Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 12 (1871)
- Issue
- Heft 48 (29.11.1871)
- Date
- 1871-11-29
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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SOI An die Israeliten Hamburgs! HauS Jacobs, auf und lasset uns wandeln im Lichte des Ewigen. (Jesaia 2, 5.) Das schöne Fest, welchem das Jsraelitenthum entgegengeht, das auf den 25. des Monats Kislew fallende Chanukah-Fest, verdient in diesem Jahre rücksichtlich seiner geschichtlichen Dauer eine besondere Achtung; es hat nunmehr ein Alter von nicht weniger als 2000 Jahre erreicht. Es ist dies wahrlrch etwas Großes und Ehrfurcht Erweckendes, welln ein historisches Faktum nach dem langen Lauf von vollen 2000 Jahren noch im frischen Andenken sich erhalten, ja noch glanzend und flammend im Kreise israelitischer Familien erscheint, indem das zu seinem Andenken gestiftete Fest bei seiner alljährlichen Wiederkehr im Chanuka-Leuchter mit seinen Flammen uns ein Symbol der Freude und des Glanzes hinstellt, sagend gleichsam: „Vergiß Israel des Lichtes nicht, welches ich dir gebracht, welches ich dir angezündet. nachdem eine große Sonne über dir erloschen, und eine rief dunkle, stürmische Leidensnacht über dich hingebreitet war!" — Israeliten, dies redende Symbol, welches Frische uiib Alter zugleich in sich verbindet, indem es mit jugendlichem Muth für „Llcht und Wahrheit" unser Herz erfüllt. und dabei auch uns mit Ehrfurcht vor dem grauen 2000jährigen Alterthum einflößt — dies Symbol möge auch m uns den energischen Willen erwecken an beiden genannten Tugenden festzuhalten. Wieso? Wodurch? Indem wir einerseits auf unser höchstes Lebenskleinod, auf das Erbtheil der Väter, unsere Thora, Hinschauen; — indem wir aber auch andererseits der Welt, der Gegenwart uns zuwenden. Es bildet für dich, Israel, durchaus keinen Gegensatz, das Einstehen für Religion und Thora-Gesetz, und das Bestehen in Welt und Gegenwart. Und möge auch dir die Gegenwart in einem noch so jugendlich-anmuthigeni Bilde entgegenlächeln — die alte, uralte Thora befteuudet sich auch mit der blühendsten Jugend, weil sic selbst eine unendliche Jugend in sich birgt und einschließt. Es kömmt nur darauf an, ihren Geist zu erfaffen und uns in die Tiefe ihrer Winke, Reden und Aussprüchen zu verdenken. In gar vielen großen Gemeinden Israels wird dieses Fest diesmal großartig gefeiert werden und auch am hiesigen Orte hat sich zu diesem Entzwccke ein Somit«, aus Gemeiildemitgliebern bestehend gebildet, welches sich erlaubt an seine Glaubensgenossen die Bitte ergehen zu lassen, sich recht zahlreich bei dieser außerordentlichen Feier und bei dem damit verbundenen großen gemeinsamen Festmahle zu betheiligen. Anmeldungen nimmt das Somit«-Mitglied Herr H. B. Cohn Görrtwiet 25 entgegen. Für raun Wachslichtchen und Rollen, weiß und bunt, in größter Auswahl, zu den billigsten Fabrik-Preisen bei Alfred Simon jan. in Frankfurt a. M. n der Special-Gemeinde Langweiler bei Aldenhoven, Kreis Jülich, ist die Elementar-, Religiouslehrer- und Vorbeterstelle sofort zu besetzen. Gehalt 300 Thlr. nebst fteier Wohnung und Neberwerdiensten. Qualificirte, unverheirathete Bewerber wollen sich baldigst an den Unterzeichneten wenden. Der Vorsteher M. Lrreas. Offene Lehrerftelle. Die hiesige israel. Lehrer- und Vorbeterftelle mit einem Gehalt von 300—350 fl. nebst freier Wohnung^ ist den 20. Januar 1872 zu besetzen. Refiectantem belieben sich an dem Unterzeichneten zu wenden. Homburg a. d. Ohm, den 18. Nov. 1871. Der Vorstand Simon David. Commis-Gesuch. Auf sofort wird ein bestens empfohlener junger Mann als Commis für Comptoir einer WeinhaMurU gesucht. Sonnabend geschloffen. Franco-Offerten unter M. Nr. 2028 befördert die Exped. d. Bl. n dem Gold- und Silberwaaren-Geschäfte va gre» des Unterzeichneten, welches Samstag und Feiertage streng geschloffen, findet ein Lehrling, mit den nöthigen Vorkenntnisseu versehen, sogleich Aufnahnle. Directe Offerten an S. Miller ju»., München. in tüchtiges. erfahrenes, gebildetes und gewandtes Mädchen zur Unterstützung der Hausftau in der Wirthschaft und im Manufacturwaaren - Geschäft findet bei bescheidenen Ansprüchen sofortige, günstige Stellung bei M. Ak. Bau«, Färbereibesitzer, Lauenburg in Po. in junger Mann. Israelit, welcher 5 Jahre im Tuch- und Manufacturwaaren-Geschäft condirionirte, wünscht Stelle als Reisender oder Magazinier, gleichviA in welcher Branche. Eintritt könnte den 1. December erfolgen. Gefall. Franco - Offerten beliebe man an die Erped. d. Bl. sud Nr. 1992 zu richten.