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Der Israelit · 1871-08-02 · Heft 31 (2.8.1871) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
12 (1871)
Issue
Heft 31 (2.8.1871)
Date
1871-08-02
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XII. Jahrgang. JW 31. Der Israelit. Ern Hmtrat-Hrgan für das ortkodore Kudenthum. HrrauSgegeben von KV--. Lehman« in Mainz. Miitwvch, ben 2. August 5631 (1871). Diese Zeitung «schemt wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens % Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. L. ad« st. b. 1b kr. rh. Man advnnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Me Buchhandlungen und Postämter nehmen Be. stellrmge« an. Inserate 2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum, vesterretchisch« Bawknoten laut CourS. Direkte Francozu» sendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. L. oder 6 fl. Sperr, an die Expedition franco einzufenden. Anhalt r Kettender Artttel: Dke sogenannte zweite isr . Synode. Ätttungänachrickten «nLEorrefpvndearen: Deutschland: Mainz. Stuttgart. Stuttgart. Heilbrorm. — Oe st. -Ung. Monarchie: Wien.Pesth.Pesth. — Donaufürstenth.: Bukarest. — Rußland: Wilna.— Frankreich: Paris. — Algerien: Constantine. — Persien: Schiratz. — stmttStton : Zur rechten Zeit. Kuhatt der N-ttager Leitender Artikel: Die Erklärung des Herrn Bcz. - Rabb. Dr. Salvendi. SettnngGnachrichteunndGorrespondenzenr Deutschland. Mainz. Fulda. Berlin. KAYalt der pädagogische« Nettage: Die israel. Schule. — Berufsfreuden des Lehrerstandes. — Recenfiouen. — Leitev-er Artikel. Me sogevannte -«eite israel Synode. Mainz, 25. Juli. Unsere geehrten Leser mögen nicht ungeduldig darob Werden, daß wir uns seit einigen Wochen so eingehend Mt der Augsburger Synode beschäftigen. Dieselbe «ist ein derartiger Triumph für das orthodoxe Judenthum, das Fiasco, die Lächerlichkeit, ßer Schwindel/ die in Augsburg zu Tage getreten, find lo augenscheinlich, daß es unverzeihlich «ckre, wenn nicht in ausgiebigster Weise das Alles cm's Licht gestellt würde. Nach den, Zugeständnisse der Theilnehmer selbst, die darüber in den Reform-Zeitschriften berichten, war die Stimmung derselben eine gedrückte. In der ersten Leipziger Synode hatte man stch großen Erwartungen hingegeben; man hatte stch eine eccleaia magna r6run) gedünkt. Was bic Refonn-Rabbinen nicht gekonnt hatten, das hatten die Laien vollbringen sollen: das alte Ludenthum hatte hinweggehoben, ein neues geschaffen werden sollen. Hochklingendc Phrasen waren in die Welt geschleudert, und das Resultat war gleich Null geblieben. In der einzigen Genreinde Wien hatte man den Versuch gemacht, die Synodal - Beschlüsse zur Geltung zu bringen, und der Versuch war gescheitert; ein einziger Rabbiner (Hetz in Eisenach) hatte, sich aus die Synodal-Berachungen stützend, eine blutschänderische Ehe eingesegnet und dadurch die Entrüstung der ganzen Welt hervorgerufen. Was Wunder, daß nur wenige und unbedeutende Menschen in Augsburg zusammenkamen, um der Leipziger Fehlgeburt eine Augsburger Mißgeburt zur Seite zu stellen? „Hier in Augsburg," berichtet ein Haupthahn der Retormhühnerfteige. „sah man einige Herren, die nickt da waren, und das mußte verstimmend wirken." Vor Allem ist es Herr Philippson von Bonn, deffen Abwesenheit bitter empstinden wurde. Herr Ph. hat Gesundheitsrücksichten vorgeschützt; aber die Herren Gesinnungsgenossen glauben's ihm nicht; fie behaupten, es seien tteinliche, eitle Mottve, die ihn ferngehalten. Wer war denn aber erschienen? Die 21 Rabbinen, Errabbinen und Rabbinatscandidaten, die wir in voriger Nummer namentlich aufgesührt, bieten an Intelligenz und Wissenschaft sehr wenig

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