Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1871-05-03 · Heft 18 (3.5.1871) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
12 (1871)
Issue
Heft 18 (3.5.1871)
Date
1871-05-03
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2446951-2447499-2447517--09326-2465015
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

] XII. Jahrgang. / 18 Der Israelit. Ein Hentrat - Grgan für das orthodoxe Iudenthum. Herausgegeben von Di». Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 3. Mai 5631 (1871). Diese Leitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Sogen. Preis des Jahrgangs S Thlr. pr. «. oder st. S. IS kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 2 Sgr. die Petitzetle oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Lours. Direkte FraneöDN» sendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. L. oder 6 st. bsterr. an die Expedition franco einzusende«. Inhalt r Leitende Artikel: Der Bund mit Gott. — Zur Gemeindebunds-Frage. — LeitungKnackrickten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Oberschlesien. — Frankreich. — England: London. — Australien: Sydney. — Feuilleton: Zur rechten Zeit. Inhalt der erste« Freitage: Leitender Artikel: Die politischen und socialen Verhältnisse der Juden nach amerikanischer Auffassung. Zeitungsnachricht« und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. — Donaufürstenth.: Bukarest. — Feuilleton: Ein geschichtlicher Rückblick auf die Juden in Elsaß und Lothringen. I«hatt der zweite« Freitage: Zeitungsnachrichten und Correstondenzen .Deutschland: Frankreich. — Rußland: Odessa. — Leitende Artikel. Per Mud mit Kott. Von Julius Haas in Zsambok. In der Urzeit, als die Menschheit ihrem Ursprünge noch näher war, hat Gott, wie die Bibel uns erzählt, mit den Menschen einen Bund geschlossen. Tausende von Jahren sind seit dieser glorreichen Zeit in den Schooß der Vergangenheit geflossen, unzählige Generationen sind seit damals entstanden und wieder vergangen, und noch immer bildet dieser Bnnd die Grundlage der edelsten Institutionen der civilisirten Völker. Der in Andacht sich erhebende Geist, die in der göttlichen Anschauung den Vorgeschmack der himmlischen Seligkeit genießende Seele, fühlt innerlich den Bund mit Gott, der das volle Maaß der Freude bei der göttlichen Anschauung, die ewige Annehmlichkeit cm der göttlichen Rechte besingescke Psaunist lehrt pns, was er ist, der Bund mit Golk , oer allen "Dualen wideM-- hende Märtyrer überzeugt uns von dem Bmü»e mit Gott, und der von den wundervollen Erscheinungen der physischen Welt zur Metaphysik sich empor schwingende Weise findet im materiellen Leben schon viele Spuren jener biblischen Ereignisse. Der erste göttliche Bund ward mit Noah und seinen Kindern gestiftet, demzufolge die Erde nicht mehr von einer allverderbenden Fluth heimgesucht werden sollte. Diesem göttlichen Bündnisse wurde der Regenbogen zum Sinnbilde gegeben. Wem die Ursache der Erscheinung des Regenbogens bekannt ist, wer die Theilung der Sonnenstrahlen durch das Prisma und den Regenbogen als ein Erqebniß der die Wolken durchbrechenden und von ihnen zurückgeworsenen Sonnenfttahlen erkennt, dem ist dieses Symbol einleuchtend; denn eben so wie das Sonnenlicht in dem düftern Gewölle die Erscheinung des Regenbogens veranlaßt, ebenso bewirtt das göttliche Licht in der zum Laster geneigten Menschheit ihre ewige Erhaltung. Nicht mehr kann die gesammte Generatton dem Laster sich ergeben, der Bund mit Gott wird einen Theil derselben zu jeder Zeit der Tugend treu erhallen; demnach wird kein allgemeiner Sündenfall, mithin auch keine allgemeine Strafe mehr stattfinden.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.