Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1871-07-12 · Heft 28 (12.7.1871) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
12 (1871)
Issue
Heft 28 (12.7.1871)
Date
1871-07-12
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2446951-2447499-2447527--09523-2465248
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

XII. Jahrgang. ,' ß J\g 28. Der Israelit. Ein Kentrat - Hrgan für das orthodore Iudenthum. Heraus gegeben von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 12. Juli 5631 (1871). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens L VogM. Preis de» Jahrgangs 8 Thlr. pr. L. oder fl. 8. 18 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. «Le Buchhandlungen und Postämter nehme» Bestellungen an. Inserate 2 Sgr. die Petstzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut LourS. Directe Francop»- fendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. E. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Anhalt: Leitender Artikel: Zur Synode. Zettun gSnackrichten und Eorrespondenzen: Deutschland: Mainz. Mainz. Mainz. Mainz. Darmstadt. Worms. Gailmgen. Wallerstein. Aus Schwaben. Aus Westphalen. Königsberg. — Italien: Florenz. — Frankreich: Paris. Paris. — England: London. — Rußl. u. Polen: Warschau. — st#. Anhalt der Netrage: Settung-nachrichten und Eorreshonbenzen: Deutschland: Soultz. — Frankreich: Paris. — Feuilleton: Schlechte Geschäfte. — Shnodalia. — Leitendee Strtifel. Im Synode. n. Herr Advocat Lehmann in Dresden, das enfant terrible der Synode, hat unter obigem Titel ein beachtenswerthes Büchlein herausgegeben, in welchem er die „Geistesblüthen" der Synode, die Referate über die gestellten Anträge bespricht. Die Schlaglichter, die hierbei auf die Synode fallen, sind zu kostbar, als daß wir sie unfern Lesern vorenthalten sollten. Die Herren Lüw von Szegedin und Wiener von Oppeln wollen ertauben, am Sabbat in der Kutsche zu fahren; Herr Advocat Lehmann meint, es wäre den Herren trotz allen Aufwandes an Scharfsinn nicht gelungen, die Orthodoxie von der Zulässigkeit des 3 Sabbatfahrens (sic) zu überzeugen. „Warum also," 4 meint der Advocat der Synode, „nur ein Glied herausj reißen aus der Fülle der Sabbatentweihungen V Darum hinweg mit dem Verbote der Arbeit am Sabbat!!! ^err Dr. Adler in Cassel kömmt zu dem nach- I folv/ en liebenswürdigen Jriyfuftate: „Am Sabbat dürft iH ihr nur in Droschken, än den Feiertagen aber auch in « eigener Equipage fahren! Um diesem schönen mv) auch >1 praktische Bedeutung zu geben, soll Herr Adler gesonnen ft sein, fein großes Vermögen testamentarisch zur Anschafjji fung von Equipagen für die unbemittelten Mitglieder J seines Rabbinatsbezirkes zu vermachen. I j'i Herr Dr. Landau in Dresden, etzählt uns -ß Herr Adv. L., will das Institut der „Schabbesgojim" 1 durch nichtjüdische Kutscher vermehren. E In Be^ug auf die Mikwah erwartet Herr Adv. ß L. von der Synode, daß sie mit dieser ganzen ,partie | honteuse“ vollständig aufräume. | Herr Dr. Aub in Berlin hat den Antrag get stellt, daß nisno ''cmsa raw 'bbr-io Q'Uvi j rc. als Zeugen bei Trauungen zugelassen werden sollen. § Herr Dr. Joel in Breslau meint, das geschehe ja |j schon längst. Ihr tteuen Gläubigen in Israel, nehmt | Euch das zu Herzen und lasset doch nicht mehr von solj chen DDy '10 'jzan Trauungen vollziehen, die nach jüdischem Religionsgesetze vollständig unj gittig sind! Hört doch endlich, wie die Reformrabbi- J nen aus der Schule schwatzen und lasset Euch fürder I doch nicht t)on ihnen bethören!!

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.