Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 12 (1871)
- Issue
- Heft 50 (13.12.1871)
- Date
- 1871-12-13
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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I zu größerer Ehre als all der literarische Ruhm abtrün- | mger Juden in Deutschland" (und anderswo). > „England hat keine Juden hervorgebracht wie Börne, Heine, Saphir, Meyerbeer und Mendelssohn (Bartholdi). Ich (Weill) habe alle diese großen Manner gekannt; ich habe einst dem getauften Mendelssohn ti Bartholdi derb die Wahrheit gesagt, als er in meiner jf Gegenwart den von all den Genannten allein Jude ge= | bliebenen Meyerbeer zu schmähen wagte; es ist wahr, |v Meyerbeer ist Jude geblieben, allein er hat seine drei Töchter taufen lassen, von denen keine glücklich b geworden ist undes auch nicht werden konnte." „Ein Jude, der seine Religion verleugnet oder gar abschwört, gleicht, wie der Talmud sagt, einem Fische, den man aus dem Wasser aus das Trockene bringt; er verliert sein Lebenselement. Das liegt im Wesen der jüdischen Religion selbst. Der Religionswechsel setzt ein A N Z E V Bruchsal. Moses Moschet K l i n k o f f ft e i n aus Lunichitz bei Warichau, 23 Jahre a(t, mittlerer Statur, C bat sich vor 10 Wochen heimlich von seiner jungen Gat- | tin, unter Mitnahme ihres ganzen Vermögens, entfernt. Da derselbe dem Gerüchte zufolge sich in Deutschland aushält, werden alle Rabbinen, Lehrer und edle Vtenscheni freunde ersucht, denselben, wenn sie ihn treffen, zur Rückf, kehr zu seiner verladenen Frau ('ny.:y) zu bewegen, bezw. polizeilich sestnehmen zu lassen. Diesbezügliche Nachrichten wolle man gefälligst an Se. Ehrwürden £ Herrn Rabbiner Hirsch in Frankfurt a. M. richten. H _ __Sch. Perlenst ein. | " /^iie Stelle des israel. Religionslehrers, BotMgerS f 'U und Schächters ist vacant und demnächst wieder zu ( besetzen. ~ fi Fixer Gehalt fl. 200. ^-chächtergebühren und sonl ftige Einkünfte zwischen 250 bis 300 fl. f Oualisizirte Bewerber wollen sich an den unter- ' zeichneten Vorstand wenden, t; Weisenau bei Mainz, 10. December 1871. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde BQcijenau. Annon ce. Ein junger, seminaristisch gebildeter Lehrer, mit! ehr guten Zeugnissen, sucht bis 1. Januar 1872 eine ) Urtheil. ein Nachdenken voraus. Was nun die Vernunft betrifft, so steht die jüdische Religion derselben näher als irgend eine andere, während das Uebernatürliche, weil übernatürlich, sich nicht begreifen läßt. Kan«, also der Abfall von der jüdischen Religion die Folge vernünftigen Nachdenkens sein?" „Und was ist aus den Kindern der „großen" Roformatoren des Judenthums, der Creizenach, Heß, Joelsohn k. geworden? Sie sind in drei Tropfen Wasser ertrunken." Dahin haben die Reformen geführt, für welche die Väter derselben mit so großer G'luth gekämpft hatten! Herr Weill will das allerdings nicht einsehen und bekämpft auch das talmudische Judenthum, nicht mit Gründen, sondern mit Behauptungen, von denen einfach das Gegentheil wahr ist. (Fortsetzung folgt.) I G E N. Stelle als Haus- oder Jnstitutslchrer. Derselbe ist tüchtiger Klavierspieler und vermag auch Unterricht im Französischen und in Stenographie zu ertheilen. Gefall. Franco-Offerten unter J. B. 3034. nimmt die Erped. d. Bl. entgegen. Commis stelle. Für ein Manusakturwaaren - Geschäft en detail in einer Stadt des Rheinlandes, welches am Sabbat und an den Feiertagen geschlossen bleibt, wird ein angehender Commis als Verkäufer und für die schriftlichen Arbeiten für sofort gesucht. Kost und Logis im Hause des Pnnzipals. Reflectanten, die in einem ähnlichen Geschäfte schon gewesen, belieben ihre Offerten unter J. 8. Nr. 46 poste restante Eöln zu richten. Commis-Stelle-Gesuch. Für einen jungen Mann, der seine Lehrzeit in einem Manufaktur- und Eonfektiongcschäft beendet, suche ich auf sofort unter bescheidenen Ansprüchen als (SomtniZ Stellung tu derselben Branche. Stadtlengsfeld bei Salzungen. H. Hecht, Schullehrer.