Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 13 (1872)
- Issue
- Heft 10 (6.3.1872)
- Date
- 1872-03-06
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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223 Mitglieder sich zu bemühen, um das segensreiche Wirken des Vereins ausrecht erhalten und erweitern zu können. Aus der hinzugefügten Abrechnung entnehmen wir, daß der Verein im vorigen Jahre eine Gesammteinnähme von 11,323 Mark und 8^ Schillinge hatte, wovon für Feuerung 6183 Mark 15 Schillinge verausgabt und 4600 Mark belegt wurden. Feuilleton. Ein merkwürdiges Testament. Im Jahrg. 1867, Nr. 20—27 des „Israelit" las ich m einer Novelle die Geschichte der holländischen Familie de Pinto, in welcher auch der enorme Reichthum derselben erwähnt wurde. Wie reich de Pinto gewesen, geht aus seinem Testament hervor, welches in Holland unter dem nachstehenden Titel bekannt ist: „Testament eines Juden, Pinto genannt, gestorben in Haag (Holland) am 4. März 1784." 1) An die General-Staaten fünf Tonnen Goldes (eine halbe Million holl. Gulden) für den Staatsfond. 2) An die General-Staaten, um K'rieg zu führen, ein und eine halbe Million Gulden, auf zehn Jahre, ohne Zinsen. 3) An alle christlichen Kirchen in Amsterdam und Haag eine Million Gulden. 4) An alle christlichen Waisenhäuser in Amsterdam und Haag ein und eine halbe Tonne Goldes (fl.150,000). 5) An die Süderkirche in Amsterdam Zwanzigtausend Gulden zur Reparirung. 6) Für die Armen in Amsterdam und Haag sollen jährlich ausgctheilt werden 40 Schiffe Torf, steuerfrei. 7) An jedes Kind, welches zur Zeit des Abfterbens sich im Waisenhause befindet, sowohl in Amsterdam wie in Haag, bei seinem Heraustreten Tausend Gulden. 8) An die portugiesische Synagoge in Amsterdam fünfundsiebzig Tausend Gulden. 9) Das Trauertuch, welches in und am Sterbehause gebraucht ist, soll den Armen zugetheilt werden. 10) An die Ueberreste der Juden, welche noch die Stadt Jerusalem bewohnen, eine Million Gulden. 11) An die hochdeutsche Synagoge in Amsterdam ein und eine halbe Tonne Goldes (fl. 150,000). 12) An den Neffen des Verstorbenen, Pieter Aron, einundreißig Tonnen Goldes (fl. 3,100,000) unter der Bedingung, daß derselbe seine Cousine heirathet. 13) An die Wittwe des Verstorbenen drei Millionen Gulden, nebst allen ihm gehörigen Häusern zwischen Amsterdam und Haag. 14) An jeden seiner zehn Neffen fünfundzwanzig Tausend Gulden. 15) An jeden der zehn Träger seines Leichnams Tausend Ducaten. 16) An jeden seiner sieben männlichen und weiblichen Dienstboten zehntausend Gulden. Alerander Duparc. ANZEIGEN Offene Gommisffelle. Für eine Uhrenhandlung en gros in Frankfurt a. M., welche am Sabbat und an isr. Feiertagen geschloffen hält^ wird ein tüchtiger Comptoirist (Israelit), mit schöner Handschrift, der deutschen und französischen Correspondenz mächtig, zu engagiren gesucht. Neben gutem Salair ist'Aussicht auf dauernde Position geboten. Reflectanlen belieben sich sofort zu wenden sud P. H. 913 an die Annoncen - Erpedition von G. L. DaubeComp, in Frankfurt a. M. NVL hp getrocknete Aepfe!, vorzügliche Dualität, offerirt en gros & en detail billigst Berlin. A. Aronsohn, Prenzlauerftr. 6. nDD Sy Zum bevorstehenden Peßachfefte empfiehlt seine Fabrik von Bolcher und Chocolade sowie Lager von sämmtlichen Colonialwaaren, Butter, Käse, Gänseschmalz, Weiri, Liqueur, Branntwein, Rum, Confect rc. Jacob Lecket, Hamburg, Werstr. Nr. 12, Gefällige Aufträge werden prompt pr. Nachnahme effectuirt. Briefkasten der Redaktion. Herrn Abraham Moses, Lehrer in Eglofshofingen: Schon zweimal ist ein an Sie adressirter Brief von der Post als unbestellbar (Ihr Ort ist unauffindbar) zurückgekommen. Wir bitten um genaue Adreßangabe.