Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 12 (1871)
- Issue
- Heft 17 (26.4.1871)
- Date
- 1871-04-26
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XII« Jahrgang. M 17 Der Israelit. Ein Kentral - Grgan für das orthodore Kudenthum. Herausgegeben von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 26. April 5631 (1871). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs» in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Lhlr. pr. S. oder fl. 5. 1b kr. rh. Man abovnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Me Buchhandlungen und Postämter nehme« Be» stellungen an. Inserate 2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische -.knoten laut Sours. Direkte Francozn» sendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. S. oder 6 fl. österr. Expedition franco einzusenden. Anyatt: Leitender Artikel: Ueber Darwinismus. AeitungSnachrickten und Correspondenzen:Deutschland: München. Fürth. Laupheim. Frankfurt a. M. Cassel. Hamburg. — Oesterr.-Ungar. Monarchie: Wien. Wien. Feuilleton: Zur^rechten Zeit. Anhatt^der ZSeitage: Leitender Artikel: Zur Gemeindebunds-Frage. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen '.Deutschland: Mainz. Fürth. Wiesloch. — Oesterr.-Ung. Monarchie: Wien.Pesch. — Frankreich: Paris.— Rußland. Feuilleton: Ein geschichtlicher Rückblick auf die Juden in Elsaß und Lothringen. Anhalt der g*tra-geitage: Für die Nothleidenden im hl. L. — Spenden für die Armen des hl. L. — Bau jüd. Armen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem. — Zur Unterstützung der nothleid. Glaubensgenossen in West-Rußland. — Für Beköstigung der Soldaten im Felde während des Peßachfestes. — Für den leid. Rabb. Natonek. — Für die Wittwen u. Waisen im hl. L. — Für die Bedürftigen in Fegersheim (Elsaß). — Leitender Artikel. Hleöer Darwinismus. Mainz, 19. April. Seit einigen Jahrzehnten hat die Lehre des Engländers Darwin immer mehr Anhänger in der sogenannten gebildeten Welt gewonnen, namentlich seitdem Professor Vogt als ein Apostel des Darwinismus von Stadt zu Stadt zieht und den Affen als Stammvater des cnschengeschlechtS proclawirt. ES find namentlichste verbildeten Frauen und die halbgebildeten Männer, welche „überzeugt" aus den Vorlesungen Vogt's zurückkehren, während populäre Unter, haltungsblätter diese „ neue Lehre" in die Städtchen und Dörfer tragen, in welche Herr Vogt mit seiner Affentheorie nicht gelangt. Jetzt ist dos Geheimniß des Gewordepsems und Werdens erkannt, die SchöpfungsgeWchte der heiligen Schrift wird vornehm als ein nnährchen belächelt, und die erhabenen' Geister unserer Duodez-Naturforscher dringen in's „Innere der Natur", allerdings mit wenig Verstand, aber mit desto größerem Behagen. Wir wollen hier in wenigen Worten die Grundzüge der Darwinschen Hypothese angeben. Darwin lehrt, daß aus den Urstoffen, deren einstige Herbeischaffung er allerdings so gnädig ist, dem Schöpfer zu überlassen, sich alles gegenwärtig Existirende durch „Transmutation" (Umwandelung) „entwickelt" habe. In seinem jüngst erschienenen Werke über die Abstammung des Menschen (The descent of man and selection in relation to sex) hat er seine früheren Hypothesen noch einmal zusammengefaßt und mit einer Anzahl neuer vermehrt. Vor Millionen von Jahren, lehrt Darwin, haben sich die edleren Organismen aus den Urstoffen entwickelt, jede edlere Form auf die Nachkommen weiter vererbend, bis endlich Thiere, Säugethiere, Menschen geworden. Um das Lächerliche dieser Theorie recht klar zu legen, wollen wir hierherstellen, was Darwin über seinen „Urmenschen" sagt: „Die Nrzeuger des Menschen waren ohne allen Zweifel einstmals mit Haar be-