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Der Israelit · 1872-01-31 · Heft 5 (31.1.1872) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
13 (1872)
Issue
Heft 5 (31.1.1872)
Date
1872-01-31
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Xm. Jahrgang. M s. Der Israelit. Gin Kentrat - Grgan für das orthodore Iudenlhum. HerauSgegebe« von Dr, Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 31. Januar 5632 (1872). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis der Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. »der fl. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut EourS. Direkte Francozusendung unter Streifband pr. Jahrgang 4 Thlr. pr. E. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. s«ß«rr r Leitende Artlikel: Hachnaßath Kallah. — Der Bildungstrieb im jüdischen Bolke. — Zeitungsnachrichten undCorretzorrdenzen: Deutschland: MS Württemberg. Berlin. — Oe st. - Ung. Monarchie: Wie«. W«. Ersrnstadt. NestL.— England: London. — Palästitra: Jerusalem. Jaffa. — Feuilleton: Süß Oppenheimer. * - Anhalt der ZSeitage: Zeitungsnckchrichte» und Correspondenzen:Deutschland: Karbach. Karlsruhe. Berlin. Kattvwitz. — Oesterr. -Ung. Monarchie: Wien. AuS Gr.-Meseritsch. — Feuilleton: Wo ist noch wahre Wvhltbätigkeit? Telegraphische Depesche: Wien. Arrhatt der Hrtra-Neikager Zur Linderung der Hungersnoth in Persien. — Spenden für die Armen des hl. L. — Bau jüd. Armen- und Pilger- Wohnungen in Jerusalem. — Für die Abgebrannten in Schadow. — Für die Abgebrannten in Dvbromil. — Mainz. Leitender Artikel. Kachnaßaty Kassay. Main;, 23. Januar. Der kurze Bericht, den wir in einer der jüngsten Nummern des „Israelit" über die hier in Mainz bestehenden Ausstattungs - Vereine von Bräuten gebracht, hat G. s. D. in der Nähe und Ferne sehr anregend gewirkt. In größern und kleinern Israel. Gemeinden, in welchen derartige Vereine bis jetzt noch nicht bestanden, ist man angeeisert worden, solche in's Leben zu rufen und so die große Mizwah von nbd no»n zu betätigen. Von vielen Seiten wurden wir ersucht, die Statuten der genannten hiesigen Vereine einzusenden, damit diese als Norm st Wchaltesmvtt für ähnliche zu entwerfende gelten sotten. Es ist das ein nicht unwesentlicher Beitrag zur Förderung der gegenwärtig so oft und vielfach ventilirten Aufgabe, für das weibliche Geschlecht zu sorgen, eS der Noch, dem Elende, her Sünde zu entreißen oder davor zu schützen; denn man mag sagen, was man will, so ist und bleibt doch die erste und vorzüglichste Aufgabe des Weibes, als Hausftau und Mutter zu wirken. Wir wollen jedoch mit diesen Zeilen nicht nur in der Weise anregen, daß in solchen Gemeinden, i» welchen bis jetzt noch keine Mädchen-Ausftattungs-Bereine existiren, solche gegründet werden, wir wollen vielmehr namentlich hiemit auf die Gründung von etwas g».; Neuem, und soviel wir wissen, noch nirgendwo Existirendem aufmerksam machen. Man hat in den jüngstverfloffenen Jahren in jüdischen und außerjüdischen Kreisen vielfach sich veranlaßt gesehen, aus die Treue, Ehrlichkeit und Sittlichkeit der weiblichen Dienstboten durch Auszahlung von Prämien nach Verlauf einer bestimmten Anzahl von Dienstjahren fördernd einzuwirken. Diese Prämien sind aber in der Regel so gering und unbedeutend, daß sie kaum den Zweck erreichen, den sie haben sollten. Diejenigen weiblichen Dienstboten, welche diese Prämien erhalten, wären auch ohne sie treu, fleißig, ehrlich und sittsam gewesen, für andere ist die Aussicht, nach fünf oder zehn Jahren eine Belohnung von 10 oder 20 Thalecn zu erhalten, nur ein geringer Sporn. Nichtsdestoweniger ist es un-

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