Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 12 (1871)
- Issue
- Heft 43 (25.10.1871)
- Date
- 1871-10-25
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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803 ANZEIGEN. Wikfnsf. In Dobr omil V'^SDI O'vvn ^y hat vor einigen Wochen eine Feuersbrunst 800 meist jüdische Häuser zerstört. Da die meisten Häuser aus Holz gewimmert sind, so haben die Einwohner nichts als das nackte Leben retten können. Tausende von Menschen, welche wohlhabend gewesen, sind jetzt an den Bettelstab gebracht; nichts ist" ihnen geblieben als das Vertrauen auf Gott und den Wohtthätigkeitssinn ihrer Brüder, der nie vergebens angerufen wurde. Tausende von unser» Brüdern wandeln in den Straßen, ohne ein Stückchen Brod, ihren Hunger zu stillen; ohne ein Kleid für ihren entblößten Körper, ohne eine Ruhestätte für ihre müden Glieder zu haben. Bedenkt Brüder, was das bedeutet, in rauher Jahreszeit mit kleinen Kindern aus offener Straße weilen zu müssen! Bedenket, was das heißt, ohne Kleidungsstücke dem Winter entgegenzugehen; bedenket, daß Tausende von euren Brüdern, fast alle O-pbrr HO', darunter viele rvp'121 O’CDn , mit Hunger und Mangel kämpfen! Außerdem sind alle onsbi nnm G^arna ’rm va ein Raub der Flammen geworden. Wer nur einen Funken jüdisches Gefühl, ja «er nur eine menschliche Regung hat, wird sich veranlaßt fühlen, um zur Linderung dieser außerordentlichen Roth beizutragen. Beliebige Beiträge mögen adrcssirt werden an Herrn Samuel Münz in Pesth. tivfpitbi 'ISitU Vor ungefähr drei Jahren ging mein Mann, Mathatias Belansty, nach Preußen, um meiner jüdischen Gemeinde eine Schachterstelle anzunehmen. Anfänglich erhielt ich von ihm ans der Provinz Posen Briese, aber seitdem bin ich ohne Nachricht von ihm. und da ich gewiß bin, daß er keine Klagen gegen mich hat, bin ich recht besorgt nm ihn. Ich ersuche daher dringend die geehrten Leser dieses Blattes, welche von dem Aufenthalte meine Mannes Kenntniß haben, mir dies unter untenstehender Adresse gefälligst mittheilen zu wollen. Mein Mann ist von niederer Statur, die Nase breit, das Haar schwarz. Madame Rösel, bei Herrn Joel Schifrwitz in Wilkowischk (Russisch - Polen). D ie israel. Gemeinde Braunfels sucht einen Lehrer, Vorsänger und oror. Fixer Gehalt 160 Thlr. Nebeneinkünfte ca. 100 Thlr. Eintritt sofort. Qualifizirte Bewerber beliebe« ihre Zeugnisse baldigst einzusenden. Der Vorstand. <TSa$ 120 Hotel Schwed in Bad Kissingen ist seit Eröffnung der Eisenbahn auch außer der Kurzeit das ganze Jahr geöffnet und empstehlt sich den verehrten israel. Geschäftsreisenden, sowie Familien zu Hochzeitsfesten mit der Versicherung billiger und bester Bedienung. Ein Ober-Secundaner sucht eine Stelle als Lehrlinz in einem Producten- oder Bankgeschäfte, wo Samstag und Festtage geschloffen. Anmeldungen beliebe man gefälligst bei der Exped. d. Bl. sud Nr. 1872 einzureichen._ Stelle - Gesuch. Eine junge Dame, die seit sechs Jahren in einer Familie die Erziehung zweier junger Mädchen zur besten Zufriedenheit geleitet hat und neben den Schnlwissenschaften in Sprachen und Musik unterrichtet, sucht eine ähnliche Stelle. Offerten unter Lit. Z.K. 217 besorgt die Annoncen-Expeditiou von Haasenslein in Cöln.__, LHxsittgs-besuch. Ein Lehrling mit guten Schulkenntnissen wrrd für ein Fabrik- und En gros - Geschäft in Kurzwaaren für ein Hans in Cöln gesucht, welches am Sabbat und an Feiertagen geschlossen hat. Franco-Offerten werden erbeten sub X. 1885 durch die Expedition d. Bl. Lehrlings - Gesuch. In meinem Manufacturwwaaren-Geschäft, Samstag und Feiertage streng geschloffen, findet ein junger Mann aus achtbarer Familie, der eine gute Schulbildung genossen, schöne Handschrift schreibt, sofort eine Stelle. Kost und Logis im Haus. Einer, deffen Eltern ein Waarengeschäft haben, genießt den Vorzug. Jakob Hirsch, Mergentheim a. d. T. Ein junger Mann, seit 5 Jahren im Weingeschaste thätig, sucht anderweitig Stellung, gleichviel welcher Branche. Auch würde derselbe einen Rersepoften übernehmen. Offerten unter Chiffre A. K. Nr. 1880 besorgt die Erped. d. Bl..