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Der Israelit · 1871-08-02 · Heft 31 (2.8.1871) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
12 (1871)
Issue
Heft 31 (2.8.1871)
Date
1871-08-02
Page
– (sequence 10)
Language
German
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592 Schwarz, H., Rabb. zu Hürben. Schwarz, Vr. Israel, Rabb. in Cöln. Schwarzschild, Kreis-Rabb. zu Schlüchtern. Schwarz, Pinkas, Rabb.-Assessor zu Huszt. ch ü l l e r, Joseph, Rabb. zu Wodeiau, Böhmen. Seiden selb, Moses, Rabv.-Assessor zu S. a. Ujhely. S kutsch, Jsaac P., Distr.-Rabb. zu Treuchtlingen. Spitzer, Samuel, Oberrabb. in Esset. Stiesel, vr., Prediger zu Schrimm, Prov. Posen. Strauß, I., Kreis-Rabb. zu Rotenburg a. F. Stein, Levi, Rabbinatsverweser zu Papa. Sulzbach, Löb, Rabbi zu Darmftadt. Tachauer, Jsak,- Rabbinatsverweser zu Eisenstadt. Ullmann, Friedrich, Ober-Rabb. zu Waitzen, Ung. Weiskopf, David S., Distr.-Rabb. zu Wallerstein. Wetzlar, Kreis-Rabb. zu Gudensberg. Witzmann, Löb, Distr.-Rabb. zu Schwabach. Wohlgemutst, S. A., Rabb. in Memel. Wormser, Distr.-Rabb. zu Gersfeld Wormser, vr. S. S., Bez.-Rabb. zu Weilburg. QHtxm$&naibri&>tex un t$ovrefpvn* Üente i». Deutirbland Mainz, 28. Juli. Wir erhalten aus Leipzig die nachstehende Zuschrift: Leipzig, 21. Juli. Wiederum hat sich die Zahl der Gemeinden, welche dem Gemeindebunde beigetreten sind, vermehrt, so daß die Gesammtziffer sich nunmehr auf einige 70 beläuft. Sämmtliche Zuschriften der Gemeinden bekunden i das wärmste Interesse für das Zustandekommen des Bundes. So schreibt der Vorstand der israel. Cultusgemeinde zu Fürth an den Vorsitzenden des Ausschusses für den Gemelndetag Herrn Gemeinde-Borsteher Moritz K o h n e r: „Es gereicht uns zu besonderem Vergnügen, Ihnen erklären zu können, datz die hiesige Gemeinde dem Gemeindebund bettritt und pro 1871 für den Fall des Bedürfens 10/^ der directen Gemeindeumlage dem Bunde zur Verfügung zu stellen bereit ist. „Zur Erklärung unseres Beitrittes hat uns wesentlich die Aussicht veranlaßt, daß allseitige Beteiligung der auf verschiedenem religiösen Standpuntte stehenden Gemeinden nicht ausbleiben wird, wenn Sie auf dem mühsam zu überschreitenden, aber allein richtigen Wege beharren und das Mißtrauen der religiösen Neuerungen Abgeneigten in der bereits angebahnten Weife beschwichtigen. „Je sicherer aber es ist, datz Sie noch nnt vielen Hindernissen zu kämpfen haben, bis Sie das Ziel erreichen, desto entschiedener tritt die Mahnung an Alle, denen es um die heilige Sache Ernst, ist, Ihr edles Streben anzuerkennen, Ihnen Muth zuzurufen und Sie der Unterstützung derer zu versichern, denen die Erreichung des vorgesteckten Zieles als eine der höchsten Aufgaben unserer deutschen Glaubensgenossen erscheint. „Dieser Pflicht wollen wir anmit Nachkommen; wir erklären unser volles Einverständniß mit Ihren jüngsten in dieser Sache unternommenen Schritten; wir sprechen Ihnen, verehrter Herr, insbesondere für Ihr Wirken unfern Dank und unsere Anerkennung aus." Auch eine hier soeben im Eomnussionsberlag von Oskar Leiner erschienene Broschüre, „das Judenthum und seine Ausgabe im neuen deutschen Reich" plaidirt beredt für den Beitritt zum Gemeindebunde. Dieselbe spricht hier allgemein an. Als Verfasser vermuthet man einen in Königlich Sächsischen Staatsdiensten stehenden jungen Juristen (Glaubensgenossen), der bereits durch eine Broschüre gegen Fritz Reuter seine warme Theilncchme für das Judenthnm bekundet hat. Aber noch fehlen viele zum Theil größere Gemeinden! Möchten anch diese sich endlich entschließen, dem Gemeindebunde beizutreten und sich mit der bezüglichen Erklärung beeilen, damit auch sie bei der hoffentlich schon zu Michaelis c. erfolgenden Conftituirung ihren Einfluß bei Entwertung der Statuten u s. w. geltend machen können. Gilt es doch, eine Vereinigung zu schaffen, deren die herrliche Aufgabe harrt, so manche arge Uebelstände zu beseitigen, so manch bisher schwer vermrtzte Einrichtungen ins Leben zu rufen. Wir können, da der Genreindebuud wiederholt die feste Versicherung gibt, daß er sich der Parteinahme in allen religiösen Dingen strengstens enthalten wird, dem Vorstehenden nur zustrmmen. Man sehe übrigens die nachstehende Correspondenz „Fulda". Red.j Fnkda, 23. Juli. Gestern am Sabbat Chason hatten wir das Vergnügen, einen Sendboten des isr. Gemeindebundes in der Person des Herrn Gerichts- Reserendars Wachtet aus Leipzig bei uns zu sehen. Herr W. hielt über die Ziele des Gemeindebundes einen anregenden Vortrag in der Synagoge, und gelang es ihm, allgemein dafür zu interessiren. Um so unangenehmer berührte es uns, zu sehen, daß Herr W. noch an demselben Sabbat Nachmittags 3 Uhr unsere Stadt per Eisenbahn verließ. Ist es bereits dahin gekommen, daß Jemand als Sendbote eines isr. Gemeindebundes in einer orthodoxen Synagoge einen Vortrag über Juden und Judenthnm halten und dann den Sabbat vor aller Augen entweihen barf? Daß solch ein öffentliches Aergerniß der Sache des Gemeindebundes bei Allen, denen unsere heilige Religion höher als jede Repräsentation oder staatliche Anerkennung steht, nur schaden muß, bedarf wohl des Nachweises nicht erst.

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