Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 12 (1871)
- Issue
- Heft 46 (15.11.1871)
- Date
- 1871-11-15
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XH. Jahrgang. JM M. *7 Der Israelit. Ein Kentral - Grgan für das ortöodore Iudenthum. Herausgegeben von Dr. Lehwau» in Mainz. Mittwoch, den 15. November 5632 (1871). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindesten- 8 Bogen. Preis des'Jahrgangs 3 Thlr. pr. <£. ‘ ad« y. 5. »5 tr. rh. Man abvnnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 2 Sgr. die Petitzelle oder deren Raum. Oesterreichlsche Banknoten laut Cours. Direcle Franca,«, sendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. L. oder 6 fl. öftere. an die Expedition franco einzusenden. Anhalt: Leitender Artikel: Die Sendung Israels. Aettung-nachriÄten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin, Berlin. Hannover. Memel. Dresden. — Schweiz: Zürich. --- Oesterr."U«g.Monarchie: Pesth. Grvßwardein. — -Holland: Amsterdam. — England: London. Plymouth. — Irland: Dublin. — Rußland: Jelez. — Feuilleton: Agnes. Anstatt der Atel sage: Leitender Artikel: Ein Nachtrag'zur Frankel-Feier in Breslau. Ieitungdnachrichten und Correspondenzen.-Deutschland: München. Altona. — Amerika: Chicago. — Palästina: Jerusalem. Jerusalem. — Anstatt der pädagogische« Aeikage; Ueber Töchterschulen und Mädchen-Unterricht. — Programmenschau. — Leitender Artikel. Die Sendung Israels. Von Alexander D u p a r c. II. Hat wohl Jemand schon der Ursache nachgeforscht, vodurch Israel, trotzdem es Tausende von Jahren unterdrückt und verfolgt worden, immer seine Nationalität md die Eigenschaften behalten hat, welche ein Volk zum Volke machend Wäre nicht ein einziger der vielen Schläge, welche gegen uns Juden geführt wurden, hinreichend gewesen, den Namen von zahlreicheren und mächtigeren Geschlechtern ans der Lifte der Nationen zu löschen d Und doch konnte dieses nicht mit Israel geschehen. — Warum? Gerade weil Israel auf Erden eine große Sen» düng zu erfüllen hat: Die Sendung, der Welt Gottes Einheit und Ewigkeit zu verkünden, durch seinen festen Glauben an Gottes Vor-; sehung und durch seine Ehrfurcht vor dem; heiligen Gesetze. Unsere Vorfahren begriffen stets vollkommen diese Sendung, und daher ist Israel geblieben, was es jetzt noch ist — ein einziges Volk auf Erden. Wie weit doch über die Welt zerstreut, ohne ein einigendes Band, ohne einen Mittelpunkt, ohne Macht und Gewalt, haben wir doch den Stürmen der Zeiten getrotzt, und weder die Alles zerstörende Zeit, noch die Hand des Feindes vermochten es, uns zu vertilgen. Was andere Völker in Stein ausgehaucn, um es zu verewigen, ist vernichtet worden. Doch was die I Tradition in die Herzen der Inden hat hineingelegt, ist | bewahrt geblieben und kann nie verloren gehen, j Die steinernen Tafeln, in welche Gott den Decalog einst eingcgrabcn, find verschwunden: kein Denkmal, keine Statue, kein materielles Zeichen ist uns von den größten Ereignissen der Geschichte Israels geblieben; doch die heilige Thora, auf dem Berge Sinai gegeben, ist unversehrt in unsere Hände gelangt. Kein Vandalismus war im Stande, das uralte Gebäude unseres Gesetzes niederzuwerfen: die Dynastie „Israel" ist auf ewig gegründet, weil von den Zeiten unseres Lehrers Moses bis auf unsere Tage immer treue Befolger der göttlichen Gebote dagewesen.! 12 -oix hd bn ne, „Von Mund zu Mund sprach