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Der Israelit · 1871-12-06 · Heft 49 (6.12.1871) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
12 (1871)
Issue
Heft 49 (6.12.1871)
Date
1871-12-06
Page
– (sequence 13)
Language
German
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915 Loch das Leben hätte schenken können? Das ist leicht zu sagen: er war es, der bei Anlaß deS Auftrittes in der Versammlung zu Bordeaux, als Garibaldi das Wort entzogen wurde, zuerst die Majorität „raraux“, Bauernmajoritat, nannte. Ich hätte Gaston Cremieux vor zwei Jahren in Paris kennen gelernt, wo er zur Leit des Kaiserthums offen als Republikaner gegenüber dem General Mellinet, dem damaligen Großmeister, im Freimaurer-Convent austrat. England. London, 27. November. Bei der Parlaments- Wahl in Dover siegte Mr. I c s s e l, der liberale Candidat und bisherige Vertreter des dortigen Bezirks, welcher sich in Folge seiner Ernennung zumSolicitor General einer Neuwahl unterziehen mußte, mit 1231 gegen 1143 Stimmen. Nachdem das Resultat benannt geworden, machte der Pöbel sich das Vergnügen, in den Hotels und Privatwohnungen, wo Mr. Jessel und die hervorragenden Mitglieder seiner Partei sich aufhielten, die Fensterscheiben einzuwerfen. Erst gegen Mitternacht murde die Ordnung wieder hergestellt. Amerika. Chicago, 30. Oct. Die Mittel, welche teilnehmende Israeliten speziell für Israeliten hierher senden, find zum beträchtlichen Theil von B. B. Logen aufgebracht und werden an die hiesigen B. B. Logen zur geeigneten Verwendung gesandt. Diese haben die Vertheilung dieser Fonds aus die bedürftigen Mitglieder ihrer Logen beschrank. Es ist nun die Frage: Ist das der Wille der Gebers In dem Aufrufe hat es geheißen: die gesammelten Gelder find in erster Linie für unsere nochleidenden Brüder bestimmt. Welche find die „Brüder" “? Israeliten überhaupt, oder Mitglieder des Ordens ausschließlich'? Nach der landesüblichen Ordenssprache bedeutet „Brüder" allerdings Ordensmttglieder. Wir Israeliten aber haben ein älteres Anrecht auf die Bezeichnung „Brüder" für einander, ohne Rücksicht auf sonstige engere Verbiudungen. Eine JnteIretatüm von geeigneter Seite der Geber, nicht der Vertheiler und Nehmer, wäre darum sehr wünschenswerth. Peinlich ist das jetzt schwebende Verhältniß in dieser Sache. Der Hilfe suchende Israelit wird von der einen Seite abgewiesen, wenn er nicht Mitgliä) des Ordens ist. Der bei bent Hebr. Unterftützungsverein Hilfe suchende Israelit wird abgewiesen, wenn er Mitglied des genannten Ordens ist, da diese Bchörde chre spärlichen Hilfsmittel für die reserviren will, die nicht aus der Quelle des B. B. Ordens schöpfen dürfen. So haben wir einen Riß in der Familie. Niemand weiß, wer der rechte Bruder ist. (I. T.) A N Z E n der wohlbekannten Fabrik der Herren Heinrich Franck Söhne in Ludwigsburg wird unter strenger und gewissenhafter Beaufsichtigung ^oo-Cichorie fabricirt. Diese vorzügliche und echte ira-Waare ist zum Fabrikpreise zu beziehen auch durch Hayum Stern in Freudenthal (Württemberg). Daß die Fabrikation obiger Cichorie »».«< öwm Jdkj beaufsichtigt wird, bezeugt Der Bezirksrabbiner M. Haas. >n meiner Weinhandluna wird ein Lehrling mit den nöthigen Schulkenntnissen zum sofortigen Eintritt gesucht. naar ist das Geschäft geschloffen. Kost und Logis im Hause. Samuel Heymann in Ahrweiler. IGEN. Briefkasten der Redaktion. Herrn W. in A. Unsere Berechnung, daß in diese« Jahre dar Chanukafest einen Zeitraum von 2000 Jahren abschließt, stützt sich auf Sedar Olam, dessen Autorität bekanntlich der Tannai Rabbi Jose ist. Dort wird nämlich gesagt, daß von der Seleucidischen Aera (3448 nach Erschaffung der Wett) bis zur Erhebung des MathathiaS 180 Jahre verstossen waren; es fallt also die Empörung der Hasmonäer in dar Jahr 3628 und die Einsetzung deS Chanukah-Festes nach mehr als dreijährigem Kampfe rn das Jahr 3632. — Wir wissen recht gut, daß sowohl jüdische wie nichtjüdische Quellen in der chronologischen Bestimmung der Hasmonäer-Kämpfe sehr varüren. Der von nn8 angenommene Zeitpunkt ist aber von allen der späteste: es sind also jedenfalls mindestens 2000 Jahre seit jenen merkwürdigen Ereignissen verflossen. Briefkasten der Expedition. Herrn W. R. in M.: Jnseratgebühren 3 fl. 30 kr. — Herrn I. B. in W. deSgl. 2 fl. 48 kr. — Herrn M. Sch. in Fr. desal. 35 kr. — Herrn S. L. G. in Fr. des gl. 2 fl. 34 kr. — Herrn I. B. in E. für nachgelieferte Nummern 9 Sgr. — Geeignete Artikel über die jüd. Verhältnisse finden Aufnahme»

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