Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 12 (1871)
- Issue
- Heft 23 (7.6.1871)
- Date
- 1871-06-07
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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XIL Jahrgang. jy ss. Der Israelit. Ern Kenlral - Hrgan für das orthodoxe Iudenthum. Herausgegeben von Dr. Lehruau» in Mainz. Mittwoch, den 7. Juni 5631 (1871). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens L Bogen. Preis des Jahrgangs 8 Thlr. pr. L. »der fl. L. IS tr. rh. Man aborvnrt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehme» Be» stülungm au. Inserate 2 .^vM.^Vie PttUzeile oder deren Raum. Oesterreichische Bontnotrn laut SourS. Direkte Francozu» sendung unter Jahrgang 4 Thlr. pr. E. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco emzusrnden. Anhalt: Leitende Artikel: Ewige Berge, ewige Hügel. — Ein Rabbiner über die Beschneidung. — ZettungSnachriSten und Correspondenzen: Deutschland: Wiesbaden. Dresden. Leipzig.-- Oesterr.-Ungar. Monarchie: Wien. Wien. Wien. — Frankreich: Paris. Feuilleton: Zur rechten Zeit. Anhatt targteffet«: LeiMber Artikel. LttercMM Bericht. Zeitungsnachrichten und CöMfpondenze«: Deutschland: Berlin. — Oefterr.-Untz^ Monarchie: Aus Cisleithanien. Pesth. Pesth. — Holland: Haag. — England: London. — Rumänien: Jassy. — Rußland: Odessa. — Asien: Smyrna. — Australien: Melbourne. — Feuilleton: Ein geschichtlicher Rückblick auf die Juden in Elsaß und Lothringen. — Anhalt der wissenschaftlichen Beilage: Grätz' Hypothese über die Entstehung des Kanon. — Reisen des Rabbi Mordokhai-Aby-Serur nach Timbuktu. — Leitende Artikel. ßrvige Aerge, ewige Lüget. Zürich, 30. Mai. Die angenehme Pflicht, die Trauung bei einem werthen Freunde zu vollziehen, rief den Herausgeber dieser Blätter an die Grenze der Schweiz. Mit mehreren Reisegefährten benutzte er diese Gelegenheit, um , einmal die Berge, See'n und Hügel zu schauen, von j denen alle Welt mit Bewunderung spricht. Sonntag, den 28. Mai, durcheilten wir das Großherzogthum Baden seiner ganzen Länge nach, um in der alten Schweizerstadt Basel zu übernachten, die wir iÄoch schon Montags in aller Frühe verließen, um den Rheinsall bei Schaffhausen zu sehen. Wahrlich, es wird dort dem Beschauer ein großartiger Anblick geboten.' Ruhig fließt der Rhein dorthin , bis plötzlich sein Lauf über' mächtige Felsen ihn an den tiefen Abgrund führt. Da stürzt er nun hinunter, jedoch nicht ohne in MMarden kleiner Atome zu zerschellen. Weithin spritzen die seinen Tropfen, während mit gewaltigem Donner die ungeheure Wassermaffe in die Tiefe fährt. Aber schon nach ganz kurzem Zeittaume hat sich das Wasser dort unten gesammelt und fließt ruhig werter, und die Nachen fahren hinüber und herüber bis dicht an den Fall hinan. Hoch über dem Fall hat man für die Eisenbahn eine Brücke erbaut, deren Tunnel durch den Felsen fährt, aus dessen Höhe das prachtvolle, mittelalterliche Schloß Lausen fleht, welches an seinen verschiedenen Puntten die prachtvollsten Aussichten aus dies große Naturwunder bietet. Doch nicht davon wollten wir reden, sondern von den ewigen Hügeln und den ewigen Bergen , die wir gestern aus dem Wege von Schasshausen nach Zürich und bei einer Spazierfahrt auf dem Zü richer See erblickten, die wir noch heute aus dem Balcon des Hötel Bellevue vor Augen haben. Es kam und kömmt uns dabei ein herrlicher Vers aus der Haphtara des zweiten Tages des Wochensestes nicht aus dem Sinn. Dort ruft nämlich der Prophet: pt* niyzu intfr , ly mn issnerw v'U ->nv nm dVw n^n.