Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 13 (1872)
- Issue
- Heft 13 (27.3.1872)
- Date
- 1872-03-27
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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298 gionsgememde" auf Basis der Eongreßstatuten, mit welchem Acte allein sie sich vom orthdoren Standpunkte entfernt haben, da diese Statuten von den anerkanntesten orthodoxen Rabbinen als gegen die mm gerichtet begutachtet wurden. In einer Versammlung wurde vom Präsidenten der Antrag gestellt, sich in orthodoxer Richtung zu constituiren. Natürlich wollte er hiermit nicht seinem Wunsche Ausdruck geben — wer konnte dies dem Präsidenten einer so aufgeklärten Versammlung zumuthen — sondern dem Wunsche einzelner Mitglieder. Der Antrag fiel mit großer Majorität, nachdem erklärt wurde, daß, wenn auch vorläufig religiöse Reformen ausgeschlossen seien, das Ziel der Religionsgemeinde jedoch religiöse Reformen, welche „Fortschritt und Bildung" titulirt werden, sei. Diesem erhabenen Ziele müsse man mit aller Kraft zusteuern. Einige Zeit vorher hatten sie öffentlich erklärt, durchaus keine Reformen anstreben zu wollen. — Nichts über die Wahrheit! Sie gleichen der »m, welche sich der Lüge zur Verleitung bediente und sich nicht mit der eigenen Verderbtheit begnügte, sondern auch Andere verderben wMe. Es sei daher Trennung! nB'-iau pm Dy m di« p«. War die Trennung zum Heile der Orthodoxie in Gemeinden, in denen die Frommen eine kleine Minorität bildeten, so wird sic in unserer Gemeinde, wo die überwiegende Majorität orthodox ist, umsomehr zum Heile ühren. ->04o p. (Für die israelitische Gemeinde in Hamburg war es dereinst ein großes Glück, daß sich die Reformgemeinde rechtzeitig (vor 55 Jahren) von ihr loslöste. Dadurch ist eine Gemeinde von 14,000 Seelen im Großen und Ganzen der Religion der Väter erhalten geblieben. — Redaction.) Italien. Ancona. Bei einem Maskenaufzuge ist leider die jüd. Religion durch eine carrikirte Darstellung des Jom Kippur öffentlich verhöhnt worden. (Corr. isr.) A N Z E er Unterzeichnete Vorstand sucht für die hiesige Gemeinde zu Anfang September d. I. ein Lehrer, der zugleich das Amt des Predigers und Vorbeters zu versehen hat. Gehalt ca. 5—600 Thlr. Gold bei nicht unbedeutenden Nebeneinkünften. Bewerber belieben ihre Zeugnisse bis zum 15. April d. I. einzusenden. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde Bremen. er Unterzeichnete Vorstand sucht zum möglichst baldigen Antritt einen D'V'ff der auch befähigt ist an den hohen Feiertagen als |fn zu fungiren. Einkommen ca. 350 Thlr. Gold. Bewerber belieben ihre Zeugnisse^baldmöglichst einzusenden. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde Bremen. Zöglinge hiesiger Lehranstalten sowie Geschäftslehrlinge finden unter Zusicherung guter Behandlung und gewissenhafter Beaufsichtigung Aufnahme in Kost und Logis , auf Verlangen auch Nachhilfe im Unterricht hei J. Weissbart, Lehrer am jüd. Seminar zu Wurzburg. I G E N. (\n hiesiger Gemeinde ist die Stelle eines Religionsi\) lehrers, welcher zugleich die Functionen als Schächter und Vorbeter zu versehen hat, mit einem jährlichen testen Gehalt von 2>D Thlr., so wie die Erträgnisse der 7,D>nv und sonstigen Einkünften, am 11. Mai d. I. zu besetzen. Reflectanten wollen sich, unter franco Einsendung ihrer Zengnisse bei dem untcrzeechneten Vorstand melden. Stuhm, in W.-Preußen. Der Vor st and der israelitschen Cultusgemeinde. nos by Zum bevorstehenden Peßachfeste empfiehlt seine Fabrik von Bolcher und Chocolade sowie Lager von sämmtlichen Colonialwaaren, Butter, Käse, Gänseschmalz, Wein, Liqucur, Branntwein, Rum, Confcct rc. Jacob Seckel, Hamburg, Wexstr. Nr. 12. Gefällige Aufträge werden prompt pr. Nachnahme effectuirt. [Line gewandte, perfecte Köchin gegen hohen Lohn wird bis 1. Mai zum Eintritt gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. sub Nr. 764.