Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 12 (1871)
- Issue
- Heft 47 (22.11.1871)
- Date
- 1871-11-22
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XU. Jahrgang. JW «7. Der Israelit. Ein Hentrak - Grgan für das orthodore Kudenthum. Herausgegeben von Dr. Lehmann in Mainz. WLItwoch, den 22. November 5632 (1871). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindesten« st Bogen. Preis d«S Jahrgangs S Thlr. pr. «. »der fl. 5. 15 kr. rh. Ran abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Me Buchhandlungen und Postämter nchm« LS» \i\ steilungm an. Inserate 2 Sgr. die Petüzelle oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Eour«. Direrte Francop»» fj fendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. E. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusende». J Zuhakt: Leitender Artikel: Die Sendung Israels. LettungSnachrickten mrd Correspondenzen:Deutschland: Mainz. Beerfelden. Aus Bayern. Aus Bayern. München. München. Gemmingen. Aus Leobschütz. — Fraukreich: Paris. Paris. — England: London. London. — Rußl and:Warscha». — Palästina: Hebron. — Amerika: Chicago. Chicago. — %tv lleton: Agnes. Anhatt der ZSeikage: Zeitungsnachrichten undEorrefhondenzen: Deutschland: Halderstadt. Aus der Provinz Posen. — Oesterr. -Un g. Monarchie: Prag. — Donaufürftenth.: Bukarest. — Inhalt der wissenschaftlichen IS ei tage : Grätz' Hypothese über die Entstellung des Kanon. — Literarischer Bericht. — Leitender' Artikel. Ire Sendung Israels. Von Alexander Duparc. III. Die Ursachen der erwähnten Gleichgiltigkeit sind nicht weit Zu suchen. Unwissenheit —Unbekanntscha st mit dem Geist unserer Gesetze und Gebete, wie er auf Mischnah, Talmud und Midrasch sich gründet, Unbekanntschaft mit der Geschichte Israels. Die ans nichtjüdischer Basis j vielfach sich aufbauende Bildung unserer Jugend erzeugt : W ferner ein Vorurtheil gegen unsere Religion von drohew- * H der Gefahr und schädlicher, als je eines gegen das In-:Ä denthunr sich gezeigt hat. Dieses find die Ursachen von- M der Gleichgiltigkeit, von dem Uebel, welches in unserer W Mitte wurzelt. W Lasset uns Me unsere Kräfte anwenden, diesem M Uebel entgegenzutreten. Mögen wir gemeinschaftlich uns Z bestreben, daß auch in unseren Tagen die Völker der H Erde von uns sagen können: t>ru ’u 'v n , nm ‘»vrn »un pan ovn oy pi | ro^np dh1?« ity« \ „Fürwahr, diese große Nation ist ein weises, ver-' J nünstiges Volk; denn wo findet man eine große Nation, j der Gott so nahe ist?" * ) Glücklicherweise ist von vielen Seiten ein wohlwol- 1 lendes Streben zu bemerken, diese Gleichgiltigkeit Israels 1 in Bezug auf sich selbst zu besiegen, und es an seine Sendung zu erinnern. j Im deutschen Reiche überhaupt, wie auch in Engß land, Oesterreich, diuftlanb, Polen, selbst in Amerika, Frankreich, Holland und Italien sehen wir unter Israel! mehr Interesse für seine Religion erwachen: man bej müht sich uni die Verbreitung von Kenntniß und Wif- ■ senschaft; man bemüht sich, daß die Schriften unserer i großen Vorgänger allgemeiner bekannt werden. 1 In keiner Zeit sind so viele der ältesten jüdischen ' Bücher auf's Iteue herausgegeben worden, wie in der 1 unseren. Ein Beweis. daß die Liebe für unsere Reli- Z givn, das Interesse für unsere Geschichte noch lebhaft . ist, daß die Arbeit unserer Weisen für Viele noch großen Werth hat, und daß das Feuer der Thora in den Herzen noch hell leuchtet. '; Vor Allem aber ist es nothwendig, daß man das