Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 12 (1871)
- Issue
- Heft 25 (21.6.1871)
- Date
- 1871-06-21
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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t M 28. XU. Jahrgang. Der Israelit. Ein Hentrat - Grgan für das orthodoxe Iudenthum. Herausgegebm von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 21. Juni 5631 (1871). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens S Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. 5. oder fl. 5. 1B kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Be» -Ölungen an. Inserate 2 Sgr. die Petttzetle oder derm Raum. Oesterreichische Banknoten laut LourS. Direkte Francozusendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. E. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Da mit de« 1. Juli 1871 ei» neues Quartal beginnt, Io erlauben vir nu», die geehrte» »bo««e»le» darauf aufmerksam ,« machen, daß namentlich bei der Post da- »ba»»e«e«t frühzeitig rnvnert Verde» »u»b, damtt die Berfe«d«ng keine Uuterbrechuog erleide. Iuhatt: Leitende Artikel: Die Friedensfeier und die Juden. — Ein Rabbiner über die Beschneidung. — Zeitung-nachrichten und Eorrespondenzen: Deutschland: Mrüczen.—Oe st er r.- Ungar. Monarchie: Wien. Wien. Aus Cislerthanien. Brody. — Frankreich: Paris. — England: Broadstairs. — Amerika: New-Uork. — Keuilletv»^ Zur rrchten Zeit. Awhakt der Blei tage s Zeitungsnachrichten und Eorrefpondenzen: Deutschland: Earlsruhe. Leipzig. Hamburg. — Oesterr.-Ungar. Monarchie: AusBrünn. — Frankreich: Paris.— Rußland und Polen: Odessa. — Donaufürstenth.: Bukarest. — Kuyatt der chrtra-Aeitaaer Für die Nothleidenden im hl. L. — Spenden für die Armen des hl. L. — Bau jüd. Armen- und Pilaerwohnungen in Jerusalem. — Für die Wittwen u. Waisen im hl. L. — Für Beköstigung der Soldaten im Felde während des Peßachfestes. — Für die Jeschibah in Wolosin. — Für die Bedürftigen in Fegersheim (Elsaß). — Für den unglücklichen Fuselier Rolhaießer. — Für die unglücklichen Glaubensgenossen in Odessa. — Für die Blumenthal'sche Stiftung in Jerusalem. — Inhalt der pädagogischen Beilage: Die profane und die heilige Geschichte. — Berufsfreuden des Lehrerstandes. — Recenston. — Seiten AttiteU Ire Iriedensfeier und die Jude». D. Wie aus seiner Asche der Phönix, so verjüngt sich gegenwärtig vor den Augen des staunenden Europa unser theures deutsches Vaterland aus seinem edelsten Blute. Vergessen find die Schmerzen und Wehen, aus denen seine mächtige Einheit erblühte. Friede! Friede! jubeln die aus Feindesland zurückkehrenden deutschen Stämme; denn sie find mit freudigem Männermuth hinausgezogen, deshalb führt sie jetzt auch ein so ehrender Friede zurück. Und der Friede, jener „liebliche Knabe", welcher wieder bei sammelt uns Ave, Alle, ohne Unterschied der Confession, in unseren Gotteshäusern, um demjenigen zu d«nken, der Friede macht in seinen Höhen, und auch uns dieses langvermißte Kleinod wieder geschenkt hat. „Ob wohl diese Freude, dieser Dank bei den Inden eben so innig und herzlich wie bei uns Christen sind T fragte mich neulich em — kirchenräthlich gefärbter — evangelischer Geistlicher. „Darf sich, kann sich der wahre Jude an dem Aufblühen und Gedeihen, mit der Freude und dem Frieden seines Landes freuen, wenn er sein eigenes Heimathsland noch immer verwüstet, und sein Volk über die ganze Erde zerstreut sieht d Steht diese Freude, wenn sie auch geheuchelt wird, nicht im Widerspruch mit Euren Hoffnungen, Euren Wünschen und der Zukunft, wie Ihr sie erwartet?" „„I ch will Ihnen auf alle diese längst breirgetretenen Fragen nicht antworten,"" erwiderte ich dem lauernden Fragesteller, „„ein Christ, deffen Autorität Sie wohl nicht in Zweifel ziehen werden, soll Ihnen die richtige Antwort geben."" Ich schickte ihm eine im Jahre 1831 erschienene Abhandlung des berühmten englischen Geschichtsforschers Macaulay, der über diesen Punkt Folgendes sagt: „Aber, sagt man, in der Schrift steht, daß die