Druckfehler entstellt wurde. Das Wörtchen Px wurde nämlich getrennt und aus dem "«■ ein "n gemacht und das V'dP zum folgenden Wort genommen, so daß der piDD nun sich so gedruckt findet: 4.1 m»a niPDP 't xpn. Hiezu bemerkt nun der «npen man: Da der P'Ov falsch angeführt ist und nicht rurüb A x^p", sondern r\vü fix xap'i heißen muß und dennoch darauf ' folgt pyn “pro nc?ö xv'i, was also auf ein gewesenes Entferntsein des Gerufeneil Hinweise, so sei die ganze Beweisführung des Tito gleich Null. Wir müssen aber das nxna n:p mit dem er dem Vers, des 11x2 entgegentritt, auf ihn selbst anwenden. sticht der Vers., der den genannten Vers schon einmal angeführt, hat denselben entjieUt, sondern einfach der Setzer; aber auch nicht von einem Herbeirufen aus der Ferne handelt es sich hier, da Mosche ja schon auf dem Berg Sinai war, also in der Nähe des Ewigen, der ihm aus der Wolke heraus zurief. Darum dient dieser Vers gerade des Px seq. wegen mit Recht dem Vers, zum Beweis für seinen aufgestellten Satz. Wiscelle Von vr. A. S u l z b a ch. Im Jahre 1868 erschien von Dr. G. Barzilai eine Schrift, rLa stutua di salle. Studj biblici.“ (Triestc. Lloyd Austriaco), in welcher die gewöhnliche Auffassung, als sei Lots Frau zur Salzsäule geworden, bestritten wird, indem das nfs a’SJ ’im nicht „sie (Lots Frau)", sondern „es (das Land [px ist com. gern).) wurde zu einer Salzsäule" bedeute. Als Beweis für diese Behauptung wird Deuter. 29, 30. angeführt, wo es von Sodom und Gomorah heißt: rmEJ 12-.X fia rsrtr nbü\ Diese Erklärung, die sich als eine neue ausgibt, ist aber so wenig neu wie richtig. Schon Heidenheim in säuern größern, leider nicht vollendetem Eommentar zur Genesis rührt diese Erklärung als O'-arp-x w an, und zwar mit derselben Be weisstelle, die B. anführt, widerlegt aber zugleich dieselbe, da es dem Sprachgebrauchs widerspreche, a*sj niv eine Länderstrecke zu gebrauchen. Wer ist nun aber der betr. Erklärer, den Heidenheim uns als x"' vorführt t Die bekannten Autoritäten sagen nichts dergleichen, um so mehr muß cs uns befremden, daß Bechai ben Ascher in seinem Pentateuch - Eommentar diese Erklärung im Namen Aben Esra's anführt: Diiax cam zrz pxn ',mi x~iy, während nach unseren Ausgaben Aden Esra gerade das Umgekehrte sagt: '3 naso cyua F'u: '01 npo Dy nrrm nnsja Aayy ^110.3. Wir müsseu au nehmen, daß Bechai die erste Recension von Aden Esra's Genesis-Commentar Vorgelegen hat, die von der zweiten, welche wir in unfern Editionen besitzen, bedeutend abweichen soll. (Vergl. Grätz Gesch. VI. Note 6, S. 450.) Verantwortliche Redaction: Dr. Lekmann. — Verlag der Le Noux'schen Hofhuchhandlung. I. Gottsleben's Buchdruckern in Mainz.