Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 12 (1871)
- Issue
- Heft 21 (24.5.1871)
- Date
- 1871-05-24
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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* XII. Jahrgang. / -V7 Der Ztzraelit. M 21 Ein Gentral - Hrgan für das orthodoxe Iudenthum. Herausgegebm von Dr. Lehman« in Mainz. Mittwoch, den 24. Mai 5631 (1871). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens L Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. E. oder fl. 5. 1b kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Direkte Francozusendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 st. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt: Leitender Artikel: Natur-Religion und geoffenbartes Gottes-Gesetz. 8ettungsnackrickten und Correspondenzen: Deutschland: Laupheim. — Oesterr.-Ungar. Monarchie: Wien. Wim. Aus Lemberg. Aus Zombor. — Donaufürstenth.: Bukarest. — Rußland: Odessa. — Dänemark: Copenhagen. — England: London. — Palästina: Jerusalem. — Feuilleton; Zur rechten Zeit. Anyatt der Nettäger Leitender Artikel: Literarischer Bericht. Zeitungsnachrichten und Correfpondenzen: Deutschland: Aus Bayern. Beuthen. — Oesterr.-Ung. Monarchie: Pesth. — Donarfürstenth.: Bukarest. — Rußl. und Polen. — Palästina: Jaffa. — Amerika: New-Aork. — Afrika: Algier. — Feuilleton: Ein geschichtlicher Rückblick auf die Judm in Elsaß und Lothringen. Leitender Artikel. Natnr-Weligron und geoffenSartes Kottes-Kesetz. (Zum Schabuoth-Fefte.) Darmstadt, im Jjar 5631. E. Aus zwei Quellen fließt dem Menschen die Erkenntniß Gottes und seines Vaters; aus der Natur und der göttlichen Offenbarung. Ein Blick jedoch auf die Geschichte der Menschen und Völker zeigt uns, wie wahre Gotteserkenntniß nur dann erzielt wird, wenn beide Wege von dem Gott suchenden Sterblichen eingeschlagen werden, welche traurige Irrungen dagegen zu Tage tteten, wenn Natur die einzige Lehrerin der Menschheit ist. Die schwerverständliche Sprache der Natur, die meistens nur gefühlt und erahnt, aber in den seltensten Fällen richtig verstanden wird, hat selbst Männern, vor deren Riesenaeist wir uns ehrfurchtsvoll beugen, nur einige wenige Lichtgedanken der Gotteserkenntniß beibriltgcn können. Die' Natur ließ und läßt den Heiden seinen Fetisch anbeten und den Wilden sich seinen Gott aus Honigteich kneten und ihn mit Menschenblut malen. Fast dritthalb Jahrtausende suchte so die Menschheit, aus die Natur lediglich angewiesen, ihren Gott und Schöpfer, und fand nur Götter, die sie dazu erst selbst schaffen mußte. Da ließ sich der Vater der wahnversunkenen Menschheit mit seiner unergründlichen Liebe und Allbarmherzigkeit aus seiner Lichthöhe herab, und offenbarte sich der irrenden, ihn suchenden Menschheit mit den Motten: „Ich bin Gott, dein Gott!" Bevor Gott mit diesen Motten seine Offenbarung eröffnet hatte, war die Menschheit auf die Natur angewiesen, wenn sie ihren Schöpfer suchte; aber ]nwo vh -w ms *6 i'p nva ab "vies minn net n"3pn «y o’n , tcnnp ncet ab O’siisf isp ab njn ttL'i ernnoi prw obiyn aba nm ab Dnnn 1'pvrt 'n ’DJ« ^>ipn ♦ „ Gott das Gesetz seinem Volke gab, da zwitschette kein Vogel, da schwirrte kein Flügel, Stiere brüllten nicht, Sphären rollten nicht, Seraphim benedeiten nicht, die Berge sprachen nicht, — die ganze Welt horchte schweigend auf und nur Gottes Stimme ttat hervor und sprach: „Ich