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Der Israelit · 1871-09-13 · Heft 37 (13.9.1871) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
12 (1871)
Issue
Heft 37 (13.9.1871)
Date
1871-09-13
Page
– (sequence 1)
Language
German
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M. Jahrgang. J)ä S7. Der Israelit. Ein Genlrat - Grgan für das orlhodore Zudmlhum. HerauSgegwm von Dp. Lehrmrrw in Mainz. Mittwoch, den 13. September 5631 (1871). Dirse Aettrmg erscheint wöchrntttch einmal. Mittwoch», in mtnbestm» » Vogen. Preis de» Jahrgang» » Lhlr. pr. «. oder fl. 6.16 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig, «lle Buchhandlungen und Postämter nehme« Be« an. Inserate 2 Sgr. die Petttzeile oder deren Raum. Oesterretchifche Banknoten laut Cour». Direkte Francozu« fendnng unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. 5. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco ebynseNde». Anßattr Leitende Lrttkel: Die Heilung der Seele. — Der Eintritt in den Gemeindebund. — Bettmrgsnachrichlenund Lorreft»onde«e«:Deutschland: Mannheim. Aus Bad Trinach. Frankfurt a. M. Aus der Provin» Posen. — Oesterr.-Ung. Monarchie: Pesth. Pretzburg. — Frankreich: Paris. Paris. — Anhatt der ersten ztftkage: SettnngsnachrichlenundGarresvoNbamen: Deutschland: Mainz. Dannstadt. Mtrütstockhekm. Merlin. — Oesterr.- Ung. Monarch^: Mew — Frankreich: Paris. — PenttkrtvA: EZ -Z» v«»s «eo tfab ^dt>. Anhalt der »wette« Hteitage r Leitender Artikel: Die rechte Auffaffung, die richtige Betrachtung der Gotteslehre. geitunasnachrichten und Eorrefdondenzen.-Deutschland: Dürkheim. — Oest.-Ung. Monarchie: Wien. — Rumänien: Aus Bottuschan. —| Leitender f&rtifeL Are Kettung der Seele. Mainz, 5. September. V. Dasjenige, was der Heilung der Seele am Meisten hinderlich ist, das ist der Unglaube. Dieser ist eine fast unheilbare Krankheit, die schon deßhalb zum Verderben führen muß, weil jedes Mittel zur Heilung zurückgewiesen wird. Also hat es auch Gott durch seinen Propheten Jirmejahu verkündet (Cap. 7, V. 25—28) : .„Von dem Tage an, daß eure Väter aus Mizrajim gezogen, bis auf den heuttgen Tag, sandte ich euch meine Drener, die Propheten, an iedem Tage früh und spät; und fie hörten nicht auf mich, und sie neigten ihr Ohr nicht, und sie hielten steif ihren Nacken, handelten übler als ihre Väter — und auch du wirst zu ihnen reden und sie werden nW WkPr/'MMW anrufen Mül sie werden dir nicht antwottM.MvBll wirft von Hflkn sagen: dies ist das Volk, das nicht hört auf die Stimme des Ewigen, seines Gottes, das Sittenlehre nicht annimmt." — Und woher diese entsetzliche Verstocktheit? d;tdd nrroa nnown rro«, „weil verloren ist die Emunah, der tteue, überzeugungsvolle Glaube, und abgeschnitten von ihrem Munde. Man meint, Gott habe diese Motte des Propheten gerade für unsere Zeit verkünden lassen, rre« runwn, daß verloren ist der tteue, überzeugungsholle Glaube, das ist das Grundübel unserer Zeit. Mir wollen bei den Schlußwotten dieser Verse DrpDD nn-i3)), „und er ist abgeschnitten aus ihrem Munde," ein wenig verweilen. Eigentlich sollte man voraussetzen n 3 3 ■? d nrroji, „und die Emunah ist ausgerottet aus ihrem Herzen". Das aber sagt oer Prophet nicht und deßhalb war noch Hoffnung für die Abgefallenen der damaligen Zeit, und deßhalb ist auch noch Hoffnug für die sündigen Großsprecher unserer Zeit; denn die anscheinend Glaubenslosen und Ungläubigen in Israel, sie find nichts als Maulhelden, die der Mode huldigen, der Leidenschaft nachgeben; aber tief innen in ihrem Herzen lebt die Emunah noch, glimmt noch der Funke in der Asche. Sind wir doch allesammt Nachkommen Abrahams, Jizchaks und Jakobs, sind wir doch allesammt der Heerde entsprossen, die Moscheh, unser

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