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Der Israelit · 1872-02-07 · Heft 6 (7.2.1872) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
13 (1872)
Issue
Heft 6 (7.2.1872)
Date
1872-02-07
Page
– (sequence 18)
Language
German
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118 für christliche Arme und Waisen gespendet worden; aber auch von kacholischer Seite ist man bemüht, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Ein Hausirer, israelitischer Confession, Vater von süns unmündigen Kindern, wurde, da er seinen Wohnungszins nicht bezahlen konnte, total ausgepfändet und gerieth in die größte Nothlage. Der Jammerrus kam zur Kenntniß der Konferenz des Vereins für freiwillige Armenpflege, im Bezirk Leopoldstadt, welche die arme Familie sogleich mit Lebensmittel unterstützte, eine Sammlung einleitete, welche es ermöglichte, daß der bedrängte Familienvater wieder in den Besitz seiner Möbel gelangte, daß er seine Schulden zahlen, eine neue Wohnung miethen und nun wieder frohen Muthes mit einem kleinen Betriebsfonds in der Hand seinem Erwerbe nachgehen kann. Wien. In dem Testamente des jüngst verstorbenen Baron Königswarter in Wien ist deffen Enkelin, Fraulein Pfeifer, daselbst mit nur vier Millionen bedacht. Motivirt ist die „Geringfügigkeit" dieser Summe mit der Bermerkung, daß es nochwendig sei, den Glanz des Hauses unverkürzt aufrecht zu erhalten, und daß deßhalb das Vermögen nicht zersplittert werden dürfe. Fraulein Pfeifer bekam demnach, um eine solche Zersplitterung hintanzuhalten n u r vier Millionen! Aus schreibt man der „Deutschen Ztg.": Die Kirchmayer'schen Gläubiger haben bei der Lizitation deS Gutes PleSzow ein glänzendes Resultat mit dem ErstandSpreise von 200,000 fl. erzielt. Bemerkenswerth dabei ist das Kuriosum, daß einige Tage vor der Lizitation im hiesigen „Czas" ein „Eingesandt" erschien, in welchem im Namen der katholischen Gemeinde von Pleszow jeder andersgläubige Ausländer und jeder einheimische Nichtkatholik vor dem Kaufe dieses Gutes mit der Drohung gewarnt wurde, daß einem solchen nichtkatholischen Erfteher ewige Feindschaft seitens der gedachten Gemeinde in Aussicht stehe! Trotzdem ist das Gut zum Verdrusse der Mitkonkurrenteu um den obgedachten Preis von einem Juden erstanden worben. Italien. Rom. Seit der Annexion wurde das Kontingent des Ghetto eben zum ersten Mal ausgehoben und die Militärpflichtigen von 1850 dem Depot übergeben. Bevor sie sich vor ihren Freunden und der Verwandtschaft in der Gemeinde trennten, ermahnte sie ein Rabbi, der Pflichten gegen das Vaterland eingedenk zu sein und das Beispiel der Brüder im deutschen wie im französischen Heer sich als Vorbild dienen zu lassen. Jeder erhielt dann aus der Gemeindekasse 5 Lire. A N Z E cn Schülern unseres seligen Oberrabbinen V't statte ich hiermit in meinem Namen und im Namen seiner Familie den innigsten Dank für die mir gewordenen Zuschriften auf meine Aufforderung in diesen Blättern ab. Der Zweck ist vollkommen erfüllt. Es wird durch die getroffene Wahl eines Jeden inDtpj täglich ein Theil von rwa mo ruetp gelernt. Zugleich komme ich hiermit der au mich gerichteten Aufforderung, meine Meinung über den am -na '? abzuhaltenden Gedächtnißtag zu äußern, nach. Da dieser ison nicht inate» Hu, sondern unsere tiefen Empfindungen über den erlittenen Verlust bekunden soll, so muß cs jedem n"r, überlassen bleiben, seinem Ermessen gemäß zu verfahren. ->ars«. Altona, uy-in V'u. I. M. Cohn, Rabbinats- Verweser. I kl E N. Die Herren Autoren von Werken, die Juden und Judenthum, gleichviel in welcher Sprache behandeln, ersucht hiermit der Unterzeichnete Verein ihn durch Zusendung eines Freiexemplars in der Bildung einer jüdischen Bibliothek zu unterstützen. Dle Namen werden dankbar ins Vercinsbuch verzeichnet. Zürich, Schweiz, 25. Januar 1872. Der Verein Ez-Chajim. i. d. Namen, I)r. Leyin, Präsident. ein hiesiges gangbares Manusacturwaaren-Geschäft 0 (Samstag und Feiertage geschloffen) wird ein mit dieser Branche vertrauter angehender Commis zum sofortigen Eintritt gesucht. Nähere Auskunft ertheilt das öffentliche Geschästs-Büreau von Carlsruhe. I. Oppenheimer.

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