Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 13 (1872)
- Issue
- Heft 4 (24.1.1872)
- Date
- 1872-01-24
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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«UJUUUJI! T".1 J' IPI I.J . Hl «UM! fmmrmmgp Jim;LUU< y.ui ,j|s|n, u:: banttcbcr, und ©ciüijfcnö&ifio tcraiüafUcii ihn, zu feiner väterlichen Religion juriicf^urcbvi'u, mn ruhig [taten zu können. Die Superiatenvastnr hat ihn mit größter Coulanz der evangei. Gemeiudeangehörigkeit entbunden. und so ist er wenige Tuge vov [einem Tode wieder znrückgekehrt zu dem (tlauben. den er seiner Zeit nur verlassen, um ein christl. %noi)cn zu heirathcn, und ist auch wie jeder andere Jude b.xrdigt worden. O e st c r r . -11 n g a r. Ti o n a r ch i e. Wien. Als Probe, wie wie Feueal-Clerikalen Polemik fuhren, mag folgende stellen ans dem „Vaterland" dienen.' „Dr./tlaja und fein Freund Unger, geborene Inden. arbeiten wacker darauf los, daß dem Ministerium Auersperg der freisinnige Ruhm zu THeil werde, die Kirchengüter conüscirt zu baden: ja es heißt, Minister Glaser sei wieder mit Venngnng der coufessionsloseuGesetze ins Ineenkbum zurückgetraen. um uns diese nette Bescheerung zu beraten. Al io am Ende ist es doch keine leere Tage, daß die europäische Iubenligue, welche einer vollkommenen Verschwörung gegen alle europäische Völker gleichkommk, unlängst an die Flüssigmachung eines Eapikcus von vielen Millionen gegangen 64 ist, um einen großen THeil des Großgrundbesitzes im österreichischen Kaiserstaat in »koschere" Hände zu bringen? Das ist ja eine recht allerliebste Speculakion! Unsere österreichischen Bahnen haben die Juden zum größten Thcil in der Hand, unsere privilegirten Banken sind ebenfalls ihr Territorium. Was bleibt also übrig, als daß sie uns noch den letzten Rest unseres Vermögens nehmen, und daß der Reichsrath beschließe, daß wir Unglückliche in den Stand der Leibeigenschaft „dem auserwählten Volke Gottes" gegenüber versetzt würden. Gott der Gerechte, wird das ein Vergnügen sein, wenn die jüdischen Freiherrn und Barone uns öffentlich auspeitschen lassen! Ich begreife nur eines nicht, warum nämlich noch kein Gesetz in Vorschlag gebracht worden ist, daß in den Reichsrath fortan nur ein „freier" Staatsbürger gewählt werde, der sich answeisen kann, daß er von „reiner" jüdischer Abkunft und bis Dato Erzjude ist. Was haben die Gojim in einer so noblen Körperichst zu thr:n? Eben so finde ich es höchst unstatthaft, daß man die durch die so zahlreiche Anwesenheit von Vollbtntjrlden längst „geheiligte" Stadt Wien noch immer nicht „Ren-Jerusalem" getauft hat. (Bravo, gut gebrüllt, Löwe!) A N Z E Offene Lehrerftelle. Die Religionslehrer- und Vorsängerstelle, mit welcher das Schächteramt verbunden, soll bis 1. April d. I. besetzt werden. Ter Gebalt als Lehrer und Vorsänger beträgt jährlich 275 fl., circa GO ft. Rebenverdienste, und die Gebühre:: als Schächter werden zu 17.st ft. angeschlagen. Unverheirathete Bewerber nm diese Stelle wollen sich binnen 4 Wochen unter Vorlage ihrer Zeugnisse an Unterzeichneten Vorstand wenden. Bad Nauheim, den 21. Januar 1872. _ H. Grünbmmr. Ein religiöser Mann, Namens Marr Thal he im er ■A in Lehrensteinfels in Württemberg, Neckarkreis, ist gestorben und hat eine Frau mit 6 kleinen unerzogenen Kindern in sehr dunstigem Zustande hinterlassen. Mildthätige Glaubensgenossen werden hierdurch um gefällige Unterstützung ergebenst gebeten. Unterzeichneter ist' gern bereit, milde Gaben in Empfang zu nehmen und solche in diesem weitverbreiteten Blatte zu veröffentlichen. S. Henle Zirda in Lehmisteinsfeld. I G E N. '^,ic Religiouslehrer Vorsänger - und Schächterstelle in W a s s e r t r ü dingen in Bauern ist zu besetzen. Fixes Gehalt fl. 400. und Rebeneinkünfte. Offerten mit Zeugnisse!: an den Cultrrsvorftand. fClin junger Mann, der mit bestem Erfolge erwachseneu und kleinern Knaben hebräischen Unterricht xu O’jifiysni 'otn 'na: ’pn uni) hebräischer Grammatik ertheilt und gegenwärtig in einen: achtbaren Hanie Deutschlands thätig ist, flicht eine ähnliche Stelle, wo ihm gleichzeitig die Erlenuing des Geschäftes ermöglicht wird. Beste Referenzen stehen zur Seite. Gefällige Offerten sind unter Nr. 214 an die Erped. d. Bl. zu'richten. Eine Dame, die schon mehrere Jahre in einem Spe- VL zerei- und Glaswaaren -, sowie 2 Jahre in einem Manusaetnr- und Modcwaaren - Geschäfte als Ladnerin serbirt hat, sucht passendes Engagement in einer größeren Stadt. Offerten beliebe man an die Erped. d. Bl. unter 17. W. 251 zu senden.