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Der Israelit · 1872-02-21 · Heft 8 (21.2.1872) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
13 (1872)
Issue
Heft 8 (21.2.1872)
Date
1872-02-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
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ini. Jahrg»«<. Ein Kenlrat - Grgan für das orthodore AudenIHuw. Herausgegeben von Dp. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 21. F eb ru a r 5 6 3 2 (1 8 7 2). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis deS Jahrgangs 3 Thlr. pr. E. »der fl. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 2 Sgr. die Petitzeile öder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Eours. Direkte Francoz» seNdung unter Streifband pr. Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 st. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitender Artikel: Die Vorgänge in Wien. — Die Hungers- »oth in Persien. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Rendsburg. Sohrau. — Oesterr. -Ungar. MvnarchierWien. — Donausürstenth.: Bukarest. Bukarest. — Rußland: Petersburg. — Palästina: Jerusalem. — Keutüetvn: Süß Oppenheimer. -Ntzatt itx Eeir Msktage r Leitender Artikel: Die Ausgabe'deS Judenthums. Zettung»»t«chrtchte« und Eorkespoudenzen rDeuischland: Stuttgart. Laupheim. Bon der RHSn. Aus Baden. Berlin. — Oestrrr.-Ungar. Monarchie: Wien. Wien. — Anhalt der zweite» Meitage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Nenmark.— D ouansürstenth.: Bukarest. — Amerika: New-Nork. - Anhalt der chrtra-ZSeitage r Zur Linderung der Hungersnoth in Persien. — Sammluug des Herr Dr. Adolph Salvendi, Bezirks-Rabbiner in Dürkheim a. d. H. Leitende Artikel. Pie Vorgänge i» Mm. ui. Die Ereignisse, die bisher in ein gewisses Dunkel gehüllt waren, klären sich allmahstch, und die WidersMche^lsnsten an, sich aufzuheüeag. unfern Lesern bekannt te der Vorstand der isr. Cültusgemeinde beschloss »mmtliche Gebete, die aus die Rückkehr in das heil> .'and, die Wiederherstellung deS Opferdienftes und die Wiedererbauung des heiligen Tempels Bezug haben oder die Ankunft des Messias erbitten, aus der Gebetordnung zu streichen. Hieraus reichte Herr Rabbiner Spitzer seine Demission ein, die angenommen wurde. Bald darauf gab auch Herr Dp. Güdemaun seine Entlassung, die nicht angenommen wurde; man verhandelte mit ihm, und das Resultat war, daß der Vorstand gestattete , daß die ' wo; - gen, bis etwa Einer oder der Andere der Anwesenden die betreffenden Gebete leise, aber ja nur leise, damit ja nichts davon verlaute, gesprochen habe. Zu dieser ebenso lästerlichen wie lächerlichen Anordnung gab Herr Güdemann seine Zustimmung und nahm sein Demiffionsgesuch zurück. Herr Rabbiner Spitzer '"j hielt am Sabbat Paraschath Juhro in der Schiffsynagoge eine Predigt, die einen mächtigen Eindruck machte. Nachdem er aus den Inhalt der Sidrah, die Offenbarung am Sinai hingewiesen, legte er feinen Zuhörern in lebendigster Weise die Gefahren dar, die gegenwärtig das Judenthum bedrohen; es handle sich darum, ob Thora oder nicht, ob Nebuoh oder keine, ob Judenthum oder nicht. Hierauf gebe es für den wahrhaften Jehudi nur eine Antwort, die einst unsere Voreltern gegeben, als ihnen die Thora zur Annahme vorgelegt wurde: yOBW 'T "DT TB\X „Alles, was Gott gesprochen, wollen wir thun, wollen gehorchen!" Da wurde der Redner durch einen tausendstimmigen Ruf unterbrochen, und in Thränen ausbrechend ries die Menge povi) nwy:!

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