Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1872-03-06 · Heft 10 (6.3.1872) · page 17

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
13 (1872)
Issue
Heft 10 (6.3.1872)
Date
1872-03-06
Page
– (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2446951-2447551-2447562--10250-2465982
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

Xin Jahrgang. Wissenschaftliche Seilaae zu Ar. 10 -es IsraM. ßin attes WanuscripL des Tatmud- Ierujchalmi. Vom Herausgeber. II. Jemehr wir uns in das von uns in der wissenschaftlichen Beilage zu Nr. 6 d. I. besprochene Mauuscript des Rabbi Schelomoh Syrilaio vertiefen, destomehr überzeugen wir uns von der hohen Wichtigkeit und Bedeutung desselben. Wir haben in Nr. 6 eine hochwichtige Lesart im Mischnah - Texte besprochen; wir wollen heute auf den Commentar näher eingehen, der an Scharfsinn seines Gleichen sucht und von den hergebrachten Erklärungsweisen einzelner Stellen des Talmud Jeruschalmi bedeutend abweicht. Zunächst jedoch wollen wir in Bezug auf die Lesart L'NvL rh'Div in der ersten Mischnah des Tractat Berachoth noch Einiges nachtragen. Schon der der Ausgabe Sitomir dem Jeruschalmi beigedruckte B’-nr, ied >j?2e rr.’s (von R. Elafar Askari aus Constantinopel, wahrscheinlich im 15. Jahrh. der gew. Zeitrechn.) urgirt für den Jeruschalmi ausdrücklich die Lesart dt.dd nloxi. mnan zu Hilch. Cham, und Maz. C. 8 aber führt eine Lesart des Rabbenu Simchah an, der auch im Babli r6'2xi d'hds gelesen wissen will, dagegen die Worte der Gemara k. 9 I21 ’jnp 8> dtidö nb'28i streicht, die Gemara vielmehr gleich nach dem Einzeichen also beginnen läßt: '»ll'B y"3"x"l 8.1 '3’py 'i 8.1 21 ION .Z)"2"8"l"2 'N"12 '2'PJ, '12 ,1J»D Zur Cache selbst haben wir noch zu bemerken, daß während der Babli die Mischnah Ende Peßachim wie R. El. ben As. setzt, der Jeruschalmi daselbst in der,uin 'n ntrar geht und die Mischnah dort wie t>2 setzt, was dem dtids n>'2x f82 n'> an der in Rede stehenden Stelle hier in Berachoth analog ist. Wir sehen also, daß D"2"D"n vollständig gerechtfertigt ist, da er der no'» des Talmud Babli entsprechend, wie Rabbi Akiba entscheidet. (Vergleiche den der Ausg. Sitomir beigedruckten Commentar v^si .18^0 von Rabbi Moscheh Margolioth S. 13, v. mit.;x2 r.^i D'PIDB r6’28.) Um die Art und Weise des Commentars von R. Schl. Syril. dem Leser vorzuführen, wollen wir ihn auf eine schwierige Stelle des Jeruschalmi aufmerksam machen. Zn dem Einzeichen in,8 nvb D’tewn >21 fügt der Jeruschalmi hinzu c ’ 8 p o ' » i p und bringt dann sofort ein neues Einzeichen. (Schon n»o *js, Ausgabe Sitomir, und i"r>"u auf n:2i2 suchen diese schwierige Stelle zu erklären.) Die Schwierigkeit dieser Stelle liegt auf der Hand, denn 1) auch D’ttnp '»ip, nämlich d»xi nxon find x cvb □ ’>2x;? 2) unter den D’i? 0’»ip sind viele, deren Verzehrungsfrist .ir-'>i n'O' '2 beträgt; 3) warum zählt er (nach der uns vorliegenden Lesart) n>'28 □müc in der ersten njj auf, da nos seiner Natur nach zu den L'^p c»ip und nach dem Jeruschalmi also in die zweite 822 gehörte? Um diese Schwierigkeit zu lösen, stellt R. Sch. S. den Grundsatz auf, daß die 'v>»,i' o"vn ’Qon unter icprv all dasjenige verstehen, was ein in Bezug auf Zeit, Raum oder Personen mehr als Anderes beschränktes Verzehrtwerden bedingt; so die nna’jsn nwon, bei denen pro nsn» nothwendig war; so gew r\8ün, die nur von männlichen Kohanim n'pbp.i ")in2 gegessen werden durften und deren Gegessenwerden dem ~>i2pi gleichzuachten ist irsvv O.12 1212 i»8 nni8 ii)28i 8’Jni2 .0*10200 D'ljDH C’>318 D’JiDnr Aus diesem Grunde nimmt die Mischnah nicht eine besondere 822 für D'tcnp ’»ip n>’28 an, da dieses einer .ii'2z, gleich und in -»opn inbegeriffen ist, während D’b28:n V21 sich auf solches Essen bezieht, das sich nicht an den Ort des Heiligthums bindet und nicht auf d'-ot D’Ji2 beschränkt ist. Da nun auch bei n^'28 □»nos besondere Beschränkungen ftattfinden 1'IZvb 8^>8 228Z N'8( '>8 8^8 >28J U’X Q11 CS), ni'2» DJ713D1 7lb'>2 8^8 >28J IJ’81 8L1'2 ,l"2"l »•ptWl 18» J so wird dieses gleich zu i"2"i ivpi hinzugefügt, da es ob der vielen Beschränkungen der Art des Perzehrtwerdens mehr diesem als den i"2"i 0^28^1 >21 ähnelt. Demnach sind also unter i"2"i >21 richtig nur □'>p D’tcnp verstanden. Auf diese Grundlage hin rechtfertigt der Vers, auch den pdd des Rambam. Nach Raschi nämlich bezieht sich das 1*2*1 p’m.i^ '12 nsn iy nicht auf ^op.i O'i28i B'2>n, während n"2"Q"i (vergleiche 212 ov '2Din zur Stelle) es auf dieses bezieht. Nach denr vom Vers, ausgestellten Grundsätze, daß a'»ip ’rip n>’28 in i"2"i -'Dpn mitinbegrifsen, bezieht sich der Schlußsatz im B'x.12 nun zu 'ji N2i i»2i (3. B. M. C. 7, V. 15), wo die Zeit für das Essen von d»xi nr-21 aus dem angeführten p've herausgelernt wird, nämlich: 8> iiO8 r\nb 2"8 ,n>'>n ^>2 81.1 >2ix ^>38 ,ipn iy udo .11'2P.1 \c p’rrr6?m8n iy D’C2n auch auf icpn i"2"i L'2>n; es wäre alw die Stelle gefunden, die Raschi vergeblich gesucht und nach der Rambam entschieden hat. — Ob diese Erklärungsweise die gelehrten

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.