Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 13 (1872)
- Issue
- Heft 1 (3.1.1872)
- Date
- 1872-01-03
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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12 geben wurde, zur bleibenden Erinnerung an den großmuthigen Spender den Namen „Asyl Rothschild" bei. (Ed. Jsr.) Rußland. Petersburg. Der durch seine große Wohlthätigkeit bekannte Herr Rosenberg in Petersburg hat daselbst eine große Speiseanstalt ins Lebm gerufen, ktt der Armen aller Confeffionen Speise zu ganz billigem Preise verabfolgt werden. (Hamagid.) P a l ä st i n a. Jaffa. Dieser Tage kam zum hiesigen Oberrabbiner ein Mann, der vor 14 Jahren zum Christenthume übergegangen war, und bat denselben auf's Dringendste, ihn wieder ins Judenchum aufnehmen zu wollen. Der Rabbiner willfahrte ihm, nachdem er sich überzeugt, daß es demselben mit seiner Reue vollständig ernst ist, und ließ ihn in Gegenwart mehrerer Glaubensgenossen das vorgeschriebene rituelle Bad nehmen. Derselbe Mann war schon vor einem Jahre zu Herrn Netter, Direcktor der Ackerbauschule der All. Jsr. daselbst, gekommen, um ihn über den jetzt vollzogenen Schritt zu berathen. Derselbe nahm ihn freundlich auf und kaufte ihm rrpu und p'sn. Dies mag wohl der Anlaß gewesen sein, daß Herr Netter der Verbindung mit den Missionären verdächtigt worden, und ist somit Herr Netter vollständig gerechtfertigt. (Habazeleth.) Wiederum haben wir tiefbewegten Herzens einen j unermeßlichen Verlust zu beklagen. Wie schon allgemein bekannt, ist unser ehrwürdiges Comitömitglied, Herr Obcrrabbiner I. Ettling er in Altona, uno ujm P"r Pine” opr upjr -nino nPun ’jo Po Pp pn wo-n noum '«* yp von seinem thätenreichen Leben in l. lichten Höhen abbcrufen worden. Ihm einen Nachruf nach Gebühr zu halten, würde unsere Feder zu schwäch y sein. Ueberdies ist uns Schweigen geboten, indem er in seiner großen Bescheidenheit letztwillig bestimmt hat, cipo oizo h’sdhp «pp, so daß unsererseits nur .Tön nPnn sein kann. Seinem großen mm schreiben wir es zu, daß es uns vergönnt ist, daß Centralcomitö in so herrlicher Weise ergänzt zu sehen. Der hochverehrte und schon durch sein großes Wirken in n»npn px rühmlichft bekannte Akiba Lehren in Amsterdam hat, trotzdem seine kostbare Zeit durch seine Thätigkeit an der Spitze des oo"in p"n"y ’poiaxi 'i'ps schon sehr in Anspruch genommen ist, unserem Wunsche uachgegeben, in das Centralcomits einzutreten. So möge denn '"vn unser heiliges Unternehmen auch ferner in Seinen besondern Schutz nehmen, und mögen unsere verklärten früheren Collegen on«n D'U'Pv sein. oyu »m. Berlin und Halberstadt, den 10. Teweth 5632. Das Centralcomitv für den Bau der Armen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem. Dr. I. Hildesheimer, Gustav Hirsch, Rabbiner. Kaufmann. A N Z E Die Trauerkunde von dem schmerzlichen Verluste, den das gesammte Judenthum durch das am dtp pin rioum '« erfolgte Ableben des weltberühmten id"-in -ijnrPDDy 3py> n"io pjn erlitten hat, wird bereits in die entferntesten Kreise unserer Glaubensgenossen gedrungen sein. Nicht gezieint es uns, die Verdienste des Verewigten um unsere heilige Religion noch besonders hervorzuheben, nicht erforderlich ist es, seine rastlose Thätigkeit im Interesse unserer heiligen Thora und unseres Glaubetts zu erwähnen, sein edles Streben und emsiges Wir- I G E N. feit zur Verbesserung der Lage unserer Glaubensgenossen im heiligen Lande zu schildern. War es letzteres Wirken ganz besonderes , welches ihn schon von frühester Jugend an beschäftigte, so fand dies edle Streben auch in seiner lctztwilligen Verfügung beredten Ausdruck in den Worten: „Da es mir nicht vergönnt war, wie es mein sehnlichster Wunsch war, rwnpn pio -üpr6 u. s. w." Hat nun auch der Verewigte durch sein Wirken» wie durch seine hinterlassenen Werke sich selbst ein unvergängliches Andenken unter seinen GlaubHKgenossen gesichert, nichtsdestoweniger halten es die Unterzeichneten für angemessen, ihm auch von Seiten seiner zahlreiche» Verehrer ein besönderes Denkmal zu stiften.